Canon EOS 100D im Test: kleine DSLR mit 18-55 mm IS STM im Praxiseinsatz

Nachdem ich bereits meine ersten Eindrücke geschildert habe, geht es in diesem Test der Canon EOS 100D um Technik und Handling in der Praxis – mit dem Kit-Objektiv Canon EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 IS STM. Eines vorweg: Die Canon EOS 100D ist eine vollwertige DSLR, die klasse Bilder macht. Viele semiprofessionelle DSLRs bieten nicht mehr „Bildleistung“ als die Canon 100D. Dazu kommen viele Features und Automatiken für Einsteiger, die aber auch fortgeschrittene Amateure oder Profis nicht stören.

📌 Das Wichtigste in Kürze

  • Sehr kleine und leichte DSLR: ca. 407 g betriebsbereit, 116,8 × 90,7 × 69,4 mm.
  • 18-Megapixel-APS-C-Sensor, DIGIC 5, ISO bis 12.800, erweiterbar auf 25.600.
  • Touchscreen mit 3 Zoll, aber nicht schwenkbar.
  • Bildqualität auf dem Niveau größerer Canon-APS-C-Modelle.
  • Für meine Hände ist der Griff zu klein, das wirkt sich bei Freihand-Makros aus.
  • Ideal für Reisende, Wanderer und Einsteiger, weniger für Sport und Makro.
Die Canon EOS 100DDie Canon EOS 100D

Technische Daten der Canon EOS 100D

Markteinführung April 2013
Sensor CMOS, APS-C, 22,3 × 14,9 mm, ca. 18,0 MP effektiv (18,5 MP gesamt), Cropfaktor 1,6
Bildprozessor DIGIC 5
Autofokus (Sucher) 9 AF-Felder, mittiger Kreuzsensor
Autofokus (Live View) Hybrid CMOS AF II, Gesichtserkennung und Verfolgung
ISO Auto 100–6.400, manuell 100–12.800, erweiterbar auf H: 25.600
Belichtungsmessung 63 Messfelder; Mehrfeld-, Selektiv-, Spot- und mittenbetonte Messung
Belichtungsreihe 3 Aufnahmen, ±2 Blenden
Serienbilder max. 4 Bilder/s
Kürzeste Verschlusszeit 1/4.000 s
Sucher optischer Spiegelsucher, 95 % Abdeckung
Monitor 3,0 Zoll, ca. 1,04 Mio. Bildpunkte, kapazitiver Touchscreen, fest verbaut
Video Full HD 1.920 × 1.080 mit 30p/25p/24p, 720p mit 60p/50p
Ton internes Mono-Mikrofon, 3,5-mm-Eingang für externe Mikrofone, manuelle Pegelung, Windfilter
Bildstabilisator nicht im Gehäuse (im Kit-Objektiv IS STM)
Speicher SD/SDHC/SDXC
Akkuleistung ca. 440 Aufnahmen
Maße / Gewicht 116,8 × 90,7 × 69,4 mm; ca. 407 g (schwarz) bzw. 410 g (weiß) mit Akku und Karte

Preis der Canon EOS 100D prüfen

Einordnung: Wie viel DSLR steckt in der 100D?

Alle denkbaren manuellen Funktionen einer DSLR besitzt die 100D. Damit hast du grundsätzlich alle Möglichkeiten, die auch eine Canon 7D oder 60D bietet. Beim Bild selbst bieten die ein- und zweistelligen Canon-Modelle mit APS-C-Sensor zum Zeitpunkt meines Tests keine nennenswerten Vorteile. Das Bild ist aber nur ein Aspekt einer Spiegelreflexkamera. Oft ist viel wichtiger, wie man zum fertigen Bild kommt. Hier haben die größeren Canon-DSLRs Vorteile: einen besseren Autofokus und einen größeren, schwereren, aber auch handlicheren und griffigeren Body. Genau bei der Größe spielt die Canon EOS 100D aber ihre Stärken aus.

