Zoom H4essential, H6essential, H5, PodTrak P4 und F6 im Vergleich: Wie gut sind die Preamps mit dem Shure SM7B?

Wie schlagen sich die Preamps von fünf Zoom-Recordern mit einem so leisen Mikrofon wie dem Shure SM7B – mit und ohne FetHead?

Im Video treten der Zoom H4essential, der Zoom H6essential, der Zoom H5, der Zoom PodTrak P4 und der Zoom F6 gegeneinander an. Als Mikrofon dient das Shure SM7B, jeweils direkt und mit vorgeschaltetem FetHead (Thomann / Amazon). Alle Tonspuren sind unbearbeitet, angeglichen wurde nur die Lautstärke, am Ende kommt ein Limiter drüber.

Warum ausgerechnet das Shure SM7B?

Das Shure SM7B ist ein dynamisches Mikrofon und ohne zusätzliche Verstärkung extrem leise. Die Idee dahinter: Wenn ein Recorder mit dem SM7B gut zurechtkommt, funktioniert er mit anderen Mikrofonen mindestens genauso gut. Bei Kondensatormikrofonen gibt es hinsichtlich des Rauschens ohnehin kaum Unterschiede. Deshalb dient das SM7B hier als Referenz.

Einleitung des Zoom-Rekorder-Vergleichs mit Shure SM7B
Bild: web-done / eigenes Video

Die Recorder im Überblick

Recorder Eingänge / Format laut Video Besonderheit
Zoom PodTrak P4 4 × XLR (keine Combo-Buchsen), 16 Bit / 44,1 kHz 4 Kopfhörerausgänge, für Podcasts gedacht
Zoom H5 2 × XLR, 24 Bit (aufgenommen mit 48 kHz) Pegel muss manuell eingestellt werden
Zoom H4essential 2 × XLR, 32 Bit Float kein Aussteuern nötig
Zoom H6essential je Seite 2 × XLR/TRS-Combo, 32 Bit Float soll laut Video den gleichen Preamp wie der H4essential haben
Zoom F6 32 Bit Float / 48 kHz Referenz, andere Preisklasse
Zoom H4essential, H6essential, H5 und PodTrak P4 nebeneinander
Bild: web-done / eigenes Video

Der FetHead als Signal-Booster

Der FetHead benötigt 24 bis 48 Volt Phantomspannung, gibt diese aber nicht an das Mikrofon weiter. Stattdessen hebt er das Signal um 27 dB an. Dadurch sollen auch Recorder, die intern relativ stark rauschen, theoretisch gut mit dem SM7B zusammenarbeiten.

Zoom PodTrak P4

Zoom PodTrak P4 mit vier XLR-Eingängen in der Detailansicht
Bild: web-done / eigenes Video

Damit das Display des P4 angeht, muss man an einem Regler drehen. Ohne FetHead steht der Gain-Regler auf knapp 7, über Kopfhörer ist die eigene Stimme ausreichend laut zu hören. Mit FetHead reicht ein Gain von etwa 3,5. Weil der P4 nur mit 16 Bit und 44,1 kHz aufnimmt, kommt er am Ende des Videos noch einmal zum direkten Vergleich mit den 32-Bit-Float-Geräten dran.

Zoom H4essential

Zoom H4essential mit angeschlossenem XLR-Kabel
Bild: web-done / eigenes Video

Am H4essential ist das SM7B ohne FetHead in den Kopfhörern kaum zu hören, auch die Wellenformen bleiben sehr klein – es kommt also wenig Signal an. Mit FetHead und eingeschalteter Phantomspannung folgt die zweite Aufnahme.

Zoom H6essential

Beim H6essential wird ebenfalls zuerst das SM7B direkt angeschlossen, die Erwartung: ähnliche Preamps wie beim H4essential. Mit FetHead sind die Wellenformen deutlich größer und die eigene Stimme ist wesentlich lauter zu hören. Praktisch an den 32-Bit-Float-Recordern: Beim ständigen Umstecken muss nichts mehr ausgesteuert werden.

Audiotest: Zoom H6essential mit FetHead und Shure SM7B
Bild: web-done / eigenes Video

Zoom H5

Am H5 steht der Gain ohne FetHead bei etwa 7, der Pegel liegt bei rund −12 dB. Über die Kopfhörer ist die Stimme gut zu hören, ein leichtes Rauschen im Hintergrund ist aber schon wahrnehmbar. Mit FetHead reicht ein Gain von etwa 4,5, und das Rauschen nimmt hörbar ab.

Zoom F6 als Referenz

Der F6 nimmt mit 32 Bit Float und 48 kHz auf und spielt preislich in einer anderen Liga. Auch hier gibt es eine Aufnahme direkt und eine mit FetHead bei 48 V Phantomspannung – um zu hören, ob sich das Rauschverhalten trotzdem verändert.

