
Der Zoom H5studio ist ein Vier-Spur-Handy-Recorder mit wechselbarer X-Y-Kapsel (XYH-5s), zwei verriegelnden XLR/Klinke-Kombibuchsen und Aufnahme in 32-Bit-Float mit zwei A/D-Wandlern pro Kanal.
- Eingänge1 × XLR
- Aufnahme32-Bit-Float
- Sampleratebis 192 kHz
- Rauschen (EIN)−127 dBu
- Gewicht410 g
Auf einen Blick
Vorteile
- 32-Bit-Float mit Dual-A/D-Wandlung, bis 192 kHz
- X-Y-Kapsel bis 140 dB SPL
- Wechselbare Kapseln, bis vier externe Eingänge mit EXH-6e
- USB-Interface 4 × 2 mit 32-Bit-Float
- Optional Timecode und Bluetooth
- microSD bis 2 TB, BWF/iXML
Nachteile
- Ohne Zusatzkapsel nur zwei externe Eingänge
- Timecode und Bluetooth nur mit Zubehör
- Laufzeit sinkt bei vier Spuren deutlich
- Höheres Gewicht als kompakte Recorder
Technische Daten
| Hersteller | Zoom |
|---|---|
| Preisklasse | mittel |
| XLR-Eingänge | 1 |
| Spuren | 6 (4 Einzelspuren + Stereo-Mix) |
| Max. Sample-Rate | 192 kHz |
| Auflösung | 24 Bit |
| 32-Bit-Float | ✓ |
| Eingebautes Mikrofon | ✓ |
| Max. Gain | 60 dB |
| EIN (Eigenrauschen) | -127 dBu(A) |
| Dynamikumfang | 132 dB(A) |
| Aufnahmeformat | WAV (BWF, iXML) |
| Batterie / Stromversorgung | 4 × AA (Alkali, Lithium oder NiMH), Netzteil AD-17 oder USB-Busstrom |
| Gewicht | 410 g |
| Eingänge (Details) | 2 (XLR/Klinke-Combo) |
| Abmessungen | 86 × 206 × 54,6 mm |
Der Zoom H5studio (Werbelink) ist ein Vier-Spur-Handy-Recorder mit wechselbarer X-Y-Kapsel (XYH-5s), zwei verriegelnden XLR/Klinke-Kombibuchsen und Aufnahme in 32-Bit-Float mit zwei A/D-Wandlern pro Kanal. Er bietet ein Farbdisplay, ein USB-C-Interface mit 4 Ein- und 2 Ausgängen, optional Timecode und Bluetooth sowie Unterstützung für microSD-Karten bis 2 TB. Er richtet sich an Filmer, Musiker und Podcaster, die mehr Ausstattung als bei einem Einsteigergerät suchen, aber kein großes Field-Recorder-Format wollen. Grenzen laut Datenblatt: nur zwei externe Eingänge ohne Zusatzkapsel und deutlich kürzere Laufzeit bei vier Spuren.
Konzept und Ausstattung: Handrecorder mit Wechselkapseln
Der H5studio ist der Nachfolger des Zoom H5 (Werbelink) und ordnet sich zwischen den Essential-Modellen (H1essential, H4essential, H6essential) und den professionellen Field-Recordern der F-Serie ein. Zoom übernimmt das Konzept mit wechselbaren Mikrofonkapseln, kombiniert es aber mit Techniken, die bisher eher teureren Geräten vorbehalten waren: Dual-A/D-Wandlung mit 32-Bit-Float, verriegelnde XLR-Buchsen, eine Schnittstelle für Timecode und eine HF-Abschirmung gegen Störungen durch Mobiltelefone.

Display: Farb-LCD, 2 Zoll, 320 × 240 Pixel.
Kopfhörer: 20 mW Ausgangsleistung.
Lautsprecher: eingebaut, 250 mW.
Limiter: Look-ahead-Limiter für die Ausgabe.
Abschirmung: gegen HF-Störungen, etwa durch Smartphones.
Sprachführung: Menüansagen über die Kopfhörer.
Maße und Gewicht: 86 × 206 × 54,6 mm, 410 g.
Mit 410 g ist der H5studio schwerer als kompakte Recorder wie der DR-40XP, aber leichter als größere Mehrkanalgeräte.
Mikrofonkapseln: X-Y im Lieferumfang, weitere optional
Zum Lieferumfang gehört laut Zoom die Kapsel XYH-5s mit zwei 19,4-mm-Mikrofonen in X-Y-Anordnung. Zoom nennt einen maximalen Schalldruck von 140 dB SPL und eine Empfindlichkeit von −41 dB/Pa. Der hohe Grenzschalldruck ist für Konzerte, Schlagzeug und andere laute Quellen relevant. Viele kleinere Recorder liegen hier deutlich darunter, etwa der Tascam DR-40XP (Werbelink) mit 125 dB SPL laut Herstellerangabe.

