
Seit 2006 baut Zoom seine H-Rekorder, und inzwischen stehen acht lieferbare Modelle (inkl. H5) zwischen 99 und 371 Euro im Regal (Stand 01.11.2026). Dazu kommen die alten Geräte, die gebraucht oder als Restposten noch überall auftauchen. Welcher passt zu dir? Ich hatte den H1n, den H5 (Zoom H5), den H1essential (Zoom H1essential), den H4essential (Zoom H4essential) und den H6essential (Zoom H6essential) selbst in der Hand und habe sie in mehreren Videos gegeneinander antreten lassen. Diese Erfahrungen stecken in diesem Vergleich, ergänzt um die neuen Modelle H2essential (Zoom H2essential), H1 XLR, H5studio (Zoom H5studio) und H6studio (Zoom H6studio).
Kurzfazit: Welcher Zoom-Rekorder für wen?
| Einsatz | Empfehlung | Preis | Warum |
|---|---|---|---|
| Einsteiger, Vlog | Zoom H1essential | 99 € | klein, 32-bit float, kein Einpegeln |
| Einsteiger mit XLR-Eingang | Zoom H1 XLR | 156 € | 2 XLR/TRS, 32-bit float |
| Raum, Interviews mit internem Mikro | Zoom H2essential | 179 € | drei Mikros, MS, Surround |
| Allrounder, Podcast zu zweit | Zoom H4essential | 196 € | XY plus 2 XLR, 32-bit float |
| Podcast mit 4 Leuten, Film | Zoom H6essential | 291 € | 4 XLR plus Kapsel |
| Beste Vorverstärker kompakt | Zoom H5studio | 350 € | 192 kHz, sehr rauscharme Vorverstärker (Eigenrauschen −127 dBu) |
| Film, beste Vorverstärker mit 4 XLR | Zoom H6studio | 371 € | 4 XLR, Eigenrauschen −127 dBu, 192 kHz |
Preise, Stand 01.11.2026.
Mein Favorit für die meisten ist der H4essential. Er hat interne XY-Mikros für unterwegs und zwei XLR-Eingänge für richtige Mikrofone, das deckt fast alles ab. Wer mit vier Leuten podcastet, nimmt den H6essential. Und wer die besten Vorverstärker will, legt für den H5studio drauf.

Die Zoom H-Serie seit 2006: Zeitstrahl
Die H-Serie hat sich in fast 20 Jahren stark verändert. Zur Orientierung die wichtigsten Stationen:
- 2006: Zoom H4, der Urahn mit XY-Mikros und XLR
- 2007: Zoom H2
- 2009: Zoom H4n
- 2010: Zoom H1
- 2011: Zoom H2n mit fünf Kapseln für XY, MS und Surround
- 2013: Zoom H6 mit Wechselkapseln und vier XLR
- 2014: Zoom H5 mit Wechselkapseln und zwei XLR
- 2016: Zoom H4n Pro
- 2017: Zoom H1n
- 2018: Zoom H3-VR (Ambisonics für 360°-Aufnahmen)
- 2020: Zoom H8 mit bis zu 12 Spuren und Touchscreen
- 2024: Essential-Reihe mit H1essential, H4essential, H6essential, H2essential, dazu der H1 XLR
- 2025: H5studio, H6studio

Der große Bruch kam 2024. Seitdem nehmen die neuen Modelle in 32-bit float auf. Übersteuern ist damit praktisch kein Thema mehr, und du musst vor der Aufnahme nicht mehr einpegeln.
Essential-Reihe mit 32-bit float: H1e, H2e, H4e, H6e
Zoom H1essential
Der kleinste und günstigste: 99 Euro, zwei Spuren, XY-Mikro, 32-bit float. Aber Achtung: Der H1essential ist zeitweise schwer lieferbar (Stand 01.11.2026: 10 bis 13 Wochen). Prüfe die Lieferzeit vor dem Kauf. Wer schneller etwas braucht, schaut sich den H1 XLR oder den H4essential an.