Praxistest: Handling und Griff

Beim Fotografieren kommen leider auch die größten Nachteile zum Vorschein. Für meine Hände ist der vordere Griff viel zu klein. Die Folge: Die Kamera wackelt etwas stärker. Meine 60D liegt im Vergleich viel gemütlicher und stabiler in der Hand und wackelt dadurch weniger. Gerade bei meinen Freihand-Makros ist das ein großes Manko. Bei weitwinkligen Landschaftsaufnahmen oder kurzen Verschlusszeiten wirkt sich der Nachteil dagegen kaum auf das Bild aus.

Jeder muss also für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist: eine kompakte, leichte Kamera oder bessere Griffigkeit und dadurch mitunter bessere Ergebnisse. Für Sport- und Makrofotografen ist die 100D sicher nicht gemacht. Reisende, Wanderer oder Einsteiger können mit der Canon EOS 100D aber sehr glücklich werden. Damit spricht Canon ein immer größeres Publikum an, denn Mobilität und gute Technik werden vielen Kunden immer wichtiger.

Für den Test war ich mit der 100D in einem Park in Berlin unterwegs, dabei hatte ich das EF-S 18-55mm IS STM und das Tamron SP AF 60mm F/2.0 Di II Macro. Ich bevorzuge statt des mitgelieferten Tragriemens eher Handschlaufen. Gerade bei der 100D ist möglichst kleines Zubehör sinnvoll, deshalb habe ich eine sehr einfache Handschlaufe von Samsung benutzt – für mein Empfinden eine optimale Sicherung.

Mit dem EF-S 18-55mm wirkt die 100D sehr ausgewogen. Sie ist nicht zu kopflastig, und trotzdem kannst du das Objektiv zum Stabilisieren gut mit der Hand fassen. Der Autofokus ist fast lautlos, das Auslösegeräusch angenehm, wie bei anderen dreistelligen Canons auch. Zum Transportieren lässt sich der Body besser halten, als man vermuten würde. Er erinnert mich ein wenig an die 1000D.

💡 Tipp für ruhige Hände
Weil der kleine Griff mehr Wackler zulässt, solltest du bei der 100D lieber eine etwas kürzere Belichtungszeit wählen, als du es von größeren DSLRs gewohnt bist. Eine kleine Handschlaufe statt des Tragriemens passt besser zur kompakten Kamera.

Unboxing und Haptik – Testvideo

Canon EOS 100D: Unboxing und Haptik

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Bildqualität und Beispielbilder

Wie schon angemerkt, macht die EOS 100D hervorragende Bilder. Sie sind ausgewogen und haben gerade als RAW-Datei viel Potenzial für die Nachbearbeitung. Die kamerainterne Bildbearbeitung bietet viele Möglichkeiten. Wer aber einen Computer zu Hause hat, bearbeitet die RAW-Bilder besser dort. Ich bin kein Fan der kamerainternen Bearbeitung und habe sie deshalb nicht weiter getestet. Eine DSLR spielt damit meiner Meinung nach nicht ihre Stärken aus.

Die folgenden Bilder sind alle JPEGs „out of cam“, also unbearbeitet aus der Kamera, in voller Auflösung.

Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)Beispielbilder (JPEG OOC)
DetailansichtDetailansicht

HDR und Co.: die Automatiken der 100D

Ich würde mich selbst als fortgeschrittenen Amateur bezeichnen. Ich nutze gern die Automatik der Kamera, solange das Ergebnis so ist, wie ich es mir wünsche. Parameter ändere ich nur, wenn die Situation es erfordert. Meist fotografiere ich im P-Modus oder mit Zeit- bzw. Blendenautomatik. Nur bei schlechten, aber gleichbleibenden Lichtverhältnissen oder beim Blitzen arbeite ich voll manuell. Das Wissen dafür hätte ich jederzeit, es ist aber selten sinnvoll.

Bei Bildern mit hohem Kontrastumfang, also etwa hellem Himmel und vielen dunklen Schatten, solltest du mit dem Histogramm prüfen, ob sich später alle Bereiche passend aufhellen oder abdunkeln lassen. Für einen noch höheren Kontrastumfang kannst du eine Belichtungsreihe erstellen und am Computer zu einem HDR zusammenfügen. Die 100D bietet Belichtungsreihen mit 3 Aufnahmen und ±2 Blenden und zusätzlich eine interne HDR-Funktion: Sie schießt drei Aufnahmen nacheinander und fügt sie zu einem JPEG zusammen.

