Low-Profile-Mikrofonarme im Vergleich 2026: Elgato LP, Shure, Maono, FIFINE & Roadworx

Low-Profile-Mikrofonarm Elgato Wave Mic Arm LP in Schwarz

Ein klassischer Mikrofonarm sieht im Kamerabild aus wie ein Kran auf einer Baustelle. Er ragt von oben ins Bild, die Federn glänzen im Licht, und das Kabel baumelt irgendwo daneben. Genau deshalb gibt es den Low Profile Mikrofonarm: Er läuft flach über die Tischplatte, schlüpft unter dem Monitor durch und kommt von vorne unten ans Mikro. Im Stream oder im Video siehst du dann nur noch das Mikrofon, den Arm kaum.

Ich habe mir die sieben bekanntesten flachen Arme angeschaut, die du 2026 in Deutschland bekommst: vom FIFINE MI17 für rund 60 Euro bis zum Elgato Wave Mic Arm Pro für 178 Euro. Dazu kommt ein Blick auf die günstigen Grenzfälle und die Frage, wann du doch lieber einen klassischen Federarm wie den Rode PSA1+ (PSA1+) nimmst. Bezahlt wird die Seite von keinem Hersteller, Schwächen stehen genauso drin wie Stärken.

Alle Preise: Stand 01.11.2026. Sie schwanken teils stark, schau also vor dem Kauf noch einmal nach.

Kurzfazit: Welcher Low-Profile-Mikrofonarm passt zu wem?

Für alle, die nur schnell eine Empfehlung wollen:

KategorieMikrofonarmPreisWarum
FavoritElgato Wave Mic Arm LP69,99 € (schwarz, 01.11.2026)trägt 2 kg, 740 mm Reichweite, Magnet-Kabelkanäle
Für schwere Mikros (günstig)Maono BA9277,64 € (01.11.2026)2 kg Tragkraft, Aluminium
Für SM7B und MV7Shure by Gator SH-BROADCAST2125,00 € (01.11.2026)2 kg, bis 838 mm mit Verlängerung, Bohrmontage möglich
Am flachstenRoadworx Swivel69 € (01.11.2026)nur 50 mm über dem Tisch, Klemme bis 73 mm
BudgetFIFINE MI1759,99 € (01.11.2026)flach, 1,5 kg, günstigster Einstieg
PremiumElgato Wave Mic Arm Pro178,00 € (01.11.2026)Gasfeder, trägt bis 3 kg, steigt aber höher

Preise Stand 01.11.2026.

Mein Favorit für die meisten ist der Elgato Wave Mic Arm LP. Am flachsten liegt der Roadworx Swivel auf dem Tisch.

Was ist ein Low-Profile-Mikrofonarm?

Ein Low-Profile-Arm ist ein flacher Mikrofonarm ohne außenliegende Federn. Statt wie ein Schreibtischlampen-Arm nach oben zu steigen, läuft er knapp über der Tischplatte nach vorne. Das Mikro sitzt dann vor deinem Mund, aber der Arm selbst bleibt unter der Schulterlinie und unter dem Bildschirm.

Daraus ergeben sich drei handfeste Vorteile: Das Kamerabild bleibt sauber, weil von oben nichts hineinragt. Du hast freie Sicht auf den Monitor, das Mikro hängt nicht vor deinem Gesicht. Und das Kabel verschwindet in Kanälen im Arm, statt mit Klettband außen herumzuhängen.

Der Preis dafür: weniger Höhe. Wenn du im Stehen aufnimmst oder das Mikro von oben über einem Instrument brauchst, ist ein flacher Arm die falsche Wahl. Er ist fürs Sitzen am Schreibtisch gebaut.

Illustration: Der flache Roadworx Swivel Arm bleibt unter dem Webcam-Bild, der Rode PSA1+ ragt hinein
Höhenvergleich: Der flache Roadworx Swivel bleibt unter dem Webcam-Bild, der Rode PSA1+ ragt hinein.

Flacher Mikrofonarm und Sichtfeld: warum das für Streamer zählt

Bei einer Webcam auf dem Monitor schaut die Kamera leicht von oben auf dich. Ein klassischer Arm kommt genau aus dieser Richtung ins Bild. Ein Low-Profile-Arm kommt von unten, das Mikro schiebt sich nur ein Stück ins untere Bilddrittel. Das Mikro ist sichtbar, wirkt aber wie gewollt platziert.

