
Der Rode PSA1+ kostet gerade 99 Euro (Stand 31.10.2026). Für mich ist der PSA1+ der Standard-Arm am Schreibtisch. Aber muss es wirklich der Rode sein? Hier schaue ich mir an, welche Mikrofonarme sofort lieferbar sind und für wen sich welcher lohnt: vom Roadworx Microphone Arm für 69 Euro bis zum Yellowtec m!ka für 349 Euro.
Den ausführlichen Einzeltest mit Video findest du hier: RODE PSA1+ im Test und Vergleich zum RODE PSA1. In diesem Artikel geht es vor allem um die Alternativen.
Kurzfazit: Welcher Mikrofonarm passt zu wem?
Wenn du keine Lust auf den ganzen Text hast, hier die Kurzfassung. Preise vom 31.10.2026.
| Kategorie | Mikrofonarm | Preis | Warum |
|---|---|---|---|
| Favorit | Rode PSA1+ | 99 € | leise, große Reichweite, trägt 94 g bis 1,2 kg |
| Preistipp | Roadworx Microphone Arm | 69 € | Eigenmarke, gedämpft, trägt bis 2,6 kg |
| Low Profile | Roadworx Swivel Microphone Arm | 69 € | nur 50 mm über dem Tisch, trägt bis 1,5 kg |
| Low Profile | Elgato Wave Mic Arm LP | 69,99 € | trägt bis 2 kg, magnetische Kabelkanäle |
| Klassiker | K&M 23850 | 95 € | XLR-Kabel 5 m dabei |
| Für SM7B und MV7 | Shure Broadcast Boom Arm | 109 € | trägt bis 2 kg, Kabelkanal mit Clips |
| Profi | Yellowtec m!ka M Alu | 349 € | Studio-Arm mit integriertem Kabel |
Mein Favorit für die meisten bleibt der PSA1+. Wer jeden Euro umdreht, nimmt den Roadworx. Wer das Mikro aus dem Kamerabild haben will, greift zu einem Low-Profile-Arm.

Rode PSA1+ – der Maßstab
Ich habe den PSA1+ selbst im Einsatz und im Video direkt neben den alten PSA1 gelegt, den ich vorher viele Jahre benutzt habe. Von außen sehen beide fast gleich aus. Im Detail ist beim Plus aber an vielen Stellen nachgebessert worden.
Die Eckdaten: Der Arm trägt Mikrofone von 94 g bis 1,2 kg, reicht 940 mm in die Horizontale und 860 mm in die Höhe und wiegt selbst 1,52 kg. Die Tischklemme nimmt Platten bis 70 mm, alternativ gibt es einen Stecksockel für ein Loch im Tisch. Oben sitzt ein 3/8-Zoll-Gewinde, ein 5/8-Zoll-Adapter liegt bei.

Was mir im Video aufgefallen ist
Der größte Unterschied liegt in der Mechanik. Die Federn stecken unter einer Neopren-Hülle, die du nicht abnehmen kannst. Das hat zwei Effekte: Beim Verstellen hörst du kaum noch etwas, und Finger einklemmen geht nicht mehr. Beim alten PSA1 war genau das ein Dauerthema.
Der Kopf ist komplett neu. Er hat größere Schrauben plus Kontermutter, und das sind eins zu eins dieselben Schrauben wie an Rode-Mikrofonen. Selbst ohne Mikro bleibt der Arm fast in jeder Position stehen. Ein Shure SM57 hält er ohne Zusatzgewicht, und auch das Shure SM7B mit der A26X-Verlängerung hat er im Video waagerecht ausgefahren problemlos gehalten.
Die Tischklemme ist an den richtigen Stellen gummiert. Statt Neopren-Polster, das sich beim alten Modell irgendwann durchdrückt, sitzt dort jetzt Gummi. Die neue Tischdurchführung hat zusätzlich einen Kabeldurchlass, durch den ein XLR-Kabel passt, ohne dass du etwas zerlegen musst. Kabel und Arm laufen also durch ein Loch.
Was nervt
Die Kabelklemmen an der Neopren-Hülle sind eng. Ein dünnes, günstiges XLR-Kabel geht noch, ein dickes Kabel musst du richtig reindrücken. Ehrlich gesagt hätte ich da auf Dauer Angst ums Kabel. Am SM7B wird es zwischen Kontermutter und XLR-Buchse außerdem knapp, das Mikro lässt sich dann nicht beliebig weit drehen. Und das weiße Rode-Logo auf dem schwarzen Arm ist mir zu auffällig, ein dunkelgrauer Aufdruck hätte gereicht. Mit 1,52 kg ist der Arm zudem kein Leichtgewicht.
- Stärken: sehr leise, kein Fingerklemmen, große Reichweite, Kabel verschwindet an der Hülle, 3/8″ und 5/8″
- Schwächen: Kabelklemmen zu eng für dicke XLR-Kabel, schwer, auffälliges Logo
Den PSA1+ gibt es auch in Weiß, für 103 Euro.
Rode PSA1+ vs. Rode PSA1: Lohnt das Upgrade?
Der alte PSA1 ist seit 2007 auf dem Markt und kostet 73 Euro. Für 26 Euro Aufpreis bekommst du beim Plus aber spürbar mehr.
| Merkmal | Rode PSA1+ | Rode PSA1 |
|---|---|---|
| Preis | 99 € | 73 € |
| Tragkraft | 94 g–1,2 kg | 0,7–1,1 kg |
| Reichweite | 940 / 860 mm | 820 / 840 mm |
| Tischklemme | bis 70 mm | bis 55 mm |
| Kabel | Neopren-Hülle mit Klemmen | Klettbänder |
| Federn | gedämpft, verdeckt | offen, hörbar |
Preise, Stand 31.10.2026. Reichweite jeweils horizontal / vertikal.