Ich bevorzuge trotzdem eine gut belichtete RAW-Datei, denn die HDRs der 100D sind relativ stark beschnitten und nachgeschärft. Leider führen auch kleine Verwacklungen zu schlechten Ergebnissen.

HDR-BeispieleHDR-BeispieleHDR-BeispieleHDR-BeispieleHDR-BeispieleHDR-BeispieleHDR-BeispieleHDR-Beispiele
HDR-Vergleich Original, Canon-HDR und Desktop-HDRHDR-Vergleich Original, Canon-HDR und Desktop-HDRHDR-Vergleich Original, Canon-HDR und Desktop-HDRHDR-Vergleich Original, Canon-HDR und Desktop-HDR

Nachtaufnahmen und Mehrfachbelichtung

Anders sieht es bei der Vierfachbelichtung aus, die das Rauschen bei schlechtem Licht mindern und Verwacklungen reduzieren soll. Hier konnte ich relativ gute Ergebnisse erzielen, vor allem die Verwacklungsunschärfe wird stark reduziert. Gerade bei der kleinen 100D ist das eine sehr gute Alternative: Wer schon eine so kleine DSLR hat, will unterwegs vielleicht auch auf ein schweres Stativ verzichten.

Die Testbilder zum Nachtmodus habe ich alle ohne Stativ gemacht. Beim ersten Bild musste ich mich schon sehr anstrengen, um bei 1/5 Sekunde keine größeren Verwacklungen zu bekommen. Bei allen Bildern habe ich denselben Ausschnitt gewählt. Auch hier zeigt sich, dass der Nachtmodus die Bilder deutlich beschneidet.

Freihand ISO 6.400, Freihand ISO 12.800, Nachtmodus (ISO 12.800)Freihand ISO 6.400, Freihand ISO 12.800, Nachtmodus (ISO 12.800)Freihand ISO 6.400, Freihand ISO 12.800, Nachtmodus (ISO 12.800)

Natürlich hat die Canon-DSLR auch weitere Motivprogramme, etwa für Makro- oder Nachtaufnahmen. Wer sich mit dem Zusammenspiel von Blende, Belichtungszeit und ISO auskennt, ist mit manuellen Einstellungen aber besser bedient. Für Laien sind die Voreinstellungen eine gute Möglichkeit, auch ohne Vorwissen gute Bilder zu machen.

Makrofotografie

Die 100D eignet sich für die meisten Alltagssituationen sehr gut, die Makrofotografie gehört leider nicht dazu. Den kleinen Body ruhig zu halten, ist wesentlich schwerer als bei größeren DSLRs. Um unscharfe Bilder zu vermeiden, solltest du bei der 100D die Belichtungszeit verkürzen oder ein Stativ benutzen. Die folgenden Makros habe ich so beschnitten, dass sie etwa einer 100-%-Ansicht entsprechen.

Makro-CropsMakro-CropsMakro-CropsMakro-CropsMakro-CropsMakro-Crops

Bildrauschen – ISO-Test

Wie bei Canon gewohnt, ist der 18-Megapixel-Sensor der EOS 100D auf der Höhe der Zeit. Die ISO lässt sich bis 25.600 erweitern, dann tritt aber sehr starkes Bildrauschen auf. Für Bilder bis etwa 1.000 Pixel fürs Web kannst du durchaus ISO 6.400 verwenden. Für mittelgroße Ausdrucke würde ich maximal ISO 3.200 nehmen, vorausgesetzt, du reduzierst das Rauschen in der Nachbearbeitung etwas. Ich habe dasselbe Motiv mit steigender ISO aufgenommen und anschließend beschnitten, so erkennst du das zunehmende Rauschen gut.

ISO-Testreihe 1ISO-Testreihe 1ISO-Testreihe 1
ISO-Testreihe 2ISO-Testreihe 2ISO-Testreihe 2ISO-Testreihe 2ISO-Testreihe 2ISO-Testreihe 2ISO-Testreihe 2ISO-Testreihe 2ISO-Testreihe 2

💡 Meine ISO-Empfehlung
Fürs Web bis ISO 6.400, für mittelgroße Ausdrucke bis ISO 3.200 mit leichter Rauschreduzierung. ISO 12.800 und 25.600 sind eher Notlösungen.