Links bleibt der Low-Profile-Arm unter dem Kamerabild, rechts steht im echten Videobild ein Rode PSA1+ sichtbar im Bild
Links Low-Profile-Arm, rechts klassischer Federarm (Rode PSA1+)

Mikrofonarm ohne Federn: wie hält er die Position?

Die flachen Arme arbeiten mit Reibung in den Gelenken statt mit Zugfedern. Du stellst die Spannung über Drehknöpfe oder Schrauben ein. Das hat einen Vorteil: Es knarzt nichts. Und einen Nachteil: Ist die Spannung zu locker oder das Mikro zu schwer, sackt der Kopf mit der Zeit ab. Bei einigen Armen in diesem Vergleich ist genau das die größte Schwäche.

Eine Ausnahme ist der Elgato Wave Mic Arm Pro. Er nutzt eine Gasfeder, steigt deshalb höher und ist eher ein Zwitter. Dazu weiter unten mehr.

Low Profile oder klassischer Federarm wie Rode PSA1+?

Ich arbeite selbst seit Jahren mit Federarmen, erst mit dem alten Rode PSA1, inzwischen mit dem PSA1+. Den Vergleich der beiden findest du im Einzelbericht: RODE PSA1+ und PSA1 im Vergleich. Welche klassischen Arme es als Alternative zum PSA1+ gibt, steht im Mikrofonarm-Vergleich rund um den Rode PSA1+.

Rode PSA1+ als klassischer Federarm am Schreibtisch
Rode PSA1+ als klassischer Federarm am Schreibtisch

Der PSA1+ hat gedämpfte, verdeckte Federn, reicht 940 mm weit und kostet 99 Euro. Er kann Dinge, die ein flacher Arm nicht kann: Er holt das Mikro von oben vor den Mund, reicht weit nach vorne und lässt sich mit einem Griff zur Seite schwenken, wenn du Platz brauchst. Dafür steht er immer sichtbar im Raum und ragt ins Bild.

Faustregel:

  • Du nimmst vor der Kamera auf oder streamst? Low Profile.
  • Du nimmst nur Audio auf, Podcast ohne Video, Voiceover? Klassischer Federarm, der ist flexibler.
  • Dein Monitor steht sehr tief oder direkt auf der Tischplatte? Dann passt ein flacher Arm oft nicht drunter, klassisch ist die sicherere Wahl.

Klassische Federarme mit Preisen und Shop-Links findest du im Mikrofonarm-Vergleich rund um den Rode PSA1+.

Elgato Wave Mic Arm LP – der Maßstab

Der Wave Mic Arm LP ist der Arm, an dem sich alle anderen in dieser Klasse messen lassen müssen. Die meisten Konkurrenten sehen ihm sehr ähnlich, manche fast eins zu eins.

Elgato Wave Mic Arm LP flach unter einem Monitor am Schreibtisch mit Mikrofon

Ausstattung und Eckdaten

Der Arm trägt bis 2 kg und reicht 740 mm in die Horizontale. Damit hält er auch schwere dynamische Mikros wie das Shure SM7B oder ein Rode PodMic. Er dreht sich um 360 Grad, der Kopf lässt sich nach oben neigen, und am Ende sitzt ein Kugelkopf, mit dem du das Mikro frei ausrichtest. Der Arm selbst wiegt 1,72 kg und ist aus pulverbeschichtetem Metall.

Oben sitzt ein 1/4-Zoll-Gewinde, Adapter auf 3/8 und 5/8 Zoll liegen bei. Damit passt praktisch jedes Mikrofon oder jede Spinne.

Klemme und Kabelkanäle

Die gepolsterte Tischklemme fasst Platten bis 60 mm. Für die meisten Schreibtische reicht das locker. Das Kabel läuft in Kanälen, die mit magnetischen Abdeckungen verschlossen werden. Das sieht sehr aufgeräumt aus.

Bei einigen Exemplaren aus frühen Serien waren die Magnete schwach, und die Abdeckungen fielen bei Kabelzug ab. In späteren Serien wurde das verbessert. Kaufst du gebraucht, achte darauf.

Kugelkopf: das kleine Ärgernis

Der Kugelkopf ist praktisch, weil du das Mikro in jeden Winkel drehen kannst. Bei einigen lässt sich seine Feststellschraube aber schwer richtig festziehen. Bei schweren Mikros kann der Kopf dann langsam nach vorne kippen. Im Alltag heißt das: einmal mit Kraft anziehen und dann in Ruhe lassen.