Die X-Y-Anordnung liefert ein phasenstabiles, monokompatibles Stereobild. Für breitere Stereoaufnahmen oder gerichtete Aufnahmen bietet Zoom weitere Kapseln an.
Der H5studio nutzt laut Zoom das Kapselsystem 3.0. Genannt werden unter anderem:
SSH-6e: Mitte-Seite-Shotgun-Mikrofon für gerichtete Aufnahmen, etwa bei Film und Video,
EXH-6e: Kapsel mit zwei zusätzlichen XLR/Klinke-Kombieingängen,
XYH-6e: alternative X-Y-Kapsel.
Mit der EXH-6e-Kapsel lassen sich laut Zoom bis zu vier externe Mikrofone nutzen. Ohne Zusatzkapsel stehen zwei externe Eingänge zur Verfügung. Ob ältere Kapseln anderer Generationen mechanisch und elektrisch passen, sollte im Kompatibilitätshinweis von Zoom geprüft werden. Für den H5studio gibt es zusätzlich das Zubehörpaket APH-5s (Inhalt laut Zoom-Seite).
Eingänge, Vorverstärker und Dual-A/D-Wandlung
Eingänge: 2 × XLR/TRS-Kombibuchse mit Verriegelung, +48 V Phantomspeisung.
Verstärkung: bis +60 dB.
Eingangsrauschen: EIN −127 dBu laut Zoom.
Maximaler Eingangspegel: Mikrofon +4 dBu, Line +24 dBu.
Wandlung: zwei A/D-Wandler pro Kanal, 32-Bit-Float, Zoom nennt 132 dB Dynamikumfang.
Bedienung: echte Gain-Regler am Gehäuse.

Der Wert von −127 dBu EIN liegt auf dem Niveau der Field-Recorder der F-Serie. Interessant ist, dass Zoom trotz 32-Bit-Float physische Gain-Regler einbaut. Bei 32-Bit-Float ist der Pegel für die Aufnahme zwar unkritisch, für das Monitoring über Kopfhörer und für die Ausgabe über USB ist eine sinnvolle Aussteuerung aber weiterhin nützlich. Die verriegelnden Buchsen verhindern, dass Kabel bei Bewegung unbeabsichtigt herausgezogen werden.
Bei der Dual-A/D-Wandlung wird jedes Eingangssignal parallel von zwei Wandlern verarbeitet: einer ist für leise, einer für laute Signale optimiert. Das Gerät setzt beide Ergebnisse zu einer 32-Bit-Float-Datei zusammen. So lässt sich laut Zoom ein Dynamikumfang erreichen, den ein einzelner Wandler nicht abdeckt. Für dich heißt das vor allem: Leises Flüstern und lautes Rufen landen ohne Nachregeln in einer brauchbaren Aufnahme.
Laut Zoom werden vier Spuren plus eine Stereo-Summe aufgezeichnet, insgesamt sechs Spuren. Die Abtastrate reicht von 44,1 bis 192 kHz, die Stereo-Summe wird bis 96 kHz erstellt. Gespeichert wird als BWF-kompatibles WAV mit iXML-Metadaten. iXML ist im Filmbereich wichtig, weil Schnittprogramme damit Spurnamen, Szenen und weitere Informationen übernehmen können. Als Speicher dienen microSD-Karten bis 2 TB.
Audio-Interface, Timecode und Bluetooth
Über USB-C arbeitet der H5studio als Interface mit 4 Eingängen und 2 Ausgängen. Zoom nennt 32-Bit-Float oder 24 Bit bei bis zu 96 kHz. Damit können vier Kanäle getrennt in eine DAW übertragen werden, etwa für Podcasts mit mehreren Mikrofonen oder für Musikaufnahmen. Die Unterstützung von 32-Bit-Float auch über USB ist ein Unterschied zu einfacheren Recordern, die als Interface nur mit 24 Bit arbeiten.

TCA-1: Timecode-Adapter, damit Ton und Bild mehrerer Geräte per Timecode synchronisiert werden können.
BTA-1: Bluetooth-Adapter für die Fernsteuerung per App „Handy Control & Sync“ und die Anbindung an UltraSync BLUE.
Timecode ist bei Handy-Recordern selten. Für Filmproduktionen mit mehreren Kameras erleichtert das die Synchronisation erheblich. Beide Adapter sind optional und nicht im Lieferumfang enthalten.