Die offenen Federn sind das Hauptproblem des PSA1. Im Geräuschvergleich aus meinem Video quietscht er beim Bewegen hörbar, und an den Gelenken kannst du dir die Finger einklemmen. Das Neopren-Polster der Klemme drückt mit den Jahren durch. Dazu kommt die engere Gewichtsspanne: Unter 700 g wird es schwierig, ein sehr leichtes Mikro bleibt nicht sauber stehen. Für die feste Montage fasst der Hohlbolzen des PSA1 Tischplatten bis 70 mm.
Mein Urteil: Wenn du schon einen PSA1 hast und er dich nicht stört, behalte ihn. Wenn du neu kaufst, nimm den PSA1+. Die 26 Euro sind gut angelegt, allein wegen der Ruhe beim Verstellen während einer Aufnahme.
Günstige Alternativen: Roadworx Microphone Arm & Millenium
Roadworx Microphone Arm
Roadworx ist eine Thomann-Hausmarke, der Roadworx Microphone Arm kostet 69 Euro. Als B-Stock ist er oft noch günstiger. Die zwei Armsegmente sind je 43 cm lang, die Klemme fasst Tischplatten bis 56 mm, die Tischdurchführung braucht 45 mm. Er trägt bis 2,6 kg, die Federn sind gedämpft.

Der Haken liegt im Detail. Der Arm ist kürzer als der Rode, und die Kabelclips nehmen nur Kabel bis 8 mm Durchmesser. Mit einem dicken Studio-XLR-Kabel wird das also nichts. Für ein normales Podcast-Setup mit dünnem Kabel spielt das keine Rolle.
- Stärken: günstig, gedämpft, sofort lieferbar, B-Stock noch billiger
- Schwächen: kürzer als der PSA1+, Kabelclips nur bis 8 mm
Für wen? Für alle, die einen ordentlichen Arm wollen und 30 Euro gegenüber dem Rode sparen möchten. Für ein leichtes USB-Mikro ist das der Preistipp.
Millenium DS200 und DS150
Noch eine Thomann-Hausmarke: Millenium. Den DS200 gibt es für 69 Euro, den DS150 für 39 Euro. Wenn das Budget wirklich knapp ist, ist der DS150 der günstigste Einstieg in dieser Übersicht.
Low-Profile-Arme: Roadworx Swivel vs. Elgato Wave Mic Arm LP
Klassische Federarme ragen nach oben ins Bild. Wer streamt oder Videos vor der Kamera aufnimmt, will das oft nicht. Low-Profile-Arme laufen flach über den Tisch und kommen von unten oder von der Seite ans Mikro.
Alle flachen Arme mit Tragkraft, Klemme und Kabelkanälen habe ich im Low-Profile-Mikrofonarm-Vergleich ausführlich gegenübergestellt.
Roadworx Swivel Microphone Arm
Der Roadworx Swivel liegt nur 50 mm über der Tischplatte, reicht 710 mm weit und trägt bis 1,5 kg. Damit packt er mehr als der PSA1+. Selbst wiegt er 2,55 kg, die Klemme fasst Platten bis 73 mm. Das Kabel verschwindet in Kabelkanälen, der Kopf ist ein Kugelkopf, und beim Bewegen kann der Arm leise bleiben. Er kostet 69 Euro.

