Zoom F6

Zoom F6 im Test – Vorschaubild des Videos
9,3
UrteilHervorragendNote 9,3 von 10

Laut Test „die beste Anschaffung für Creator, die Wert auf guten Ton legen“: kompakt, zuverlässig und mit sechs 32-Bit-Float-Eingängen.

  • Eingänge6 × XLR
  • Aufnahme32-Bit-Float
  • Sample­ratebis 192 kHz
  • Rauschen (EIN)−127 dBu
  • Gewicht520 g

Auf einen Blick

Vorteile

  • 6 XLR-Eingänge mit 32-Bit-Float, 75 dB Gain
  • Sehr kompakt, Rekorder und 6-in/4-out-Interface gleichzeitig
  • Arbeitet schnell und sehr zuverlässig
  • Flexible Stromversorgung inkl. NP-F-Akkus

Nachteile

  • Kein Mix-Minus
  • Kleines Display
  • Preamps hinter dem MixPre II

Technische Daten

Technische Daten: Zoom F6
HerstellerZoom
Preisklassemittel
XLR-Eingänge6
Spuren14 (2 × 6 + LR-Mix)
Max. Sample-Rate192 kHz
Auflösung32-bit float
32-Bit-Float✓
Eingebautes Mikrofon✗
Max. Gain75 dB
EIN (Eigenrauschen)-127 dBu(A)
Dynamikumfang131 dB(A)
Frequenzbereich10 Hz – 80 kHz
AufnahmeformatWAV, MP3
Batterie / Stromversorgung4 × AA, Sony NP-F (L-Serie) oder USB-C
Gewicht520 g
Eingänge (Details)6
Abmessungen100 × 119,8 × 62,9 mm

Das Video zum Test

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Sechs XLR-Eingänge, 32-Bit-Float und das alles in einem Gehäuse von gerade einmal rund 10 × 12 × 6 cm: Der Zoom F6 (Werbelink) verspricht, dass du dich nie wieder über übersteuerten oder zu leisen Ton ärgern musst. Ich nehme mit dem F6 normalerweise den Ton für meine eigenen YouTube-Videos auf und habe ihn in einem ausführlichen Video getestet. In diesem Bericht erfährst du, was er kann, wo seine Schwächen liegen und für wen er sich lohnt.

Verarbeitung und Bedienung

Mit 100 × 119,8 × 62,9 mm und 520 g ist der F6 erstaunlich kompakt für sechs volle XLR-Eingänge. Die Verarbeitung empfinde ich als hochwertig: Das Gehäuse ist aus Metall, unten sitzen vier Gummifüße, und an den Seiten gibt es drehbare Bügel, über die du den Rekorder zum Beispiel an einem Gurt befestigen kannst. Die Klappe des SD-Kartenschachts wird von einem kleinen Magneten gehalten, das Batteriefach im Boden öffnest du über eine Schraube.

Fast alle Bedienelemente sitzen vorn: sechs Drehregler, einer pro Kanal, dazu Tasten für Menü, PFL/Enter, Vor/Zurück sowie Stop, Aufnahme und Play/Pause. Der Ein-/Ausschalter sitzt an der Seite und muss einige Sekunden gedrückt werden, damit du das Gerät nicht versehentlich ausschaltest. Man liest allerdings auch, dass er in einer gepolsterten Tontasche etwas fummelig zu erreichen ist. Nach meiner Erfahrung ist die Bedienung ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mich stört etwas, dass die Navigationstasten mittig neben dem Display sitzen, man gewöhnt sich aber daran und findet schnell durch das Menü. Sehr gut gefällt mir, dass die Menüs fast nie mehrere Seiten haben und du alle Punkte auf einen Blick siehst. Jeder Eingang hat eine eigene Menüseite für Quelle, Phantomspeisung, Trim, Hochpassfilter, Limiter, Phase, Verzögerung und Panorama. Auch in Tests wird die Bedienung oft als durchdacht und die Menüstruktur als überschaubar beschrieben.

Das Farbdisplay misst 1,54 Zoll bei 240 × 240 Pixeln, ein Touchscreen ist es nicht. Ich finde es durchaus in Ordnung, es könnte aber größer sein und eine höhere Auflösung haben. Im direkten Vergleich zeigt der MixPre-3 II (Werbelink) ein schärferes Bild. Für den Einsatz draußen gibt es einen kontrastreichen Modus. Abseits von direktem Sonnenlicht wird die normale Anzeige in Tests meist als klar und gut ablesbar beschrieben. Dafür leuchtet die Aufnahmetaste sehr hell, sodass ich aus dem Augenwinkel sehe, ob gerade aufgenommen wird. In meinem Vergleichsvideo mit dem MixPre-3 II ist mir außerdem aufgefallen, dass sich dessen Regler deutlich hochwertiger anfühlen als die des F6. Ein ähnlicher Eindruck taucht auch in Nutzerberichten auf: Dort ist von einem ganz leichten Spiel der Regler die Rede.