Stromversorgung mit Batterien
Der H5studio läuft mit vier AA-Zellen. Zoom nennt für die Spezifikation ungefähre Laufzeiten von etwa 15 Stunden bei zwei Spuren und etwa 6 Stunden bei vier Spuren mit Alkaline-Batterien. Mit Lithium-Batterien sind es laut Zoom etwa 21 beziehungsweise 11,5 Stunden. Die genauen Messbedingungen (Phantomspeisung, Kopfhörerlast) sind auf der Zoom-Seite beschrieben. Die Werte gehen auseinander, je nachdem, wie viele Kanäle und welche Mikrofone genutzt werden.

Praxis und Unterschiede zum Zoom H5
Der wichtigste Unterschied ist die Aufnahmetechnik: Der H5 zeichnet mit maximal 24 Bit auf, der H5studio mit 32-Bit-Float und zwei A/D-Wandlern pro Kanal. Dadurch entfällt beim H5studio das Risiko digitaler Übersteuerung weitgehend. Hinzu kommen laut Zoom das Farbdisplay, die Timecode- und Bluetooth-Option, microSD bis 2 TB und ein USB-Interface, das 32-Bit-Float überträgt. Wer mit dem H5 bereits Kapseln besitzt, sollte vor dem Wechsel prüfen, welche davon Zoom als kompatibel zum Kapselsystem 3.0 angibt.
Dreh mit Kamera: Ein Ansteckmikrofon und ein Richtmikrofon laufen über die beiden Kombibuchsen, die X-Y-Kapsel nimmt Atmo auf. Mit dem Timecode-Adapter TCA-1 lässt sich der Recorder mit Kameras synchronisieren, die iXML-Metadaten erleichtern den Import ins Schnittprogramm. Ohne Timecode erfolgt die Synchronisation über die Tonspur der Kamera.
Konzert und Probe: Die XYH-5s-Kapsel mit 140 dB SPL eignet sich laut Datenblatt auch für laute Quellen. Zusätzlich kann über die Kombibuchsen ein Stereosignal vom Mischpult aufgenommen werden. Durch 32-Bit-Float bleiben auch unerwartete Pegelspitzen verwertbar.
Podcast mit mehreren Personen: Mit der Kapsel EXH-6e stehen vier Mikrofoneingänge bereit. Die Aufnahme läuft auf die Karte oder per USB als vier getrennte Kanäle in die DAW. Für zwei Personen reichen die festen Kombibuchsen.
Fernbedienung: Mit dem Bluetooth-Adapter BTA-1 und der App „Handy Control & Sync“ lässt sich der Recorder vom Smartphone aus starten und überwachen, etwa wenn er schwer erreichbar aufgestellt ist.
32-Bit-Float-Dateien und hohe Abtastraten belegen viel Speicherplatz. Bei sechs Spuren mit 96 kHz oder mehr füllt sich eine Karte entsprechend schnell, daher ist eine große und schnelle microSD-Karte sinnvoll. Das Schnittprogramm sollte 32-Bit-Float-WAV und mehrspurige BWF-Dateien verarbeiten können. Timecode- und Bluetooth-Adapter verursachen zusätzliche Kosten.
Für wen ist der Zoom H5studio geeignet?
Der H5studio passt zu Videofilmern, die Timecode und iXML-Metadaten nutzen möchten, zu Musikern, die laute Quellen aufnehmen, und zu Podcastern, die bis zu vier Spuren per USB übertragen wollen. Wer nur gelegentlich Sprache aufzeichnet, ist mit einem einfacheren Recorder günstiger bedient. Wer mehr als vier externe Mikrofone braucht, findet bei Field-Recordern wie dem Zoom F6 (Werbelink) mehr Eingänge.
Stärken laut Datenblatt:
32-Bit-Float mit Dual-A/D-Wandlung, bis 192 kHz
X-Y-Kapsel bis 140 dB SPL
Wechselbare Kapseln, bis vier externe Eingänge mit EXH-6e
USB-Interface 4 × 2 mit 32-Bit-Float
Optional Timecode und Bluetooth
microSD bis 2 TB, BWF/iXML
Schwächen laut Datenblatt:
Ohne Zusatzkapsel nur zwei externe Eingänge
Timecode und Bluetooth nur mit Zubehör
Laufzeit sinkt bei vier Spuren deutlich
Höheres Gewicht als kompakte Recorder
Je nach Aufgabe setzt du die X-Y-Kapsel, die Mitte-Seite-Shotgun-Kapsel SSH-6e oder die Kapsel EXH-6e mit zwei zusätzlichen XLR/Klinke-Kombieingängen ein. Welche älteren Kapseln passen, solltest du im Kompatibilitätshinweis von Zoom prüfen.