Videofunktion

Mit dem 18-55mm IS STM ist auch der Autofokus im Videomodus brauchbar. Bei offener Blende und großen Distanzunterschieden pumpt der Fokus zwar noch etwas und wirkt oft ungenau. Für den Videoschnipsel zwischendurch ab Blende 8 und unter 30 mm ist der AF aber durchaus zu empfehlen. Dazu fokussiert das STM-Objektiv sehr leise bis quasi unhörbar.

Ansonsten bietet die 100D alles, was man von den großen Geschwistern kennt: manuelle Belichtung, einen Anschluss für externe Mikrofone und eine manuelle Lautstärkeregelung. Mit etwas Erfahrung, manuellem Fokus und einem lichtstarken Objektiv lassen sich auch mit der Mini-DSLR hervorragende Videos drehen. Für mein Testvideo habe ich die ersten Sequenzen mit dem Canon EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM gedreht, die letzte mit dem Tamron SP AF 60mm F/2.0 Di II Macro 1:1.

Canon EOS 100D: Testvideo

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Fazit zur Canon EOS 100D

Grob zusammengefasst ist die 100D eine 650D oder 700D in einem noch kleineren Body ohne Schwenkdisplay. Der Body ist klein und kompakt, manchmal auch zu klein. Technisch bietet die 100D nahezu alles, was auch der große Bruder 700D kann. Wem man zum Kauf raten kann, ist eine sehr individuelle Frage. Für Fotografen, die viel unterwegs sind und bei denen jedes Gramm zählt, ist die 100D eine gute Wahl. Wer bereits Canon-EF- oder EF-S-Objektive besitzt, sollte die Konkurrenz meiden.

Das hochauflösende Touchdisplay rundet die gelungene 100D ab. Ich benutze trotzdem noch sehr häufig die Knöpfe und das Rändelrad. Beim Setzen des AF-Punktes im Live View oder beim Zoomen in Bilder spielt das berührungsempfindliche Display aber alle Vorteile aus. Wer etwas noch Kleineres möchte, kann sich die kompakte Sony DSC-HX50 anschauen.

Pro Contra
Sehr klein und leicht Griff für große Hände zu klein
Bildqualität wie bei größeren Canon-APS-C-DSLRs Kein Schwenkdisplay
Touchscreen, gut bei AF-Punkt und Bildzoom Nur 9 AF-Felder
Brauchbarer Video-AF mit STM-Objektiven, Mikrofoneingang Interne HDRs stark beschnitten und nachgeschärft

FAQ zur Canon EOS 100D

Wie schwer ist die Canon EOS 100D?

Das schwarze Modell wiegt ca. 407 g mit Akku und Speicherkarte, das weiße ca. 410 g – jeweils ohne Objektiv.

Ist die Canon 100D für Einsteiger geeignet?

Ja. Sie hat viele Automatiken und Motivprogramme, aber auch alle manuellen Funktionen einer DSLR.

Hat die Canon EOS 100D einen Touchscreen?

Ja, einen 3-Zoll-Touchscreen mit ca. 1,04 Mio. Bildpunkten. Er ist aber nicht schwenkbar.

Bis zu welcher ISO ist die Canon 100D brauchbar?

Nach meinem Test fürs Web bis ISO 6.400, für mittelgroße Ausdrucke bis ISO 3.200.

Kann ich an der 100D ein externes Mikrofon anschließen?

Ja, über den 3,5-mm-Eingang. Den Tonpegel kannst du manuell einstellen.

Taugt die Canon EOS 100D für Makros?

Mit Stativ oder kurzer Belichtungszeit ja. Freihand wackelt der kleine Body bei mir mehr als größere DSLRs.