Anschlüsse und Funktionen

Links und rechts hat der F6 je drei verriegelbare Neutrik-XLR-Buchsen mit umschaltbarem Mic- und Line-Pegel sowie Phantomspeisung mit 24 oder 48 V, die du pro Kanal einstellst. Combo-Buchsen für Klinke gibt es nicht. Für Geräte mit 6,3- oder 3,5-mm-Klinke brauchst du deshalb einen Adapter, zum Beispiel XLR auf 6,3 mm oder den Røde VXLR+ (Werbelink), den ich im Video zeige und der Lavalier-Mikrofone mit Plug-in-Power versorgt. Winkelstecker passen wegen der seitlichen Bügel nicht.

Dazu kommen ein 3,5-mm-Kopfhörerausgang, ein 3,5-mm-Line-Out und eine 3,5-mm-Buchse für Timecode-Ein- und -Ausgang. Der Timecode läuft mit einer Genauigkeit von ±0,2 ppm, auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Über USB-C arbeitet der F6 als Audio-Interface mit 6 Ein- und 4 Ausgängen bis 96 kHz, ab Firmware 2.0 auch in 32-Bit-Float. Gleichzeitig auf SD-Karte aufnehmen kannst du bis 48 kHz. Am iPhone oder iPad läuft er im Stereomodus. Zum Line-Out habe ich in meinem Zoom-F3-Video eine wichtige Erfahrung beschrieben: Der F6 gibt dort Line-Pegel aus, meine Sony-Kameras erwarten aber Mikrofonpegel, und die direkte Verbindung rauscht dann stark. Der kleinere F3 (Werbelink) hat hier einen Ausgang mit Mic-Pegel.

Sehr praktisch finde ich die Vorab-Aufnahme: Drückst du auf Aufnahme, sind schon einige Sekunden im Kasten. Der Puffer beträgt je nach Samplerate 6 s, 3 s bzw. 1 s. Außerdem gibt es AutoMix für Gesprächsrunden, zehn Kopfhörer-Presets, einen Ambisonics-Modus, Spurnamen (bei mir zum Beispiel „SM7B“ auf Spur 2) und per optionalem BTA-1-Adapter eine iOS-App zur Fernsteuerung. Ein Mix-Minus, wie es der PodTrak P4 (Werbelink) bietet, hat der F6 nicht, darauf habe ich schon in meinem P4-Test hingewiesen. Gespeichert wird auf SD-, SDHC- und SDXC-Karten bis 1 TB. Es gibt nur einen Kartenslot, eine gespiegelte Sicherung auf eine zweite Karte ist also nicht möglich.

32-Bit-Float in der Praxis

Der wichtigste Grund für den F6 ist für mich das 32-Bit-Float-Verfahren mit zwei AD-Wandlern pro Eingang. Ein Wandler kümmert sich um leise, der andere um laute Signale, und beides landet in einer Datei mit riesigem Dynamikumfang. Im 32-Bit-Modus sind die Drehregler nur noch Fader für den Mix und die Wiedergabelautstärke, ein Einpegeln entfällt.

In meinem Video habe ich das ausprobiert: Mit einem Shure SM7B (Werbelink) habe ich erst sehr nah und laut ins Mikrofon gesprochen, quasi geschrien, und dann aus der Entfernung geflüstert. Beides ließ sich in der Nachbearbeitung retten. Mein Fazit aus dem Alltag: Solange die Kabel richtig stecken und du vernünftig ins Mikrofon sprichst, bist du ziemlich sorglos unterwegs. Ich nehme ausschließlich in 32-Bit-Float auf, meist mit 96 kHz, und speichere jede Spur als Mono-Datei. Die Dateien sind zwar relativ groß, aber das ist eben der größte Vorteil dieses Rekorders.