Für wen eignet sich der Elgato LP?

Für alle, die einen flachen Arm wollen, der einfach funktioniert, auch mit schwerem Mikro. Beim Mikro bist du frei. Wenn du im Elgato-Kosmos mit Stream Deck und Wave-Mikro unterwegs bist, passt er optisch natürlich am besten. Der Preis ist gerade attraktiv: 69,99 Euro für die schwarze Version, die weiße liegt mit 95,74 Euro deutlich darüber (beides Stand 01.11.2026).

Stärken: trägt 2 kg, 740 mm Reichweite, gepolsterte Klemme bis 60 mm, Adapter für alle gängigen Gewinde Schwächen: Kugelkopf schwer festzuziehen, Magnetabdeckungen in alten Serien schwach, weiße Version deutlich teurer

FIFINE BM88 – fast baugleich zum Elgato LP

Der BM88 ist die Antwort von FIFINE auf den Elgato LP. Form, Prinzip und Kugelkopf sind sehr ähnlich.

Weißer FIFINE BM88 Low-Profile-Mikrofonarm am Schreibtisch vor Tastatur und Monitor

Ausstattung

Der BM88 trägt bis 1,5 kg, also etwas weniger als der Elgato. Für ein SM7B oder ein MV7 reicht das trotzdem. Die Reichweite liegt bei 706 mm, etwas weniger als beim Elgato. Er dreht 360 Grad horizontal und 220 Grad vertikal, vorne sitzt ein Kugelkopf.

Die Ratschen-Klemme fasst Tischplatten von 20 bis 60 mm.

Der Pluspunkt: Kabelabdeckungen, die halten

Hier schlägt der BM88 den Elgato. Die Abdeckungen der Kabelkanäle rasten fest ein und reißen bei Kabelzug nicht ab.

Preis: unbedingt aktuell nachsehen

Mein Rat: Vergleich vor dem Kauf mit dem Elgato. Ist der BM88 nicht deutlich günstiger, nimm den Elgato.

Stärken: fast gleiche Bauart wie der Elgato, Abdeckungen rasten fest ein, Klemme auch für dünne Platten Schwächen: nur 1,5 kg Tragkraft

Maono BA92 – 2 kg Tragkraft aus Aluminium

Der Maono BA92 hat dieselbe Tragkraft wie der Elgato, 2 kg, und kostet am 01.11.2026 77,64 Euro. Der große Unterschied ist das Material: Der Arm ist aus Aluminium.

Maono BA92 Low-Profile-Mikrofonarm aus Aluminium

Ausstattung

Der Arm dreht 360 Grad, die Neigung reicht von −90 bis +90 Grad. Die Klemme fasst Tischplatten bis 60 mm. Statt der Klemme kannst du den Arm auch über eine Tischdurchführung montieren, wenn dein Tisch ein Kabelloch hat.

Für wen?

Für alle, die ein schweres Mikro haben und nicht den Elgato-Preis zahlen wollen. Steht der Elgato gerade bei 70 Euro, ist der Abstand allerdings klein. Dann würde ich den Elgato nehmen.

Stärken: 2 kg Tragkraft, Aluminium, Klemme bis 60 mm, Tischdurchführung möglich Schwächen: preislich nah am Elgato

Shure by Gator SH-BROADCAST2 – Low Profile für SM7B und MV7

Shure hat für seine Broadcast-Mikros zusammen mit Gator einen eigenen flachen Arm gebaut. Der SH-BROADCAST2 ist das flache Gegenstück zum klassischen SH-BROADCAST1, der im Mikrofonarm-Vergleich rund um den Rode PSA1+ vorkommt.

Shure by Gator SH-BROADCAST2 flach am Schreibtisch, das Mikrofon kommt unterhalb der Schulterlinie zum Sprecher

Ausstattung

Der Arm trägt 2 kg und bleibt unter der Schulterlinie. Mit dem beiliegenden Verlängerungsadapter reicht er bis 838 mm, das ist der weiteste Wert in diesem Vergleich. Er dreht 360 Grad und lässt sich um 90 Grad nach oben neigen. Die Klemme fasst Platten bis 55 mm, alternativ kannst du ihn fest in den Tisch schrauben. Das Kabel läuft in einem Kanal mit Magnetabdeckung. Er ist aus Stahl.