In meinem Test hat mir das neue Display deutlich besser gefallen als bei den Vorgängern, Kontrast und Ablesbarkeit sind super. Die Schrift ist allerdings sehr klein. Gehäuse und Batteriefach wirken etwas besser gemacht als früher. Für Anfänger ist 32-bit float ideal: Mikro an, Aufnahme starten, fertig.
Die Schattenseiten habe ich im Video deutlich gehört. Die Kapseln sind extrem windempfindlich, ohne Windschutz ist schon leichtes Pusten ein Desaster. Mit einem einfachen Schaumstoff-Windschutz wird es deutlich besser, draußen brauchst du einen Fellwindschutz wie den Zoom WSU-1. Handling-Geräusche hörst du ebenfalls sofort, jedes Anfassen am Gehäuse landet in der Spur. Der Low-Cut lässt sich in Stufen (80, 160, 240 Hz) auch während der Aufnahme umschalten und nimmt das tiefe Rumpeln raus.
Was mich stört: Du kannst nicht auf 24 bit umschalten, und an der Klangqualität hat sich im Vergleich zum H1n nichts Wesentliches getan. Es bleibt ein Kompromissgerät mit etwas Rauschen. Trotzdem ist er besser als die Vorverstärker der meisten Kameras.
Stärken: günstig, 32-bit float, gutes Display, klein Schwächen: zeitweise lange Lieferzeit, sehr windempfindlich, Handling-Geräusche, kein 24-bit-Modus
Zoom H2essential
Der H2essential (2024, 179 Euro) ist der Spezialist für Aufnahmen mit den eingebauten Mikros. Er hat drei Kapseln für Front, Rear und MS. WAV nimmt er nur in 32-bit float auf (44,1/48/96 kHz), dazu kommt MP3. Damit ist er der Nachfolger des H2n und passt gut für Raumaufnahmen, Proben und Interviews, bei denen das Gerät in der Mitte liegt.

Den H2essential hatte ich nicht selbst im Video. Was du wissen musst: XLR-Eingänge hat er nicht. Willst du später ein dynamisches Mikro anschließen, bist du beim H4essential besser aufgehoben.
Stärken: drei Mikros, MS und Surround, 32-bit float Schwächen: kein XLR, WAV nur in 32-bit float
Zoom H4essential
Mein Favorit für die meisten. 196 Euro, XY-Mikro oben, zwei XLR/Klinke-Kombibuchsen unten, 32-bit float. Er ist der Nachfolger des H4n Pro.

Haptisch macht er für Zoom-Verhältnisse einen richtig guten Eindruck. Die Tasten lassen sich quasi geräuschlos drücken, das Display ist deutlich besser als beim H4n Pro, und es gibt eine Mixer-Funktion für die Stereospur. Der größte Alltagsvorteil ist das Tempo: Start, Stop, neue Aufnahme geht praktisch sofort. Beim alten H5 vergehen zwischen Stopp und nächster Aufnahme viele Sekunden, das nervt auf Dauer.
Ehrlich gesagt hätte Zoom bei den Vorverstärkern mehr machen können. Das Eigenrauschen liegt bei −120 dBu, das ist nicht besonders gut und auf dem Niveau des alten H5. Dynamische Mikros rauschen damit hörbar. Weitere Kritikpunkte: Er nimmt nur microSD-Karten (ich finde große SD-Karten praktischer), das Seitenrad überspringt bei mir manchmal Menüpunkte, und das raue Gehäuse macht Geräusche, wenn du fest zugreifst. Auf 24 bit umstellen kannst du auch hier nicht.
Stärken: XY plus 2 XLR, 32-bit float, schnelle Bedienung, leise Tasten Schwächen: Vorverstärker nicht besser als beim Vorgänger, microSD, Seitenrad
Zoom H6essential
Vier XLR/Klinke-Kombieingänge plus Mikrofonkapsel, sechs Spuren, 32-bit float, 291 Euro. Für einen Podcast mit vier Leuten oder als Filmton-Rekorder ist das preislich ziemlich alleinstehend.