Technisch funktioniert das so: Spitzen, die in einer 24-Bit-Datei über der digitalen Null abgeschnitten würden, bleiben in der 32-Bit-Float-Datei erhalten und lassen sich später verzerrungsfrei absenken. Ganz leise Passagen kannst du dagegen anheben, ohne dass die Qualität leidet. Wer möchte, kann übrigens linear in 16 oder 24 Bit aufnehmen, dann greift der Look-Ahead-Hybrid-Limiter. Es gibt auch einen Dual-Modus mit linearen und Float-Spuren gleichzeitig, so kommen die 14 Spuren zustande (6 × 2 plus LR-Mix). Bei 192 kHz sind nur noch sechs Spuren möglich, dann entfällt auch der Stereomix.

Klang und Vorverstärker

Die sechs Preamps liefern bis zu 75 dB Gain bei einem Eigenrauschen (EIN) von −127 dBu oder weniger. Der Dynamikumfang liegt bei 131 dB. Ich habe den F6 mit einem Røde NT1 und einem Shure SM7B getestet, das SM7B ohne zusätzlichen Vorverstärker wie einen Cloudlifter (Werbelink). Mein Urteil: Die Aufnahmequalität mit 32-Bit-Float lässt überhaupt keine Wünsche offen, die Dynamik ist super, und die Preamps leisten sehr gute Arbeit. Einzige Einschränkung: Das Eigenrauschen könnte ein kleines bisschen niedriger sein, ist aber in 98 Prozent der Fälle überhaupt kein Problem. In meiner Umgebung war das Raumgeräusch ohnehin deutlich lauter als das Rauschen von Rekorder und NT1. In Tests wird die Klangqualität häufig als professionell beschrieben, der Klang von Preamps und Wandlern als offen, ausgewogen und natürlich.

Im Vergleichsvideo ordne ich den MixPre-3 II mit 142 dB Dynamik als besser ein, die 131 dB des F6 sind aber immer noch sehr, sehr viel. Dieselben Preamps stecken übrigens auch im kleineren Zoom F3. Den Kopfhörerverstärker fand ich im F6-Video besser als seinen Ruf und ziemlich gut, im direkten Vergleich mit dem MixPre ist er aber deutlich schwächer. Auch in Tests liest man, dass der Kopfhörerverstärker zwar ausreicht, aber eher die kleine Schwachstelle des F6 ist, gerade bei hochohmigeren Kopfhörern. Er liefert 100 mW pro Kanal an 32 Ohm.

Akku und Stromversorgung

Bei der Stromversorgung hast du die Wahl: vier AA-Akkus oder -Batterien im Boden, ein Sony-Akku der L-Serie (NP-F) auf der Rückseite oder USB-C mit 5 V, etwa über ein Netzteil oder eine Powerbank. In meinem Video zeige ich, dass der F6 externe Quellen bevorzugt und beim Abziehen der Powerbank ohne Unterbrechung auf die eingelegten AA-Akkus umschaltet. Mit einem großen NP-F-Akku hält er nach meiner Erfahrung wirklich ewig. Ist der NP-F-Akku leer, springen die AA-Zellen als Reserve ein, und du kannst den Akku im laufenden Betrieb tauschen. In Erfahrungsberichten ist von über 12 Stunden Aufnahme mit einem L-Akku die Rede, selbst mit phantomgespeisten Mikrofonen.

Die Laufzeit hängt stark von den Einstellungen ab. Mit NiMH-Akkus (2500 mAh) sind es mindestens 10,5 Stunden bei zwei Spuren mit 48 kHz/16 Bit und mindestens 7 Stunden bei sechs Spuren mit 48 kHz/24 Bit. Bei sechs Spuren mit 192 kHz, Phantomspeisung und hellem Display bleibt nur noch etwa 1 Stunde. Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 10 W. Deshalb reichen nach meiner Erfahrung auch einfachere USB-Netzteile und Powerbanks. Ein Kritikpunkt: Die Akkuanzeige ist bei den internen AA-Akkus nicht sehr genau, auch wenn du den Akkutyp im Menü einstellst.

Zubehör und Lieferumfang

Im Karton liegen der Rekorder, eine Kamera-Montageplatte und eine Kurzanleitung. Ein USB-Kabel ist nicht dabei, der Lieferumfang fällt also knapp aus. Das wird auch in Tests häufig als kleiner Minuspunkt genannt. Die Montageplatte schraubst du oben an vier Schrauben fest. Wie ich im Video zeige, kannst du so ein Sandwich-Setup bauen: Rekorder unten auf das Stativ, Kamera oben drauf.

Optional gibt es den Bluetooth-Adapter BTA-1 für die iOS-App und Timecode per Funk, das Netzteil AD-17, eine Tasche und den Controller F-Control FRC-8 mit 60-mm-Fadern. Rechne außerdem mit SD-Karte, NP-F-Akku samt Ladegerät, vier AA-Akkus und bei Bedarf XLR-Klinke-Adaptern.