Für wen?

Für alle mit einem Shure SM7B, einem MV7 oder einem Shure MV6. Gerade beim SM7B ist die zusätzliche Reichweite praktisch: Das Mikro ist lang, und mit dem Adapter bekommst du es weiter vor den Mund, ohne dass der Arm voll ausgestreckt sein muss.

125 Euro (01.11.2026) sind fast doppelt so viel wie der Elgato. Technisch bekommst du dafür vor allem mehr Reichweite und die Bohrmontage. Wer das nicht braucht, spart mit dem Elgato.

Stärken: bis 838 mm mit Adapter, 2 kg, Bohrmontage möglich, Magnet-Kabelkanal Schwächen: teuer, Klemme nur bis 55 mm

Roadworx Swivel – der flachste Arm im Vergleich

Bei Thomann sieht es mit flachen Armen dünn aus. Elgato, Shure by Gator, Maono und FIFINE gibt es dort nicht. Der einzige echte Low-Profile-Arm im Sortiment ist der Roadworx Swivel von der Thomann-Hausmarke, für 69 Euro und sofort lieferbar (Stand 01.11.2026).

Roadworx Swivel flacher Mikrofonarm

Ausstattung

Der Swivel liegt nur 50 mm über der Tischplatte, so flach ist kein anderer Arm in dieser Liste. Er reicht 710 mm ohne Kugelgelenk und dreht 360 Grad, der vordere Teil lässt sich um 90 Grad neigen. Die Klemme schafft Platten bis 73 mm, das ist der Bestwert hier. Das Kabel läuft in integrierten Kanälen. Mit 2,55 kg ist der Arm allerdings ein Brocken.

Die Schattenseiten

Auf dem Papier trägt der Swivel 1,5 kg. Bei einigen sackt er aber schon mit einem Shure MV6 (rund 580 g) ab. Das Kugelgelenk und das Mittelgelenk können nachgeben, die Gelenke „setzen sich“ mit der Zeit. Dazu können die Kabelkanäle teils scharfe Kanten haben, ein XLR-Stecker passt nur knapp durch.

Positiv: Er ist flach und stabil, und gerade unter einer Dachschräge ist die geringe Bauhöhe ein echter Vorteil.

Rode PodMic Swivel Bundle

Den Swivel gibt es auch im Paket mit dem Rode PodMic und einem 3-m-Kabel, für 139 Euro (sofort lieferbar, Stand 01.11.2026). Das ist bequem, hat aber einen Haken: Das PodMic wiegt 937 g. Damit ist der Swivel an der Grenze, und bei einigen hält der Arm das PodMic nicht sauber in Position. Meine Einschätzung: Wenn du das Bundle nimmst, rechne damit, die Gelenke öfter nachzuziehen.

Stärken: extrem flach (50 mm), Klemme bis 73 mm, sofort lieferbar, Bundle mit PodMic Schwächen: sackt bei einigen schon mit mittelschweren Mikros ab, scharfe Kabelkanäle, schwer

FIFINE MI17 – günstiger Einstieg

Der MI17 ist der kleine Bruder des BM88. Er kostet 59,99 Euro (01.11.2026) und ist damit der günstigste Arm in der Bestenliste.

FIFINE MI17 Mikrofonarm an einem Gaming-Schreibtisch, ein Mann spricht ins Mikrofon

Er trägt 1,5 kg, reicht etwa 73 cm weit und dreht 360 Grad horizontal und 220 Grad vertikal. Das Kabel verschwindet im Arm. Kurz: ein einfacher flacher Arm für ein leichtes bis mittelschweres Mikro.

Für ein USB-Mikro oder ein MV6 reicht er. Mit einem SM7B würde ich eher zum Elgato oder Maono greifen, die mehr Reserve haben.

Stärken: günstig, flach, rund 73 cm Reichweite Schwächen: nur 1,5 kg Tragkraft, Ausstattung schlichter als beim BM88

Elgato Wave Mic Arm Pro – wenn es mehr Höhe und Tragkraft sein soll

Der Pro ist streng genommen kein klassischer Low-Profile-Arm. Er arbeitet mit einer Gasfeder und steigt höher als der LP. Ich nehme ihn trotzdem auf, weil er die Optik ohne sichtbare Federn mitbringt und für viele die logische nächste Stufe ist.