32-bit float zeigt hier seine Stärke besonders. Wenn ich schräg reinspreche, sehe ich das Display nicht, und ob etwas übersteuert, erkenne ich höchstens an einer blinkenden Lampe. Mit 32-bit float ist das egal. Die Mixer-Funktion liefert dir direkt eine brauchbar abgemischte Stereospur, quick and dirty. Der Start geht schneller als bei den alten Geräten, die Knöpfe sind relativ leise.
Der Haken ist derselbe wie beim H4essential: Die Vorverstärker sind nicht besser als beim H6, H5 oder H4n Pro. Wer mehr will, muss zur F-Serie greifen, also F3, F6 oder F8n Pro, und das wird deutlich teurer. Außerdem fehlt ein 3,5-mm-Mikrofon- oder Line-Eingang, und das Plastik ist rau und beim Anfassen hörbar.
Stärken: 4 XLR plus Kapsel, 6 Spuren, 32-bit float, Preis Schwächen: Vorverstärker nicht verbessert, kein 3,5-mm-Eingang, raues Gehäuse
Neuere Modelle: H1 XLR (2024), H5studio und H6studio (2025)
Diese drei Modelle hatte ich nicht selbst im Video. Sie füllen aber genau die Lücken, die die Essential-Reihe offen lässt.
Zoom H1 XLR
Der H1 XLR kostet 156 Euro und war am 01.11.2026 sofort lieferbar. Er hat zwei verriegelnde XLR/TRS-Eingänge, nimmt in 32-bit float mit bis zu 96 kHz auf und arbeitet als USB-Interface mit 2 Ein- und 2 Ausgängen. Der Akku hält 10 Stunden, mit Phantomspeisung rund 4 Stunden. Ein eingebautes Mikro gibt es nicht.

Für wen? Für alle, die günstig zwei externe Mikros aufnehmen wollen und den H1essential wegen der Lieferzeit nicht abwarten möchten. Die internen XY-Mikros brauchst du bei zwei Ansteckmikros oder Handmikros eh nicht.
Stärken: günstigster Weg zu 2 XLR mit 32-bit float, USB-Interface, 10 h Akku Schwächen: kein internes Mikro
Zoom H5studio
Der Nachfolger des H5 kostet 350 Euro. Zwei XLR/TRS-Eingänge, 4 plus 2 Spuren, bis 192 kHz. Wie der H6studio bietet er die Wahl zwischen 32-bit float und klassischen 16 oder 24 bit. Das Eigenrauschen liegt bei −127 dBu, also 7 dB besser als die −120 dBu beim H4essential. Dazu kommt die Wechselkapsel XYH-5s und bis zu 15 Stunden Laufzeit mit 4 AA (2 Spuren, Phantom aus).

Genau das, was ich beim H4essential und H6essential vermisst habe: bessere Vorverstärker und ein umschaltbares Format. Wer ein dynamisches Mikro wie das Shure SM7B direkt anschließen will, ist hier richtig.
Stärken: beste Vorverstärker kompakt, 192 kHz, 32-bit float oder 16/24 bit Schwächen: 350 Euro, nur 2 XLR
Zoom H6studio
Der H6studio ist das Topmodell: 371 Euro, vier XLR/TRS-Eingänge, 6 plus 2 Spuren, USB-Interface mit 6 Ein- und 2 Ausgängen und bis zu 15 Stunden Laufzeit mit 4 AA. Dazu kommen die Vorverstärker mit −127 dBu, bis 192 kHz und die Wahl zwischen 32-bit float und 16/24 bit. Die Kapsel XYH-5s liegt bei.

Gegenüber dem H6essential zahlst du 80 Euro mehr. Das lohnt sich, wenn du die besseren Vorverstärker (−127 dBu), 192 kHz oder das umschaltbare Format brauchst. Timecode und ein USB-Interface mit 6 Ein- und 2 Ausgängen hat auch der H6essential. Für einen reinen Podcast-Rekorder reicht der H6essential.
Stärken: 4 XLR, −127 dBu, 192 kHz, 32-bit float oder 16/24 bit, bis 15 h mit 4 AA Schwächen: teuerstes H-Modell
Alte Modelle: H1n, H2n, H4n Pro, H5, H6, H8 – lohnt gebraucht?
Die kurze Antwort: Ja, wenn du einpegeln kannst und sie günstig bekommst. Das habe ich in allen drei Essential-Tests so gesagt. Klanglich haben die neuen Modelle nicht zugelegt, 32-bit float verhindert nur, dass du zu leise aufnimmst oder übersteuerst.

Zoom H5 (2014)
Den H5 nutze ich seit Jahren. Neu kostet er noch 214 Euro (Stand 01.11.2026). Er nimmt vier Spuren gleichzeitig auf, hat zwei XLR/TRS-Eingänge, Wechselkapseln und arbeitet als USB-Interface. Der 3,5-mm-Eingang liefert Plug-in-Power für Lavaliermikros. Praktisch ist die Backup-Spur mit −12 dB: Übersteuert die Hauptspur, nimmst du einfach die. Eine Transportbox liegt bei.

