Wie präsentierst du Fakten vor der Kamera, ohne alles auswendig zu lernen?
Ein Teleprompter spiegelt den Text eines Smartphones oder Tablets in eine Glasscheibe vor dem Objektiv – du liest ab und hältst dabei Blickkontakt zur Kamera. Im Video geht es um Aufbau, Apps und vor allem um die Steuerung per Fußpedal, etwa mit dem Lekato-Fußpedal für ca. 50 € (Amazon). Teleprompter gibt es für Smartphones und Tablets.

So funktioniert ein Teleprompter
Das Gehäuse ist meist aus Kunststoff, darin steckt ein schräges Glas. Unten legst du ein iPad oder Smartphone ein und klemmst es fest, das Display spiegelt sich im Glas. Hinten sitzt die Kamera: Über mitgelieferte Adapterringe für das Filtergewinde wird das Objektiv an den Teleprompter angesetzt.

Der im Video genutzte Teleprompter ist nicht mehr erhältlich. Als Alternativen nennt das Video Modelle von Neewer und Desview. Preislich liegen solche Geräte laut Video bei etwa 70–80 € bis 180–200 €, je nach Größe und Modell. Wichtig: auf die passende Größe für dein Gerät achten und Bewertungen kritisch lesen.
Tipp: Markierung für den Augenkontakt
Ein Klebestreifen auf dem Glas markiert, wo die Linse sitzt. Zusätzlich zeigt die App einen roten Balken auf Höhe der Linse. Scrollst du den Text dorthin, blickst du beim Ablesen ungefähr in die Kamera – Augenkontakt, der für Zuschauer nicht unwichtig ist.
Apps für den Teleprompter
- Teleprompter Pro: im Video genutzt, nahezu alles konfigurierbar; die Pro-Variante ist teuer geworden, es gibt eine kostenlose Version mit weniger Funktionen.
- Parrot: laut Video eine mittelgute, kostenlose App.
- Prompt+: mit Spracherkennung, die beim Vorlesen mitscrollt – passt aber nicht, wenn man überwiegend frei mit Stichpunkten spricht.

Die Steuerung: Fernbedienung oder Fußpedal
Zuerst kam die mitgelieferte Fernbedienung zum Einsatz (AAA-Batterien, konfigurierbare Tasten, Joystick). Sie war allerdings zu laut, die Tasten wackelten. Plan B war ein Logitech-Presenter mit Bluetooth, dessen Laserpointer abgeklebt wurde – leiser, aber nicht richtig leise.

Plan C ist das Lekato-Fußpedal, eigentlich zum Umblättern von Noten auf dem iPad gedacht. Es verbindet sich per Bluetooth, ist mit praktisch allen Geräten kompatibel, hat einen USB-C-Akku (im Video etwa einmal im Jahr geladen) und schaltet sich selbst ab. Ganz lautlos ist es nicht, unter dem Tisch aber quasi nicht mehr zu hören. Weitere Fußpedale bei Amazon und bei Thomann.
Vergleich: Elgato Prompter
Den Elgato Prompter mit eingebautem Display gibt es zum Beispiel bei (Thomann / Amazon). Für den Workflow im Video passt er nicht: Er ist für Windows, macOS und Android gedacht (kein iPad), wird per Kabel als externes Display angebunden und hat keinen HDMI-Anschluss. Auch das passende Elgato Stream Deck Pedal (Thomann / Amazon) hängt am Kabel. Das Fazit im Video: gute Idee, aber schlecht umgesetzt.
Entfernung und Schriftgröße