Elgato Wave Mic Arm Pro mit Mikrofon am Schreibtisch unter einem Monitor, ein Mann tippt auf der Tastatur

Die Gasfeder macht das Verstellen leichter als bei den Reibungsgelenken der flachen Arme: Du schiebst das Mikro einfach dorthin, wo du es brauchst, ohne Knöpfe zu lösen. Er trägt bis 3 kg, das Kabel läuft in magnetisch abgedeckten Kanälen an der Unterseite, und er dreht 360 Grad.

Der Preis von 178 Euro (01.11.2026) ist eine Ansage. Mein Urteil: Wer wirklich flach bauen will, kauft den LP. Den Pro würde ich nur nehmen, wenn du die Höhe brauchst und sehr oft umstellst.

Stärken: Gasfeder, sehr einfache Verstellung, hohe Tragkraft, Kabel in magnetisch abgedeckten Kanälen Schwächen: teuer, steigt höher als echte Low-Profile-Arme

Günstige Grenzfälle: TONOR T20LP & Co.

Wer bei Amazon nach „low profile“ sucht, findet viele Arme unter 50 Euro. Der bekannteste ist der TONOR T20LP für 29,99 Euro (01.11.2026). Er baut niedrig, trägt 1,5 kg und reicht 74 cm weit.

TONOR T20LP Mikrofonarm an einem Schreibtisch mit drei Monitoren und Mischpult, eine Frau mit Kopfhörern davor

Warum er nicht in der Bestenliste steht: Er hat sichtbare Federn, das Kabel wird mit Klett befestigt. Damit fehlt genau das, was einen Low-Profile-Arm ausmacht, die saubere Optik. Für ein Audio-Setup ohne Kamera kann er trotzdem reichen.

Ähnlich sieht es bei Modellen von SENSIC, InnoGear, I-XTECH oder Vivo aus. Viele davon sind baugleich oder sehr ähnlich zu den Armen oben. Manche (z. B. I-XTECH Pro) haben eine Höhenverlängerung, die am Steh-Sitz-Tisch hilft. In die Liste habe ich sie nicht aufgenommen.

Auch der K&M 23868 bei Thomann taucht bei der Suche nach einem federlosen Arm auf. Er hat zwar keine Federn, ragt aber mit 430 bis 805 mm hoch auf. Low Profile ist das nicht.

Große Vergleichstabelle: Low-Profile-Mikrofonarme

Vergleichsgrafik von sieben Mikrofonarmen mit Tragkraft und Bauart, vom FIFINE MI17 mit 1,5 kg bis zum Elgato Wave Mic Arm Pro mit 3 kg

Alle Preise Stand 01.11.2026.

Tragkraft, Bauart und Preis

MikrofonarmTragkraftBauartPreis / Shop
Elgato Wave Mic Arm LP2 kgflach69,99 € (schwarz), 95,74 € (weiß), Amazon
Maono BA922 kgflach77,64 €, Amazon
Shure by Gator SH-BROADCAST22 kgflach, Stahl125,00 €, Amazon
Roadworx Swivel1,5 kgflach69 €, Thomann
FIFINE MI171,5 kgflach59,99 €, Amazon
Elgato Wave Mic Arm Pro3 kgGasfeder, steigt höher178,00 €, Amazon

Kabelführung

MikrofonarmKabelführung
Elgato Wave Mic Arm LPKanäle mit Magnetabdeckung
FIFINE BM88Kanäle, Abdeckungen rasten ein
Maono BA92Kabelkanäle
Shure by Gator SH-BROADCAST2Kanal mit Magnetabdeckung
Roadworx Swivelintegrierte Kanäle
FIFINE MI17Kabel im Arm
Elgato Wave Mic Arm ProKanäle an der Unterseite, Magnetabdeckung

Reichweite und Tischklemme

MikrofonarmReichweiteKlemme
Shure by Gator SH-BROADCAST2838 mm mit Adapterbis 55 mm oder Bohrmontage
Elgato Wave Mic Arm LP740 mmbis 60 mm
Roadworx Swivel710 mmbis 73 mm
FIFINE BM88706 mm20 bis 60 mm

Der FIFINE MI17 reicht etwa 73 cm weit, der Elgato Wave Mic Arm Pro 750 mm.