- Stärken: flach, aus dem Kamerabild, trägt bis 1,5 kg, dicke Tischplatten bis 73 mm
- Schwächen: weniger Höhe, schwer
Elgato Wave Mic Arm LP
Beim Elgato Wave Mic Arm LP liegt die UVP bei 99,99 Euro, am 31.10.2026 kostete er 69,99 Euro. Er trägt bis 2 kg, wiegt 1,72 kg, reicht 740 mm weit und hat magnetische Kabelkanäle. Die Klemme nimmt Tischplatten bis 60 mm. Optisch passt er gut zu den Elgato-Mikros.
Im direkten Duell gewinnt für mich trotzdem der Roadworx Swivel: Er kostet aktuell etwa gleich viel und klemmt an dickere Tischplatten. Der Elgato spielt seine Stärke aus, wenn dein Mikro richtig schwer ist oder du die magnetischen Kanäle willst.
K&M 23850 und 23860: Klassiker aus Deutschland
König & Meyer baut Stative und Halter seit Jahrzehnten, beide Arme kommen aus Deutschland.
K&M 23850
Den K&M 23850 gibt es seit 2001, er kostet 95 Euro. Die Armsegmente sind 460 und 500 mm lang, insgesamt ist der Arm 460 bis 960 mm lang. Die größte Auslage liegt bei 820 mm. Ein 5 m langes XLR-Kabel liegt bei, der Arm selbst wiegt 1,8 kg. Die Federn liegen außen.

Der Knackpunkt ist die Tragkraft: maximal 0,8 kg. Ein Shure SM7B mit rund 850 g liegt schon über der Grenze von 0,8 kg. Für leichte Kondensatormikros passt es. Bei schweren Broadcast-Mikros würde ich den Arm nicht nehmen.
- Stärken: deutsche Qualität, XLR-Kabel dabei, große Höhe
- Schwächen: nur 0,8 kg, Federn außen, Klemme nur bis 51 mm
K&M 23860
Der große Bruder, der K&M 23860, kostet 194 Euro. Dafür bekommst du ein innen geführtes 6-m-Kabel, also keine Kabel mehr außen am Arm. Er trägt bis 1,5 kg, wiegt 1,23 kg und ist leise. Die Länge liegt wie beim 23850 bei 460 bis 960 mm.

Technisch ist das ein sehr aufgeräumter Arm. Fast doppelt so teuer wie der PSA1+ ist er trotzdem, und die Klemme fasst nur Platten von 10 bis 51 mm. Wer Wert auf ein unsichtbares Kabel legt und das Budget hat, wird glücklich.
- Stärken: Kabel innen geführt, trägt bis 1,5 kg, leise
- Schwächen: 194 Euro, Klemme nur bis 51 mm
Shure Broadcast Boom Arm für SM7B und MV7
Seit 2025 gibt es bei Thomann mit dem SH-BROADCAST1 einen eigenen Arm von Shure. Er kostet 109 Euro. Er ist für SM7B und MV7 gedacht, trägt Mikrofone bis 2 kg und wiegt selbst rund 2 kg. Das Kabel läuft in einem Kabelkanal mit Clip, die Mechanik ist gedämpft, die Klemme fasst 55 mm. Die beiden Armsegmente sind 458 bis 585 mm (ausziehbar) und 458 mm lang.

Der Vorteil ist die Abstimmung auf die Shure-Mikros, inklusive Verlängerung für SM7B und MV7. Der Nachteil: Der Arm ist neu, Langzeiterfahrungen gibt es noch kaum. Das SM7B ist aber genau das Mikro, für das er gebaut wurde.
Bei Amazon gibt es außerdem die Arme „Shure by Gator“ (Deluxe und Low Profile). Das sind andere Modelle als der SH-BROADCAST1, auch wenn dieser ebenfalls von Gator für Shure gebaut wird.
Brauchst du den Shure-Arm für ein SM7B? Nein. Der PSA1+ hält das SM7B mit A26X-Verlängerung problemlos, das habe ich im Video gezeigt. Mehr zum Mikro steht in meinem Shure SM7B Test und Vergleich mit Rode Procaster und PodMic.
- Stärken: trägt bis 2 kg, für SM7B/MV7 abgestimmt, Kabelkanal
- Schwächen: neu, Klemme nur bis 55 mm, 10 Euro teurer als der PSA1+
Profi: Yellowtec m!ka
Der Yellowtec m!ka ist ein Arm für Radio- und Profistudios. Die Version M Alu (YT3201) kostet 349 Euro. Er trägt bis 1,5 kg, reicht 787 mm weit und wiegt nur 1,04 kg. Das Kabel ist integriert, mit 50 cm offenem Ende am Mikrofon und 120 cm am Fuß. Eine XLR-Variante kostet 369 €. Beim Bewegen ist er sehr leise und dabei sehr stabil.