Für wen ist der Zoom F6 geeignet?

Ich empfehle den F6 vor allem Creatorinnen und Creatorn, die Wert auf guten Ton legen. Denn Audio ist immer 50 Prozent vom Video. Für mich ist der F6 eine der besten Anschaffungen überhaupt und preis-leistungsmäßig einer der besten Rekorder, die ich kenne. Ich habe mit ihm noch nie eine Tonspur verloren. Besonders gut passt er, wenn du ihn stationär auf dem Tisch nutzt, das Display also von vorn abliest und meistens nur Aufnahme und Stopp drückst. Wenn du dagegen ständig am Mix und an den Einstellungen drehst, ist vielleicht ein anderer Rekorder sinnvoller.

In meinem Zoom-F3-Video bin ich noch konkreter geworden. Für unterwegs würde ich eher den kleineren F3 mitnehmen, der dieselben Preamps hat. Im Studio oder Büro rate ich zum F6, auch wenn du nur ein oder zwei Mikrofone hast, weil Bedienung, Stromversorgung und Ablesbarkeit besser sind. Dank Timecode, Kameraplatte und sechs Eingängen eignet sich der F6 außerdem für Filmdrehs, Interviews mit mehreren Gästen und Field Recording. Oft wird er als idealer Rekorder für Solo-Filmer, mobile Podcaster und Field Recording mit begrenztem Budget beschrieben, und auch für Profis gilt er als günstiger Zweitrekorder.

Bewertung im Detail

Verarbeitung9,0/10

Hochwertiges Metallgehäuse mit Gummifüßen, Bügeln und Magnetklappe. Die Regler fühlen sich nach meiner Erfahrung aber weniger wertig an als beim MixPre-3 II.

Bedienung8,5/10

Übersichtliche, kaum verschachtelte Menüs und eine hell leuchtende Aufnahmetaste. Die mittig sitzenden Tasten finde ich gewöhnungsbedürftig, das kleine Display könnte schärfer sein.

Klang9,5/10

Die 32-Bit-Float-Qualität lässt für mich keine Wünsche offen, das Eigenrauschen könnte minimal niedriger sein. Den Kopfhörerverstärker finde ich ordentlich, er kommt aber nicht an den des MixPre-3 II heran. Auch in Tests gilt er als kleine Schwachstelle.

Ausstattung9,5/10

Sechs XLR-Eingänge, 14 Spuren, Timecode, Interface-Betrieb und AutoMix in einem kompakten Gehäuse. Es fehlen Combo-Buchsen, ein zweiter SD-Slot, Mix-Minus und ein Line-Out mit Mic-Pegel.

Akku9,5/10

AA, Sony NP-F und USB-C mit nahtlosem Umschalten, mit NP-F-Akku hält er nach meiner Erfahrung ewig. Die Akkuanzeige bei AA-Zellen ist ungenau.

Preis-Leistung9,5/10

In der Mittelklasse bekommst du hier sechs XLR-Eingänge mit 32-Bit-Float und starken Preamps, pro Kanal gerechnet ist das sehr günstig. Für mich ist er preis-leistungsmäßig einer der besten Rekorder, die ich kenne.

Gesamtnote9,3/10

Fazit: Zoom F6

Hervorragend
9,3

Der Zoom F6 ist für mich eine der besten Anschaffungen für alle, die Wert auf guten Ton legen. Sechs XLR-Eingänge mit 32-Bit-Float nehmen dir das Einpegeln ab, die Preamps leisten nach meiner Erfahrung sehr gute Arbeit, und in meinem Alltag hat der F6 noch nie eine Tonspur verloren. Kleine Abzüge gibt es für das eher kleine Display, die gewöhnungsbedürftig platzierten Tasten, den fehlenden Mix-Minus und den Line-Out mit Line- statt Mikrofonpegel. Wenn du noch rauschärmere Preamps und mehr Dynamik brauchst, landest du beim deutlich teureren MixPre-3 II. Für alle anderen ist der F6 ein hervorragendes Gesamtpaket zu einem fairen Mittelklassepreis.