Je näher der Teleprompter, desto größer und besser lesbar der Text – desto eher sieht man aber auch die Augen wandern. Im Video steht der Prompter mit einer Sony ZV-E10 und Festbrennweite etwas weiter weg, die Schrift ist mittelgroß. Abstand und Schriftgröße sind immer ein Kompromiss, den du für deinen Raum ausprobieren musst.
Skript oder Stichpunkte?
Manche schreiben ihr komplettes Video vor, im Video wird mit Stichpunkten, Themen und einzelnen Sätzen gearbeitet. Fakten und Produktdaten werden abgelesen, Standardsätze frei gesprochen. Zwischendurch bewusst in den Raum zu schauen wirkt natürlicher als permanenter Blick in die Kamera. Ein zweites iPad neben der Kamera dient zusätzlich als Checkliste.
Der Einstieg: Fakten, die niemand auswendig lernt
Das Video beginnt mit einer kleinen Demonstration. Zuerst werden Zahlen zur Sonne vorgetragen: ein Äquatorradius von 696.342 Kilometern, eine Masse von 1,9884 × 1030 Kilogramm und eine mittlere Dichte von 1,408 Gramm pro Kubikzentimeter. Danach geht es um das Riesenfaultier, das bis zu sechs Meter groß und bis zu sechs Tonnen schwer wurde und seit rund 10.000 Jahren ausgestorben ist. Die Frage dahinter: Glaubst du, dass man sich all das auswendig merken kann? Genau dafür ist der Teleprompter da – als Merkhilfe, um Details und Inhalte vorzutragen, ohne sie vorher auswendig zu lernen.
Anschließend zeigt das Video den Blick hinter die Kulissen: Die Kamera filmt das, was beim Sprechen zu sehen ist – einen Monitor und den Teleprompter, auf dem ein iPad mit dem gerade vorgelesenen Text liegt. Beide Hände sind dabei an der Kamera, trotzdem lässt sich der Text nach oben und unten scrollen und stoppen. Das funktioniert laut Video ziemlich einfach und gut, braucht aber ein kleines bisschen Übung. Und das Equipment kostet nicht besonders viel Geld.
Welches Gerät kommt in den Teleprompter?
Als Anzeige dient in der Regel ein Smartphone oder Tablet – ein iPhone oder Android-Smartphone, ein Android-Tablet oder ein iPad. Das sind die einfachsten Geräte, die man in den Teleprompter klemmen kann. Im Video wird ein iPad genutzt. Es gibt Modelle nur für Smartphones, nur für Tablets und Teleprompter, in denen sich beide Gerätearten nutzen lassen. Entscheidend ist, dass du das richtige Gerät in der richtigen Größe kaufst.
Auf der Rückseite haben viele Teleprompter ein Loch mit passenden Aufsätzen, die sich auch verschließen lassen. Diese Bauweise wird im Video als die interessanteste beschrieben: Dahinter lassen sich iPhones und alle möglichen Kameras anbringen. Das Objektiv wird über sein Filtergewinde und einen passenden Adapterring mit dem Teleprompter verbunden.
Die drei Steuerungen im Detail
Der Weg zum Fußpedal war im Video etwas länger. Die drei Stationen im Überblick:
- Plan A – mitgelieferte Fernbedienung: Sie läuft mit normalen AAA-Akkus. Mit ein, zwei frei konfigurierbaren Tasten lassen sich Vor, Zurück, Pause oder andere Funktionen belegen, dazu kommt ein Joystick. Sie war aber etwas zu laut, die Knöpfe wackelten, und sie wurde bereits einmal abgeklebt.
- Plan B – Logitech-Presenter: Laut Video ungefähr ein „Presenter 500“. Er läuft mit Batterien, es gibt einen USB-Dongle, er hat aber auch Bluetooth eingebaut und lässt sich so direkt mit dem iPad verbinden. Der eingebaute Laserpointer wurde abgeklebt, damit nichts versehentlich in die Kamera leuchtet.
- Plan C – Lekato-Fußpedal: Eigentlich für Musiker gedacht, die Notenblätter auf dem iPad vor- und zurückblättern. Mit dem Fuß lässt sich genauso der Teleprompter steuern, mit der Hand funktioniert es natürlich auch. Das Pedal wurde in einem Prime Deal entdeckt. Es gibt viele andere Hersteller mit ähnlichen Produkten, die laut Video hin und wieder bei Amazon im Angebot sind.
Kosten im Überblick
| Komponente | Preis laut Video/Beschreibung | Hinweis |
|---|---|---|
| Teleprompter (Smartphone/Tablet) | ca. 70–80 € bis 180–200 € | je nach Größe und Modell |
| Lekato-Fußpedal | ca. 50 € | Bluetooth, USB-C-Akku |
| Elgato Prompter | aktueller Preis über den Link | eigenes Display, nur per Kabel, kein HDMI |
| Elgato Stream Deck Pedal | aktueller Preis über den Link | Kabelanschluss |
| Teleprompter-Apps | kostenlos bis teuer | Parrot kostenlos, Teleprompter Pro als teure Pro-Variante |
Warum der Elgato Prompter im Video nicht passt
Wer bei Amazon nach „Teleprompter“ sucht, landet laut Video schnell beim Elgato Prompter – dem interessantesten Produkt der Kategorie. Er wäre durchaus eine Überlegung wert, erfüllt aber nicht die Zwecke des gezeigten Setups. Weil er nur per Kabel als externes Display funktioniert, müsste jedes Mal ein Kabel durch den Raum gezogen und die Teleprompter-App auf den zweiten Bildschirm geschoben werden. Das zugehörige Stream Deck Pedal hängt ebenfalls am Kabel, vermutlich am Rechner. Für ein Setup mit iPad und Bluetooth-Pedal ist das zu umständlich.
Frei sprechen trotz Teleprompter
Viele YouTuber skripten ihre Videos von vorne bis hinten – im Video wird Gerald Undone als Beispiel genannt. Im gezeigten Workflow ist das nicht so, und das hört man laut Video auch: Beim freien Sprechen verhaspelt man sich manchmal oder die Grammatik klingt etwas ungewöhnlich. Dafür wirkt es natürlicher.
Wichtig ist, ein paar Stichpunkte anzuschauen und sich dann selbst Sätze zu bilden. Zahlen wie den Äquatorradius von 696.000 Kilometern liest man besser ab, weil sie schwer auswendig zu lernen sind. Standardsätze wie der Hinweis auf die Links zu Thomann und Amazon in der Beschreibung sitzen dagegen auch ohne Text. Zwischendurch in den Raum zu schauen ist ausdrücklich erwünscht: Auch im Gespräch schaut man sein Gegenüber nicht die ganze Zeit konzentriert in die Augen. Das muss man ein bisschen lernen.
Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Fakten und Daten vortragen, ohne sie auswendig zu lernen
- Blickkontakt zur Kamera beim Ablesen
- kabellose Steuerung per Bluetooth-Fußpedal, Hände bleiben frei
- überschaubare Kosten
Nachteile:
- braucht etwas Übung
- Fernbedienungen und Pedale sind nicht völlig geräuschlos
- Elgato Prompter: kabelgebunden, kein iPad-Support
Für wen geeignet?
Für alle, die regelmäßig Videos produzieren und Inhalte mit vielen Fakten präsentieren. Gerade bei lockeren Gesprächsvideos geht es auch ohne Skript – mit mehr Videos lohnt es sich aber, den Ablauf zu automatisieren.