Eigengewicht

MikrofonarmEigengewicht
FIFINE BM881,3 kg
Elgato Wave Mic Arm LP1,72 kg
Elgato Wave Mic Arm Pro2 kg
Roadworx Swivel2,55 kg

Auffällig: Die Reichweiten liegen fast alle bei gut 70 cm. Echte Unterschiede gibt es bei Tragkraft, Klemme und Kabelabdeckungen.

Kaufberatung: So findest du den richtigen flachen Mikrofonarm

In meinem Video zum Shure MV6 habe ich (ab 20:50) einen Satz gesagt, zu dem ich stehe: Ein 50-Euro-Mikrofon an einem 100-Euro-Mikrofonarm ist im Alltag praktischer als ein 200-Euro-Mikrofon an einem 10-Euro-Tischstativ. Der Arm entscheidet, ob das Mikro richtig vor deinem Mund sitzt. Und das hörst du am Ende mehr als manchen Unterschied zwischen zwei Mikros.

Tragkraft vs. Mikrofongewicht

Das wichtigste Kriterium, gerade bei Armen ohne Federn. Die Reibungsgelenke halten nur, was sie halten können. Faustregel: Nimm einen Arm, dessen Tragkraft deutlich über dem Gewicht von Mikro, Spinne und Popschutz liegt. Je weiter der Arm ausgefahren ist, desto stärker zieht das Gewicht an den Gelenken.

Konkret: Ein Rode PodMic wiegt 937 g. Damit ist ein 1,5-kg-Arm wie der Roadworx Swivel schon an der Grenze. Mit dem Elgato LP, dem Maono BA92 oder dem Shure-Arm mit je 2 kg hast du Luft. Schwere Broadcast-Mikros wie das SM7B gehören an einen 2-kg-Arm. Leichte USB-Mikros kommen mit jedem Arm in dieser Liste klar. Wiege dein Mikro im Zweifel einfach mit der Küchenwaage, das dauert eine Minute.

Balkendiagramme: Reichweite von 706 mm (FIFINE BM88) bis 838 mm (Shure SH-BROADCAST2 mit Adapter), Tragkraft von 1,5 kg bis 3 kg (Elgato Wave Mic Arm Pro)

Tischdicke und Klemme

Miss deine Tischplatte, bevor du bestellst. Beim Shure ist bei 55 mm Schluss, beim Elgato und beim Maono BA92 bei 60 mm, beim Roadworx Swivel erst bei 73 mm. Beim FIFINE BM88 fasst die Klemme 20 bis 60 mm. Achte auch darauf, ob unter der Tischkante eine Querstrebe oder ein Rahmen sitzt. Dann passt die Klemme manchmal nicht an die Stelle, an der du sie haben willst.

Hast du ein Kabelloch im Tisch, sind der Maono BA92 (Tischdurchführung) und der Shure (Bohrmontage) interessant.

Monitorhöhe und Abstand unter dem Bildschirm

Ein flacher Arm braucht Platz unter dem Monitor. Steht dein Bildschirm auf einem Standfuß, der nur wenige Zentimeter Luft lässt, wird es eng. Der Roadworx Swivel mit 50 mm über dem Tisch hat hier die besten Karten. Meine Empfehlung: Halte ein Lineal unter die Unterkante deines Monitors. Mit einem Monitorarm hast du meist genug Spielraum.

Kabelkanäle: Magnet oder Rastung?

Magnetische Abdeckungen wie bei Elgato und Shure sind schnell geöffnet und sehen sauber aus. Ihr Nachteil: Zieht jemand am Kabel, können sie abfallen. Eingerastete Abdeckungen wie beim BM88 halten besser, sind aber fummeliger. Wenn du dein Kabel einmal verlegst und nie wieder anfasst, ist das alles halb so wild.

Steh-Sitz-Tisch

Am höhenverstellbaren Tisch fährt der Arm mit. Das ist gut. Wenn du aber im Stehen aufnimmst, ist ein flacher Arm zu niedrig. Einige günstige Modelle bieten eine Höhenverlängerung, die genau dafür hilft. Bei viel Stehen würde ich eher den Elgato Pro oder einen klassischen Arm nehmen.