24 Kommentare zu „Canon EOS 100D im Test: kleine DSLR mit 18-55 mm IS STM im Praxiseinsatz“

  1. Schöne Zusammenfassung.
    Ich bin da auch zum gleichen Ergebnis gekommen.
    Wobei ich bei den Makro Bilder nicht ganz zustimme. Da verwendet man halt einfach ein Stativ.
    Habe bisher eine 40d – die 100d wird wohl die kleine für Unterwegs. Gerade beim Radfahren und in den Bergen merkt man das Kg weniger 🙂

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  2. Pingback: Canon EOS 100D und Canon EOS 700D ab April im Handel » Fotografie Blog - web-done.de
    • Danke!

      Es ist eigentlich egal bei wie viel Licht du High-ISO testest, solange sich dunkle Bereiche auf dem Bild befinden. Ob es dazu nun dunkel ist oder du die Blende/ Belichtungszeit entsprechend änderst, spielt eigentlich keine Rolle.

      Was sich aber ändern würde, ist der Vergleich zu den Low-ISO Bildern. Diese müsste ich dann wesentlich länger belichten und das könnte dann hier stärkere Abweichungen geben.

      Ich finde es wichtiger den Unterschied zwischen High- und Low-ISO zu sehen, als High-ISO Bilder bei Dunkelheit, denn oft ist – zumindest mir – eine Referenz wichtiger.

      Ich habe gerade noch ein paar Testbilder zu Nachtaufnahme-Modus hinzugefügt. Die habe ich bei Dunkelheit erstellt 😉

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  3. Im Test sind keine Bewegt-Motive zu sehen. Ich habe nach einigen Jahren EOS 60d die Erfahrung gemacht, dass die Autofokus Sensoren das A&O für scharfe Bilder sind. Das macht auch den Preisunterschied zwischen 5dMkII und 6d bzw. 7d und 60d aus. Der Hybrid-AF der 100d funktioniert ja nur im Video-Modus, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Beim nächsten Test bitte mehr Bewegt-Bilder. Ich bin kein Sportfotograf, ich mache Beauty, Mode, Familien und Kinderbilder. Schneller präziser AF, schnelles Objektiv, ausreichend großer ISO Bereich, den Rest mache ich manuell.

    Ansonsten: toller Bericht, ich spielte schon vorher mit dem Gedanken, die 60d zu ergänzen, nur womit? Nach Deinem bericht bekommt man schon Appetit auf die 100d

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    • Danke 😉

      Das würde ich aber eher lassen. Wenn man sich bewegende Motive fotografiert, dann kommt es nicht nur auf die Kamera an, sondern IMO mehr auf den Fotografen. Solange die Kamera einen einigermaßen guten AF-(Kreuz-)Sensor hat und das Objektiv einigermaßen schnell ist, kommt es fast nur noch auf den Fotografen an und das möchte ich (hier und jetzt 😉 ) nicht testen. Ich bin aber auch nicht so der Sportfotograf. Aber ich wette mit dir, dass ein guter professioneller Sportfotograf mit der 100D und der Kit-Linse „bessere“ Bilder macht, als der „Amateur“ mit einer 7D und einer schnellen USM-Linse.

      Der AF ist aber für eine Consumer-Kamera sehr gut, also schnell und genau. Ich habe ja schon einige Makros damit gemacht und der AF gefiel. Auch sonst traf er sehr gut. Ich bin auch mit der 60D unterwegs. Aber ständig die große 60D mit dem 15-85mm dabei zu haben, ist auch nicht immer praktisch. Ich finde dafür die Fujifilm X100S grandios, aber leider auch noch etwa zu teuer. Großer Vorteil der 100D ist halt der Sensor, dir Bodygröße und die Kompatibilität zu den Objektiven.

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  4. Habe eine 60D, die schon merklich größer ist als meine – leider verkaufte – 350D. Finde die 100D als Zweitkam optimal, gerade auch weil meine Frau für „Freistell-Fotos“ sich meine 60D ausleiht, anstatt ihre Sony Cyberschrott zu benutzen… 🙂

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    • Sorry, habe vergessen: stimme zu, die 100D macht sich im Rucksack bei Wanderungen bestimmt gut. Ich verlasse mich da nicht gern auf eine Kompakte!