Für Filmdrehs ergänzt du bei Bedarf den Timecode-Adapter TCA-1, für die Fernsteuerung per App „Handy Control & Sync“ den Bluetooth-Adapter BTA-1. Beide sind laut Zoom optional und nicht im Lieferumfang enthalten.
Planst du lange Aufnahmen mit vier Spuren, solltest du Lithium-Batterien einsetzen: Zoom nennt dafür etwa 11,5 Stunden statt etwa 6 Stunden mit Alkaline-Batterien.
Als Speicher kannst du microSD-Karten bis 2 TB nutzen, was bei 32-Bit-Float-Aufnahmen mit hohen Abtastraten hilfreich ist.
Als Alternativen zum Zoom H5studio kommen mehrere Geräte infrage. Der Zoom H4essential (Werbelink) hat 32-Bit-Float-Aufnahme und ein Farbdisplay. Aufgezeichnet wird ausschließlich auf microSD. Der Zoom H6essential (Werbelink) bietet vier XLR-Eingänge mit 32-Bit-Float sowie eine Mixer-Funktion für die Stereospur. Nur microSD-Karten dienen als Speicher. Der Zoom F3 (Werbelink), ein besonders kleiner Rekorder, bietet einen Ausgang auf Mikrofonpegel direkt zur Kamera, zwei Eingänge und 32-Bit-Float.
Fazit: Zoom H5studio
Sehr gutLaut Datenblatt hebt der H5studio das Konzept des H5 deutlich an: 32-Bit-Float mit Dual-Wandlern, eine robuste Kapsel, verriegelnde Eingänge und Optionen für Timecode machen ihn zu einem vielseitigen Recorder für Film, Musik und Podcast. Wer die Erweiterungen nicht braucht, findet einfachere Alternativen. Erhältlich ist der Recorder zum Beispiel bei Thomann.
Kaufen, wenn …
- du einen Handrecorder mit wechselbaren Mikrofonkapseln willst
- 32-Bit-Float-Aufnahme bei Musik und Atmo wichtig ist
- du gelegentlich Timecode oder Bluetooth-Steuerung brauchst
Lieber eine Alternative, wenn …
- du vier Kombibuchsen statt zwei brauchst
- du ohne Wechselkapseln auskommst und sparen willst
- du einen Feldrecorder für Film suchst
- du das Vorgängermodell günstiger bekommst
Preise prüfen
Alternativen zum Zoom H5studio
Zoom H6studio
Note 8,7 von 10
Der Zoom H6studio ist der vielseitigste Handrecorder in Zooms aktuellem Programm. Vier rauscharme Kombieingänge, eine starke X-Y-Kapsel und die Wahl zwischen 32-Bit-Float und festem Format machen ihn zu einem Werkzeug für Podcasts, Musik und Dokumentationen. Schwächen sind das Gewicht, die optionalen Adapter für Timecode und Bluetooth sowie kurze Laufzeiten bei Vollbelegung.
Zoom F3
Note 8,8 von 10
Winziger 2-Kanal-Feldrekorder mit hervorragender 32-Bit-Float-Qualität. Für Filmer die einfachste Lösung gegen schlechten Ton.
Häufige Fragen zum Zoom H5studio
Nimmt der H5studio in 32-Bit-Float auf?
Ja, mit zwei A/D-Wandlern pro Kanal. Zoom nennt dafür einen Dynamikumfang von 132 dB.
Wie viele externe Mikrofone nimmt der H5studio auf?
Zwei externe Mikrofone über die Kombibuchsen, mit der optionalen Kapsel EXH-6e bis zu vier.
Hat der H5studio Timecode?
Über den optionalen Adapter TCA-1. Ohne Adapter ist kein Timecode vorgesehen.
Funktioniert der H5studio als Interface für Podcasts?
Ja, mit vier Eingängen und zwei Ausgängen über USB-C, mit bis zu 96 kHz.
Wann ist eine Alternative zum Zoom H5studio die bessere Wahl?
Wenn du vier Kombibuchsen statt zwei brauchst, passt eher Zoom H6essential. Wenn du ohne Wechselkapseln auskommst und sparen willst, passt eher Zoom H4essential. Wenn du einen Feldrecorder für Film suchst, passt eher Zoom F6. Wenn du das Vorgängermodell günstiger bekommst, passt eher Zoom H5.
Welche Alternativen zum Zoom H5studio gibt es?
Als Alternativen kommen Zoom H5, Zoom H4essential, Zoom H6essential, Zoom F3 in Frage. Weshalb, erläutert der Abschnitt über Alternativen.
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