Gewinde: 1/4, 3/8 und 5/8 Zoll

Mikrofone und Spinnen nutzen meist 3/8 oder 5/8 Zoll. Der Elgato LP hat ein 1/4-Zoll-Gewinde und Adapter auf 3/8 und 5/8 Zoll dabei. Wie die Gewinde zusammenhängen, erkläre ich im Detail in meinem Video zum Rode PSA1, das Prinzip gilt für jeden Arm. Kontrolliere vor dem Kauf, welches Gewinde dein Mikro oder deine Spinne braucht.

Geräusche

Weil flache Arme ohne Federn auskommen, knarzt beim Verstellen meist nichts. Der Elgato LP ist leise. Lauter kann es werden, wenn sich ein Gelenk lockert und das Mikro absackt. Dann hörst du eher das Nachziehen als den Arm selbst.

Passendes Zubehör

Wenn du dein Setup gerade zusammenstellst: Im Mikrofon-Vergleich findest du passende Mikros, dazu die Einzelberichte zum Shure SM58, zum Rode PodMic und zum Zoom PodTrak P4. Wie du ein PodMic oder SM58 direkt an die Kamera anschließt, steht in diesem Artikel. Nimmst du auch unterwegs auf, hilft dir mein Vergleich der Zoom H-Serie bei der Wahl des Rekorders.

FAQ zum Low-Profile-Mikrofonarm

Hält ein Low-Profile-Arm ein Shure SM7B?

Ja, wenn er genug Tragkraft hat. Nimm einen Arm mit 2 kg, also Elgato LP, Maono BA92 oder Shure by Gator SH-BROADCAST2. Der Shure-Arm ist mit seinem Verlängerungsadapter genau dafür gebaut. Bei den 1,5-kg-Armen wird es vor allem voll ausgestreckt knapp.

Passt der Arm unter meinen Monitor?

Miss den Abstand zwischen Tisch und Monitorunterkante. Der Roadworx Swivel liegt nur 50 mm über dem Tisch, die anderen flachen Arme bauen etwas höher. Steht der Monitor direkt auf der Platte, passt kein flacher Arm drunter.

Low Profile oder PSA1+?

Für Video und Streams Low Profile, für reines Audio der klassische Federarm. Der PSA1+ reicht weiter, ist flexibler, ragt aber ins Bild. Details stehen im Mikrofonarm-Vergleich rund um den Rode PSA1+.

Warum sackt mein Arm ab?

Meistens ist das Mikro zu schwer für den Arm oder die Gelenke sind zu locker. Zieh die Spannknöpfe und den Kugelkopf nach. Hilft das nicht dauerhaft, ist der Arm zu schwach, dann bringt nur ein stärkerer Arm Ruhe.

Welche flachen Arme gibt es, wenn ich nur bei einem Händler bestellen will?

Kaum. Am 01.11.2026 gab es bei Thomann nur den Roadworx Swivel für 69 Euro und das Bundle mit Rode PodMic für 139 Euro. Elgato, Shure by Gator, Maono und FIFINE bekommst du dort nicht.

Brauche ich eine Spinne?

Nicht unbedingt. Dynamische Mikros wie SM7B, MV7 oder PodMic schraubst du direkt auf. Eine Spinne hilft, wenn du beim Tippen oder durch Stöße am Tisch Trittschall im Mikro hast. Denk daran, dass sie Gewicht mitbringt und die Tragkraft des Arms zusätzlich fordert.

Fazit: Welchen Low Profile Mikrofonarm würde ich kaufen?

Für die meisten ist der Elgato Wave Mic Arm LP der Low Profile Mikrofonarm, den ich empfehle. Er trägt 2 kg, reicht 740 mm weit und kostet in Schwarz aktuell knapp 70 Euro. Der Kugelkopf ist etwas zickig beim Festziehen, das ist aber kein Grund, ihn liegen zu lassen.

Je nach Situation:

  • Streamer mit leichtem oder mittelschwerem Mikro: FIFINE BM88, wenn er günstiger als der Elgato ist, sonst der Elgato.
  • Schweres Mikro, schmales Budget: Maono BA92.
  • SM7B oder MV7 mit großer Reichweite: Shure by Gator SH-BROADCAST2.
  • Am flachsten: Roadworx Swivel, aber nur mit einem nicht zu schweren Mikro.
  • Kleinstes Budget: FIFINE MI17.
  • Viel Umstellen, Steh-Sitz-Tisch: Elgato Wave Mic Arm Pro.
  • Nur Audio, keine Kamera: lieber ein klassischer Federarm wie der Rode PSA1+.