Audiovergleich: Deine Ohren sind gefragt

Audiotest mit Kopfhörer und Shure SM7B
Bild: web-done / eigenes Video

Ab Minute 11:09 laufen alle Aufnahmen direkt hintereinander. Eine Bewertung gibt es im Video bewusst nicht – zum Zeitpunkt der Aufnahme waren die Spuren noch nicht angehört. Stattdessen stellt das Video drei Fragen:

  • Ab welchem Recorder ist das SM7B ohne FetHead vom Rauschverhalten her akzeptabel?
  • Hörst du weitere Unterschiede, etwa im Frequenzbild oder in den Tiefen – auch zwischen 16 Bit / 44,1 kHz (P4) und den 32-Bit-Float-Recordern?
  • Bei welchem Recorder bringt der FetHead eine deutliche Verbesserung, nicht nur beim Rauschen?

So ist der Test aufgebaut

Der Ablauf ist bei jedem Gerät gleich und dadurch gut vergleichbar. Zuerst gibt es einen kurzen Überblick über alle fünf Recorder, danach folgen die Audiotests mit dem Shure SM7B – einmal direkt am Eingang und einmal mit vorgeschaltetem FetHead. Gesprochen wird jeweils derselbe kurze Testsatz („1, 2, 3, Test“), sodass sich die Aufnahmen direkt nebeneinanderlegen lassen. Abgehört wird während der Aufnahme über Kopfhörer, auf dem Display der Recorder sind die Wellenformen bzw. Pegel zu sehen.

Wichtig für die Einordnung: Alle Tonspuren sind komplett unbearbeitet. In der Nachbearbeitung wurde nur die Lautstärke angeglichen und am Ende ein Limiter über die Spuren gelegt. Es gibt also keine Rauschunterdrückung, keinen Equalizer und keine Kompression, die Unterschiede zwischen den Preamps kaschieren würde. Aufgenommen wird, wo möglich, mit 48 kHz – das reicht laut Video in der Regel komplett aus. Nur der PodTrak P4 ist auf 16 Bit und 44,1 kHz beschränkt.

Kapitel im Video

Wer gezielt einzelne Recorder anhören möchte, kann über die Kapitelmarken springen:

  • 00:00 – Intro
  • 00:52 – Testaufbau
  • 01:42 – Zoom-Recorder-Übersicht
  • 03:49 – Zoom PodTrak P4
  • 05:30 – Zoom H4essential
  • 06:48 – Zoom H6essential
  • 08:11 – Zoom H5
  • 09:47 – Zoom F6
  • 11:09 – Audiovergleich
  • 13:19 – Welcher Recorder ist deine erste Wahl?

Gain-Einstellungen mit und ohne FetHead

Bei den Recordern ohne 32 Bit Float muss der Pegel von Hand eingestellt werden. Die im Video genannten Werte zeigen gut, wie viel Arbeit der FetHead dem internen Preamp abnimmt:

Recorder Gain ohne FetHead Gain mit FetHead Beobachtung im Video
Zoom PodTrak P4 knapp 7 ca. 3,5 mit FetHead sollte theoretisch kein Rauschen mehr zu hören sein
Zoom H5 ca. 7 (Pegel um −12 dB) ca. 4,5 ohne FetHead leichtes Rauschen, mit FetHead hörbar weniger
Zoom H4essential kein Aussteuern (32 Bit Float) kein Aussteuern ohne FetHead sehr kleine Wellenformen, kaum abhörbar
Zoom H6essential kein Aussteuern (32 Bit Float) kein Aussteuern mit FetHead deutlich größere Wellenformen und lauter im Kopfhörer
Zoom F6 kein Aussteuern (32 Bit Float) kein Aussteuern, 48 V aktiv FetHead laut Video wahrscheinlich nicht nötig, wird trotzdem verglichen

32 Bit Float gegen klassisches Aussteuern

Ein Unterschied, der im Video immer wieder auffällt, betrifft weniger den Klang als den Arbeitsablauf. Am PodTrak P4 und am H5 muss vor jeder Aufnahme der Gain-Regler passend gedreht werden. Beim P4 muss man sogar erst an einem Regler drehen, damit das Display überhaupt angeht. Beim H5 wird so ausgesteuert, dass die Spitzen bei etwa −12 dB liegen.

Die 32-Bit-Float-Recorder H4essential, H6essential und F6 nehmen dagegen ohne Aussteuern auf: Mikrofon einstecken, bei Bedarf Phantomspannung für den FetHead einschalten, Record drücken – fertig. Gerade beim ständigen Hin- und Herwechseln zwischen den Testaufnahmen wird das im Video als sehr praktisch beschrieben. Was 32 Bit Float allerdings nicht ändert: Das SM7B liefert ohne Booster am H4essential so wenig Signal, dass man sich in den Kopfhörern kaum hört. Das Abhören während der Aufnahme bleibt also ein Thema, auch wenn die Datei selbst nicht übersteuert.