Kaufen, wenn …

  • du mehrere Mikrofone gleichzeitig aufnehmen willst, zum Beispiel für Podcast, Interview oder Film mit bis zu sechs XLR-Quellen
  • du nie wieder einpegeln und keine Angst vor Übersteuerung haben möchtest (32-Bit-Float)
  • du den Rekorder stationär auf dem Schreibtisch nutzt und ihn zugleich als USB-Interface einsetzen willst
  • du flexible Stromversorgung mit AA, Sony NP-F oder Powerbank brauchst

Lieber eine Alternative, wenn …

  • du meist mobil unterwegs bist, nur zwei Eingänge brauchst und den Ton per Mic-Pegel direkt in die Kamera geben willst Zoom F3
  • dir die besten Preamps und 142 dB Dynamik wichtiger sind als der Preis und drei XLR-Eingänge reichen Sound Devices MixPre-3 II
  • du einen Podcast-Rekorder mit Mix-Minus und vier Kopfhörerausgängen suchst und auf 32-Bit-Float verzichten kannst Zoom PodTrak P4

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Alternativen zum Zoom F6

Zoom F3

9,0Hervorragend
Note 9,0 von 10

Der „kleine Bruder“ des F6 mit denselben Preamps, aber nur zwei XLR-Eingängen. Er ist deutlich kompakter und leichter und hat einen Line-Out mit Mic-Pegel für Consumer-Kameras. Meine Empfehlung aus dem F3-Test: mobil der F3, stationär der F6.

Sound Devices MixPre-3 II

9,2Hervorragend
Note 9,2 von 10

In meinem Vergleichsvideo hat er die besseren Preamps, 142 dB statt 131 dB Dynamik, einen deutlich besseren Kopfhörerverstärker und wertigere Regler. Dafür gibt es nur drei XLR-Eingänge, und er kostet mehr als das Doppelte.

Tascam Portacapture X8

8,5Sehr gut
Note 8,5 von 10

Habe ich in meinem F6-Beitrag als Konkurrenten genannt: 32-Bit-Float im Handyrekorder-Format mit vier Combo-Eingängen und eingebauten Mikrofonen. Der Dynamikumfang ist mit 113 dB aber niedriger. Einen eigenen Test des X8 habe ich bisher nicht gemacht.

Zoom H6essential

8,0Sehr gut
Note 8,0 von 10

Deutlich günstigere 32-Bit-Float-Option mit vier XLR/Klinke-Combos und eingebautem Mikrofon. Das Eigenrauschen ist mit −120 dBu höher, und die Samplerate endet bei 96 kHz. Einen direkten Vergleich mit dem F6 habe ich nicht veröffentlicht.

Im Vergleich mit 10 anderen Audiorekordern

Häufige Fragen zum Zoom F6

Muss ich beim Zoom F6 noch einpegeln?

Im 32-Bit-Float-Modus nicht. Die Drehregler steuern dann nur den Mix und die Abhörlautstärke. Ich achte nur darauf, dass ein Signal ankommt und die Kabel richtig stecken. In 16 oder 24 Bit pegelst du dagegen klassisch ein, dann hilft der Limiter.

Kann ich den Zoom F6 als Audio-Interface nutzen?

Ja. Er arbeitet mit 6 Ein- und 4 Ausgängen bis 96 kHz, ab Firmware 2.0 auch in 32-Bit-Float. Parallel auf SD-Karte aufnehmen geht bis 48 kHz. Unter Windows brauchst du einen Treiber, am iPhone oder iPad läuft er nur im Stereomodus.

Kann ich den F6 direkt an meine Kamera anschließen?

Über den 3,5-mm-Line-Out ja, er liefert aber Line-Pegel. An meinen Sony-Kameras mit Mic-Eingang rauscht das stark. Ich speichere deshalb auf SD-Karte und synchronisiere später in Final Cut Pro. Der Zoom F3 hat einen Ausgang mit Mic-Pegel.

Brauche ich für das Shure SM7B einen Cloudlifter?

Ich nutze das SM7B am F6 ohne zusätzlichen Vorverstärker und finde das Rauschverhalten vollkommen in Ordnung. Die Preamps liefern bis zu 75 dB Gain.

Welche Akkus passen in den Zoom F6?

Vier AA-Akkus oder -Batterien (NiMH, Alkali oder Lithium), Sony-Akkus der L-Serie (NP-F) auf der Rückseite oder 5 V über USB-C, zum Beispiel per Powerbank. Fällt die externe Quelle aus, schaltet der F6 nach meiner Erfahrung ohne Unterbrechung auf die AA-Akkus um.

Wie groß darf die SD-Karte sein?

Der F6 nimmt SD-, SDHC- und SDXC-Karten bis 1 TB auf. Es gibt nur einen Kartenslot, eine Sicherung auf eine zweite Karte ist also nicht möglich.

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