Fazit
Mit einem günstigen Teleprompter, einem Tablet, einer passenden App und einem Bluetooth-Fußpedal lässt sich der Videoworkflow deutlich produktiver gestalten. Der Elgato Prompter ist spannend, passt aber nicht zu jedem Setup. Wie arbeitest du vor der Kamera? Schreib es gerne in die Kommentare unter dem Video.
Häufige Fragen zum Teleprompter
Brauche ich einen speziellen Teleprompter für meine Kamera?
Wichtig ist vor allem die Größe für dein Smartphone oder Tablet. Die Kamera wird über Adapterringe am Filtergewinde des Objektivs angesetzt, viele Modelle eignen sich für iPhones und Kameras.
Welche App wird im Video genutzt?
Teleprompter Pro, weil sich dort nahezu alles konfigurieren lässt. Parrot ist eine kostenlose Alternative, Prompt+ scrollt per Spracherkennung mit.
Ist das Fußpedal wirklich lautlos?
Nicht ganz. Es ist relativ leise und unter dem Tisch mit dem Mikrofon oben am Körper quasi nicht mehr zu hören.
Kann ich das Pedal auch mit anderen Geräten nutzen?
Laut Video ist das Lekato-Pedal per Bluetooth mit praktisch allen Geräten kompatibel – Android, Apple-Geräte und auch Computer.
Muss ich mein Video komplett vorschreiben?
Nein. Im Video wird mit Stichpunkten gearbeitet, nur Fakten und Daten werden abgelesen.
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