Was weniger gut ist: Der Akku hält nicht besonders lange, ich habe ihn oft an einer Powerbank betrieben. Während der Aufnahme zeigt nur ein kleiner roter Punkt an, dass er läuft. Und du musst einpegeln. Mein Tipp für Einsteiger: unter −12 dB aussteuern, denn eine übersteuerte Spur bekommst du nie wieder sauber.
Zoom H1n (2017)
Der H1n nimmt mit 24 bit und 96 kHz über sein XY-Mikro auf. Neu ist er kaum noch zu bekommen, gebraucht schon. Im H1essential-Video lag er bei fast der Hälfte des Essential-Preises. Mein Rat von damals gilt weiter: Wer den H1n hat und den Gain im Griff hat, behält ihn und ignoriert den H1essential. In meinem H1n-Test hat er gut mit dem Rode VideoMic NTG zusammengearbeitet, du brauchst für ihn aber ein ordentliches Mikro mit 3,5-mm-Klinke.

Zoom H4n Pro (2016)
Zwei XLR plus XY, 24 bit. Er ist der direkte Vorgänger des H4essential. Wer ihn besitzt und mit dem Einpegeln klarkommt, verliert klanglich nichts. Neu ist er kaum noch im Handel (Stand 01.11.2026), gebraucht ist er eine Option.
Zoom H6 (2013), H2n (2011) und H8 (2020)
Der H6 hat vier XLR und Wechselkapseln und ist der Vorgänger des H6essential. Der H2n mit fünf Kapseln für XY, MS und Surround wurde vom H2essential abgelöst. Der H8 nimmt bis zu 12 Spuren auf und wird per Touchscreen bedient. Alle drei sind neu kaum noch im Handel (Stand 01.11.2026). Gebraucht sind sie eine Option, wenn der Preis stimmt.
Zoom H3-VR (2018)
Ein Sonderling: Der H3-VR nimmt Ambisonics für 360°-Videos auf. Für normale Sprachaufnahmen brauchst du ihn nicht, für VR-Projekte ist er interessant. Neu ist er kaum noch im Handel (Stand 01.11.2026), gebraucht ist er gut zu finden.
Vergleich der XY-Mikrofone (eigenes Video)
In einem eigenen Video habe ich die internen XY-Mikros von H1essential, H4essential, H6essential und H5 nebeneinandergestellt. Abstand jeweils rund 20 cm, Spuren unbearbeitet, nur Pegel angeglichen und ein Limiter drüber.

Schon optisch gibt es Unterschiede. Die Kapseln von H1essential und H4essential sind aus Kunststoff und fest verbaut, beim H4 wirkt die Kapsel etwas größer und hochwertiger. Der H6essential hat die größten Kapseln, aus Metall. Beim H5 sind die Mikros schwingend gelagert, die Kabel liegen offen. Die Kapseln von H5 und H6 sind übrigens nicht untereinander kompatibel. Und die neuen Essential-Geräte sind deutlich leichter als der H5.
In der Praxis:
- Handling-Geräusche: Beim H1essential deutlich hörbar. Der H4essential filtert sie meiner Meinung nach etwas besser. Beim H6essential war es vergleichsweise gar nicht schlecht. Überrascht hat mich der H5: Seine schwingende Lagerung bringt kaum etwas.
- Wind: Alle sind empfindlich, beim H6essential ist es extrem. Bei Kleinmembran-Kondensatormikros ist das aber üblich, ein Windschutz gehört dazu.
- Stereobild: Beim H6essential war es live im Kopfhörer am deutlichsten.
- Einpegeln: Nur beim H5 nötig, er nahm mit 24 bit und 48 kHz auf. Bei den drei Essential-Modellen fällt das weg.
Unterm Strich: Mit dem Preis steigt hier auch die Qualität der Kapseln. Wer viel mit den internen Mikros arbeitet, ist beim H6essential am besten aufgehoben.
Den ausführlichen Artikel mit allen Hörproben findest du hier: Vergleich der XY-Mikrofone vom H1essential, H4essential, H6essential und H5.
Vorverstärker-Vergleich mit Shure SM7B (eigenes Video)
Das Shure SM7B ist ein sehr leises dynamisches Mikro. Wenn ein Rekorder damit klarkommt, klappt es mit anderen Mikros mindestens genauso gut. Deshalb habe ich H4essential, H6essential, H5, PodTrak P4 und als Referenz den F6 damit verglichen, jeweils mit und ohne FetHead. Der FetHead braucht 24 bis 48 Volt Phantomspeisung und hebt das Signal um 27 dB an.