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    • Ich komme auch von einer 1000D bzw. 550D und habe ja die 60D. Manchmal hätte ich gerne wieder die 550D 😉

      Schicksal, erst gestern war ich mit der Sony HX50 unterwegs und muss sagen, dass die 100D einfach viel viel weiter ist, eine DSLR halt. Mal sehen was meine Freundin demnächst – vielleicht nicht völlig uneigennützig – geschenkt bekommt 😉

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  5. habe gestern eine Eos 100d geschenkt bekommen ist nach einer Kompakten und einem kurzem Intermezzo mit einer Lumix Bridge Kamera meine erste Spiegelreflex und bin total begeistert.. hab noch keinerlei Erfahrung wie viele Andere hier aber bin nur mehr am ausprobieren und happy dabei

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  6. Hallo,
    man du machst es einem ja schwer – ich will mich jetzt nach der 350d verbessern und hatte eigentlich die 700d ins Auge gefasst. Die 100d gefällt mir aber von der Größe besser, weil wir viel unterwegs sind (Rucksack, wandern etc)
    Ich würde Dir gern noch ein paar Fragen stellen.
    1. Hat man mit der 100d die Möglichkeit, wie bei der 700d Blitzgeräte fernauszulösen?
    2. Machen sich die 8 fehlenden Kreuzsensoren wirklich nicht bemerkbar?
    3. Wie schätzt du das Handling mit dem 17-85 IS USM ein?

    Ich bedanke mich für Deine Mühe und deine Arbeit.

    gruss
    falccone

    Antworten
    • 1. Grundsätzlich nein, aber viele Blitze kann man ja auch per Slave-Mode visuell mitblitzen lassen.
      2. Bei mir nicht, da ich auch an meiner 60D nur den mittleren nutze. Je nach Bedienung und Nutzer, mag das aber unterschiedlich sein.
      3. Abgesehen davon, dass ich das 17-85mm für Müll halte, ist es ja auch schon etwas schwerer. Alle schwereren Objektiv haben mit der 100D kein wirklich gutes Handling. Mit dem 18-55mm STM oder den Pancakes kannst du IMO nicht besseres bekommen.

      Ob 100D oder 700D würde ich eher daran entscheiden, ob ich einen keinen schwenkbaren Monitor brauche und die kleine Gehäusegröße entscheidend für mich wären. Notfalls bestellt dir dich beide Kameras und schicke eine – die dir nicht gefällt – wieder zurück.

      Antworten
      • Okay – danke für deine Mühe.
        Es wird wohl doch die 700d, da ich erstens das 17-85 keineswegs für Müll halte; ganz im Gegenteil.
        Zweitens hab ich die 100d in einem Markt in der Hand gehalten – Handling ist für mich absolut grenzwertig – tut mir leid.

        Antworten
        • Okay, Müll war vielleicht etwas zu hochgegriffen, aber das 17-85mm ist einfach das schlechteste Objektiv was ich je hatte. Selbst das 40 € Objektiv 18-55mm IS ist schärfer und hat wenige CA’s. Ich kann dir nur empfehlen mal etwas anderes auszuprobieren 😉

  7. Pingback: Das sagen Blogger zur EOS 100D - Freiluftleben & Digitalfotografie
  8. Danke für den Test!
    Wollte gestern eine 600/650 kaufen und bin an der 100D hängengeblieben. Grund war die
    Handlichkeit bei guten techn. Daten wie 650. Will sie überwiegend für Urlaubsfotos verwenden und da passt sie sehr gut.Dein Test hat mir gezeigt das ich mich nicht verkauft habe.
    Gruß Pedex

    Antworten
  9. Hallo,.. danke für den Bericht und dieser hat mich u.a. auch zum Kauf der 100D bewogen.

    Ich hatte „nur 1 Woche“ vor dem Urlaub Zeit, und habe noch auf die Schnelle eine 32GB 10x SD, das EF-S 55-250 IS STM und das Canon EF 50mm gekauft.

    Ich bin von der 100D (ist aber auch meine erste DSLR) total begeistert.
    Eigentlich wollte ich Sie mir schon letztes Jahr kaufen, habe dann aber „leider“ erst
    noch eine Nikon P7700 gekauft (das Geld hätte ich mir besser gespart),
    die Nikon nehme ich jetzt als „Zweitkamerea“ an den „sandigen“ Strand.