Die Recorder laut Videobeschreibung

In der Beschreibung zum Video sind die wichtigsten Eckdaten der Geräte noch einmal zusammengefasst:

  • Zoom H4essential: 32-Bit-Float-Recorder mit 2 XLR-Eingängen (Thomann / Amazon)
  • Zoom H6essential: 32-Bit-Float-Recorder mit 4 XLR-Eingängen (Thomann / Amazon)
  • Zoom H5: 2 XLR-Eingänge (Thomann / Amazon)
  • Zoom PodTrak P4: 4 XLR-Eingänge, 4 Kopfhöreranschlüsse, 16 Bit / 44,1 kHz (Amazon)
  • Zoom F6: 32-Bit-Float-Recorder mit 6 XLR-Eingängen, im Video als Referenz (Thomann / Amazon)
  • Shure SM7B: sehr leises dynamisches Mikrofon (Thomann / Amazon)
  • TritonAudio FetHead: 27 dB Verstärkung

Zu H4essential, H6essential, H5 und PodTrak P4 gibt es außerdem jeweils eigene, ausführlichere Videos auf dem Kanal. Eine Übersicht über weitere Recorder, Mikrofone und Interfaces findest du im Audio-Vergleich auf web-done.de.

Vor- und Nachteile der Recorder laut Video

Vorteile:

  • H4essential, H6essential und F6: 32 Bit Float, kein Aussteuern nötig
  • PodTrak P4: vier XLR-Eingänge und vier Kopfhörerausgänge
  • H5: gute Abhörlautstärke mit dem SM7B auch ohne FetHead

Nachteile:

  • PodTrak P4: nur 16 Bit / 44,1 kHz, keine Combo-Buchsen
  • H4essential: ohne FetHead kommt vom SM7B nur wenig Signal an
  • H5: Pegel muss manuell gesetzt werden, leichtes Grundrauschen hörbar

Für wen ist der Vergleich interessant?

Für alle, die ein leises dynamisches Mikrofon wie das SM7B an einem mobilen Recorder betreiben wollen und überlegen, ob ein Inline-Booster wie der FetHead nötig ist. Wer vor allem Podcasts mit mehreren Personen aufnimmt, schaut sich den PodTrak P4 genauer an; wer nicht aussteuern möchte, die 32-Bit-Float-Modelle.

Fazit

Das Video liefert direkt vergleichbare, unbearbeitete Aufnahmen von fünf Zoom-Recordern mit dem Shure SM7B – jeweils mit und ohne FetHead. Das Urteil überlässt es bewusst dir: Hör dir die Spuren an und schreib deine Einschätzung in die Kommentare unter dem Video.

Häufige Fragen zum Zoom-Recorder-Vergleich

Warum wird ein so leises Mikrofon für den Test verwendet?

Weil das Shure SM7B ohne Booster extrem wenig Signal liefert, fordert es die internen Preamps besonders stark. Funktioniert ein Recorder damit gut, wird er laut Video mit anderen Mikrofonen mindestens genauso gut, eher sogar besser funktionieren.

Braucht man den FetHead an jedem Recorder?

Das soll der Vergleich gerade zeigen. Beim H5 nimmt das Rauschen mit FetHead hörbar ab, beim H4essential kommt ohne ihn kaum Signal an. Beim F6 wird im Video vermutet, dass er ihn wahrscheinlich nicht braucht – verglichen wird trotzdem.

Gibt der FetHead die Phantomspannung an das SM7B weiter?

Nein. Der FetHead benötigt selbst 24 bis 48 Volt Phantomspannung, reicht sie aber nicht an das Mikrofon weiter, sondern verstärkt das Signal um 27 dB.

Hört man die 16 Bit und 44,1 kHz des PodTrak P4?

Praktisch eher nicht, theoretisch vielleicht ein kleiner Unterschied – so formuliert es das Video. Deshalb kommt der P4 am Ende noch einmal direkt zum Vergleich mit den 32-Bit-Float-Recordern.

Haben H4essential und H6essential den gleichen Preamp?

Theoretisch sollten sie laut Video den gleichen Preamp verbaut haben. Ob sie tatsächlich gleich klingen, kannst du mit den direkt aufeinanderfolgenden Aufnahmen selbst nachhören.

Welcher Recorder gewinnt den Vergleich?

Ein Urteil gibt es im Video nicht. Die Aufnahmen waren zum Zeitpunkt des Drehs noch nicht angehört, deshalb ist deine Meinung in den Kommentaren unter dem Video gefragt.

Affiliate-Hinweis: Die mit * markierten Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Der Preis für dich bleibt gleich. Danke für die Unterstützung!

Weiterführende Beiträge

Ausführlichere Beiträge zu den einzelnen Geräten findest du hier: Zoom H4essential, Zoom H6essential, Zoom PodTrak P4, Zoom H5 und Zoom F6.

Wenn dir der Artikel "Zoom H4essential, H6essential, H5, PodTrak P4 und F6 im Vergleich: Wie gut sind die Preamps mit dem Shure SM7B?" gefallen hat und du mich und meine Unabhängigkeit etwas unterstützen möchtest, würde ich mich über deinen Kommentar freuen und wenn du eine Kamera, ein Objektiv oder auch ein beliebiges anderes Produkt bei Amazon kaufen möchtest, kannst du dies zum unveränderten Kaufpreis HIER bestellen. Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.