Das ist mir aufgefallen:
- H4essential ohne FetHead: Im Kopfhörer konnte ich mich so gut wie gar nicht hören, die Wellenform war winzig. Mit FetHead deutlich besser.
- H6essential: Er dürfte denselben Vorverstärker haben wie der H4essential, das Verhalten war ähnlich. Mit FetHead sah ich deutlich größere Wellenformen und konnte mich viel besser hören.
- H5: Hat mich positiv überrascht. Mit Gain auf etwa 7 habe ich um −12 dB ausgesteuert und mich gut gehört, ein leichtes Rauschen war aber da. Mit FetHead hat das Rauschen hörbar abgenommen.
- PodTrak P4: Nimmt nur mit 16 bit und 44,1 kHz auf, hat vier XLR und vier Kopfhörerausgänge.
Praktisch beim Wechseln zwischen den Testaufbauten: Bei den 32-bit-float-Rekordern musste ich nie nachpegeln. Mein Rat für SM7B-Besitzer mit H4essential oder H6essential: Plane einen Inline-Preamp wie den FetHead ein. Oder nimm gleich den H5studio mit −127 dBu.
Alle Messwerte und Hörbeispiele stehen im Artikel Zoom-Recorder-Vergleich: Preamps mit Shure SM7B und FetHead.
Große Vergleichstabelle

Modelle, Preise und Lieferstatus
Preise und Lieferstatus: Stand 01.11.2026.
| Modell | Jahr | Preis | Stand 01.11.2026 |
|---|---|---|---|
| H1essential | 2024 | 99 € | 10–13 Wochen Lieferzeit |
| H2essential | 2024 | 179 € | lieferbar |
| H4essential | 2024 | 196 € | lieferbar |
| H6essential | 2024 | 291 € | lieferbar |
| H1 XLR | 2024 | 156 € | lieferbar |
| H5studio | 2025 | 350 € | lieferbar |
| H6studio | 2025 | 371 € | lieferbar |
| H5 | 2014 | 214 € | lieferbar |
| H1n | 2017 | gebraucht | neu kaum noch im Handel |
| H4n Pro | 2016 | gebraucht | neu kaum noch im Handel |
Eingänge, Aufnahmeformat und Besonderheiten
| Modell | Eingänge / Mikros | Format | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| H1essential | XY, 2 Spuren | 32-bit float | Einsteiger |
| H2essential | 3 Mikros (Front/Rear/MS) | WAV nur 32-bit float, bis 96 kHz, MP3 | Surround |
| H4essential | XY + 2 XLR/Klinke | 32-bit float | Allrounder |
| H6essential | Kapsel + 4 XLR/Klinke | 32-bit float | 6 Spuren |
| H1 XLR | 2 XLR/TRS verriegelnd | 32-bit float, 96 kHz | USB 2in/2out, 10 h |
| H5studio | XYH-5s + 2 XLR/TRS | 32-bit float + 16/24 bit, 192 kHz | −127 dBu, bis 15 h (4 AA) |
| H6studio | XYH-5s + 4 XLR/TRS | 32-bit float + 16/24 bit, 192 kHz | −127 dBu, USB 6in/2out, bis 15 h (4 AA) |
| H5 | Wechselkapsel + 2 XLR/TRS | 24 bit | Backup-Spur |
| H1n | XY | 24 bit / 96 kHz | Vorgänger H1e |
| H4n Pro | XY + 2 XLR | 24 bit | Vorgänger H4e |
Kaufberatung: 32-bit float, XLR-Anzahl, USB-Interface, Timecode, Akku
32-bit float: Brauchst du das?
Wenn du dich selbst aufnimmst und das Display nicht im Blick hast, ja. Dann rettet dich 32-bit float vor übersteuerten oder viel zu leisen Spuren. Bessere Klangqualität bringt es nicht, das Rauschen der Vorverstärker bleibt gleich. Wer sicher einpegeln kann, spart mit einem gebrauchten H5 oder H4n Pro Geld. Bei H1essential, H4essential und H6essential kannst du übrigens nicht auf 24 bit umstellen, beim H5studio und H6studio schon.
Wie viele XLR-Eingänge?
- Keine: H1essential, H2essential, wenn du nur mit den internen Mikros arbeitest
- Zwei: H1 XLR, H4essential, H5studio, H5 für Interviews und Podcasts zu zweit
- Vier: H6essential, H6studio für Gesprächsrunden und Film
USB-Interface
Mehrere Modelle arbeiten als Audio-Interface am Rechner. Der H1 XLR schafft 2 Ein- und 2 Ausgänge, H2essential, H4essential und H5studio 4 Ein- und 2 Ausgänge, H6essential und H6studio 6 Ein- und 2 Ausgänge. Auch der alte H5 lässt sich als Interface nutzen.
Timecode
Brauchst du nur, wenn du mehrere Kameras synchron mit dem Ton halten willst. Timecode nehmen H2essential, H4essential, H6essential, H5studio und H6studio über den Zoom-Adapter TCA-1 oder drahtlos über ATOMOS UltraSync BLUE (mit Adapter BTA-1) auf.
Akku
H5studio und H6studio laufen mit 4 AA bis zu 15 Stunden, der H1 XLR 10 Stunden (mit Phantomspeisung rund 4). Beim alten H5 solltest du eine Powerbank einplanen.
Zubehör, das du wirklich brauchst
Für Aufnahmen mit den internen Mikros draußen: einen Fellwindschutz wie den Zoom WSU-1. Drinnen reicht beim H1essential sogar ein Schaumstoff-Windschutz, wie es ihn für das Shure SM58 gibt. Gegen Tisch- und Handling-Geräusche hilft ein Shockmount wie der Movo SMM5B. Und für leise dynamische Mikros wie das Shure SM7B einen Inline-Preamp wie den Triton FetHead. Nimmst du am Schreibtisch auf, hilft ein Mikrofonarm: Klassische Arme stehen im Mikrofonarm-Vergleich rund um den Rode PSA1+, flache im Low-Profile-Mikrofonarm-Vergleich.