    Die 100D habe ich jetzt mit ca. 2000 Bildern im Urlaub getestet.
    Bei schöner Sonne habe ich öfters das 55-250 eingesetzt (Bilder waren meistnes auch prima scharf). Bei „normalem“ Wetter eher das EF-S IS STM 18-55.

    Tierische Hundeaufnahmen habe ich meistens im Sport-Modus gemacht.
    Die anderen meisten Urlaubsaufnahmen im „P“ Modus.

    Ich habe bei meiner 170cm Körpergröße auch relativ kleine Hände, daher finde ich die Größe generelll prima.

    Der nächste Kauf wird das 18-135 IS STM sein.

    mfG. Micha

    Antworten
    • Schön zu hören…

      Ich benutze ja meistens noch immer meine 6D mit dem 24-105mm L als Immerdrauf. Ich war die letzten Wochen mit der Kamera in Berchtesgaden und der Toskana unterwegs. Oftmals mit 20km und über 1000 Höhenmetern am Tag. Da fallen die 1,5 kg wirklich schon auf.

      Obwohl das 18-135mm sehr gut sein soll, macht es doch irgendwie den Gewichts-/ und Größenvorteil der 100D etwas zunichte. Ich werde wohl auch demnächst wieder auf etwas leichteres für unterwegs umsteigen 😉

      Gruß
      Alex

      Antworten
  10. Wirklich sehr informativ und tatsächlich aufschlussreich; vielen Dank!
    Ich habe mit der Canon 100D „geliebäugelt“, habe mir dann aber die Canon G7X (als Zweitkamera zu meiner Canon 70D) besorgt. Wenn ich die 70D nicht gehabt hätte, wäre die 100D (vor allem aufgrund der Größe und des Gewichts) tatsächlich auch in Frage gekommen.

    Antworten
    • Geht mir ähnlich, dass Problem das ich bei der Canon 100D sehe ist das Objektiv. Will man hier wieder eine gute Bildqualität und ein wenig Lichtstärke haben, so muss man wieder ein relativ großes Objektiv verwenden, was die Größe der Canon 100D nicht mehr unbedingt zu einem Vorteil macht.

      Antworten
  11. Hallo Alex,

    vielen Dank für Deinen Bericht! Der deckt sich in vielen Punkten mit meinen Erfahrungen!
    Ich hatte eine 60d, die war gut aber für Sport war mir der AF zu langsam/ungenau (an den Optiken lag es nicht, war alles USM). Dann hab ich ´ne 7d gekauft und es war beeindruckend wie der AF-Unterschied ist. Leider ist die 7d um sie überall mit hin zu schleppen zu schwer. Also ´n e 100d mit efs-24 und EF-40 zum immer dabei haben gekauft. Leider zeitgleich ganz günstig ´ne gebrauchte 5d ergattert und ich war infiziert. Die 100d hat nur im Schrank gelegen. das 40iger hab ich noch ´ne Zeit genommen aber dann auch verkauft. Die 5er macht einfach mit dem 50iger mehr Spass ist aber halt schwer. Doch wieder ´ne 100d? Ne EOS-M? Ne Sony Alpha 7II? Und dann kommt man zu dem Schluss, den Du bereits beschrieben hast, die 100d oder auch ne Sony Alpha 7 ist leichte als ´ne 5er oder 7er aber mit entsprechendem Glas ist das schnell kompensiert und das sigma 18-35 1,8 oder das Tamron 24-70 2,8 machen in Verbindung mit der 100d keinen Sinn. Heute nehm ich als immer dabei Kamera also eine von den „dicken“ mit und je nach laune mit ´nem Zoom oder ner FB. Was aber nicht heisst, dass ich nicht immernoch nach einer leichten Alternative Suche.

    LG Andreas

    Antworten
    • So ein großer Body ist schon geil, aber auch groß 😉

      Ich habe auch lange eine 60D gehabt. Derzeit habe die 6D und die 100D. Auf sehr vielen Touren ist nun die 100D mit dem 18-55mm STM und dem 10-18mm STM dabei. Wenn ich aber gezielt fotografiere ist es immer die 6D 😉

      Antworten

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