Mehr Rekorder findest du in meiner Übersicht Audiorekorder im Vergleich und bei den Bestseller-Audiorekordern. Ausführliche Einzeltests gibt es außerdem zum Zoom H1n, Zoom H5, Zoom H1essential, Zoom H4essential und Zoom H6essential, zu den Field-Recordern Zoom F6, Zoom F3 und Zoom F2 sowie zum Zoom PodTrak P4. Rekorder und Interfaces nebeneinander zeigt die Vergleichstabelle Audiointerface und Audiorekorder.
FAQ
Welcher Zoom-Rekorder ist der beste für Podcasts?
Zu zweit der H4essential, mit vier Leuten der H6essential. Nutzt du ein leises dynamisches Mikro wie das SM7B, plane einen FetHead ein oder nimm den H5studio.
Ist der H1essential besser als der H1n?
Nicht beim Klang. Er hat ein besseres Display und 32-bit float, dafür keinen 24-bit-Modus. Wer mit dem H1n klarkommt, kann ihn behalten.
Was tun, wenn der H1essential nicht lieferbar ist?
Prüfe vor dem Kauf die aktuelle Lieferzeit, am 01.11.2026 lag sie bei 10 bis 13 Wochen. Sofort lieferbar waren zu diesem Zeitpunkt der H1 XLR und der H4essential, beide sind gute Alternativen.
Lohnt sich ein gebrauchter H5 oder H6 noch?
Ja, wenn du einpegeln kannst und der Preis deutlich unter den Essential-Modellen liegt. Die Vorverstärker der Essential-Reihe sind nicht besser.
Was ist der Unterschied zwischen H6essential und H6studio?
Der H6studio hat bessere Vorverstärker (−127 dBu), nimmt bis 192 kHz auf und lässt dir die Wahl zwischen 32-bit float und 16/24 bit. Timecode und ein USB-Interface mit 6 Ein- und 2 Ausgängen haben beide. Der H6studio kostet 80 Euro mehr.
Brauche ich eine Speicherkarte?
Ja. Die Essential-Modelle nehmen microSD-Karten, was ich weniger praktisch finde als große SD-Karten.
Fazit
Der Zoom H4essential ist für die meisten der richtige Rekorder: interne XY-Mikros, zwei XLR, 32-bit float, flotte Bedienung, 196 Euro. Bessere Vorverstärker als der Vorgänger hat er aber nicht. Wer das braucht, legt für den H5studio drauf.
Einsteiger nehmen den H1essential, wenn er lieferbar ist, sonst den H1 XLR. Vier Leute am Tisch? H6essential. Wer beim Film vier Kanäle mit den besten Vorverstärkern will, greift zum H6studio. Und wenn du einpegeln kannst, ist ein gebrauchter H5 oder H4n Pro immer noch ein gutes Werkzeug.