Der Haken neben dem Preis: Sockel oder Klemme sind nicht dabei, die musst du separat kaufen. Damit wird es am Ende noch teurer. Für ein Heimstudio ist das Overkill. Wenn du aber ein Studio einrichtest, in dem täglich mehrere Leute am Mikro sitzen, ist der m!ka die Klasse über allem anderen hier.
- Stärken: Profi-Studio-Qualität, sehr stabil, leicht, Kabel integriert
- Schwächen: 349 Euro, Sockel/Klemme extra
Ein weiterer Broadcast-Arm ist der Heil PL-2T. Er kostete am 31.10.2026 rund 236 Euro und liegt damit preislich zwischen dem Shure-Arm und dem Yellowtec m!ka.
Vergleichstabelle: Tragkraft, Klemme, Gewinde, Reichweite

Preise vom 31.10.2026.
Preis, Tragkraft und Tischklemme
| Mikrofonarm | Preis | Tragkraft | Tischklemme |
|---|---|---|---|
| Rode PSA1+ | 99 € | 94 g–1,2 kg | bis 70 mm |
| Rode PSA1 | 73 € | 0,7–1,1 kg | bis 55 mm |
| Roadworx Microphone Arm | 69 € | bis 2,6 kg | bis 56 mm |
| Roadworx Swivel | 69 € | bis 1,5 kg | bis 73 mm |
| Elgato Wave Mic Arm LP | 69,99 € (31.10.2026) | bis 2 kg | bis 60 mm |
| K&M 23850 | 95 € | bis 0,8 kg | bis 51 mm |
| K&M 23860 | 194 € | bis 1,5 kg | bis 51 mm |
| Shure SH-BROADCAST1 | 109 € | bis 2 kg | bis 55 mm |
| Yellowtec m!ka M Alu | 349 € | bis 1,5 kg | Sockel separat |
Gewinde und Kabelführung
| Mikrofonarm | Gewinde | Kabelführung |
|---|---|---|
| Rode PSA1+ | 3/8″, Adapter auf 5/8″ | Neopren-Hülle mit Klemmen |
| Rode PSA1 | 3/8″, Adapter auf 5/8″ | Klettbänder |
| Roadworx Microphone Arm | 3/8″, Adapter auf 5/8″ | Clips bis 8 mm |
| Elgato Wave Mic Arm LP | 1/4″, Adapter auf 3/8″ und 5/8″ | Kanäle mit Magnetabdeckung |
| K&M 23850 | 3/8″ und 5/8″ | 5 m XLR-Kabel dabei |
| K&M 23860 | 3/8″ und 5/8″ | innen, 6 m Kabel dabei |
| Yellowtec m!ka M Alu | 5/8″ | integriert, 50 + 120 cm |
Reichweite und Eigengewicht
Reichweite horizontal und Eigengewicht der Arme im Überblick. Beim K&M 23860 ist die Länge mit 460 bis 960 mm angegeben, beim Roadworx Microphone Arm sind die beiden Segmente je 43 cm lang.
| Mikrofonarm | Reichweite horizontal | Eigengewicht |
|---|---|---|
| Rode PSA1+ | 940 mm | 1,52 kg |
| Rode PSA1 | 820 mm | 1,74 kg |
| Yellowtec m!ka M Alu | 787 mm | 1,04 kg |
| Elgato Wave Mic Arm LP | 740 mm | 1,72 kg |
| Roadworx Swivel | 710 mm | 2,55 kg |
| K&M 23850 | 820 mm | 1,8 kg |
Kaufberatung: Tragkraft, Tischplatte, Kabel, Geräusche
Tragkraft: Erst das Mikro wiegen
Das wichtigste Kriterium. Ein Arm, der zu schwach ist, sackt ab. Einer, der zu stark ist, schnellt nach oben. Zur Orientierung: Das Shure SM7B wiegt rund 850 g, der Rode Procaster 695 g. Bei beiden bist du mit dem PSA1+, dem Roadworx Swivel, dem K&M 23860 oder dem m!ka auf der sicheren Seite. Beim K&M 23850 mit 0,8 kg reicht es fürs SM7B nicht, für den Procaster wird es eng. Denk auch an Spinne, Popschutz und Verlängerung, die kommen noch dazu, und je weiter der Arm ausgefahren ist, desto stärker zieht das Gewicht an den Gelenken.

Tischplatte: Dicke nachmessen
Klingt banal, wird aber oft vergessen. Die meisten Klemmen fassen 55 mm (beide K&M-Arme nur 51 mm), der Roadworx 56 mm, der Elgato 60 mm. Nur der PSA1+ mit 70 mm und der Roadworx Swivel mit 73 mm schaffen richtig dicke Platten. Hast du eine Kabeldurchführung im Tisch, lohnt der Stecksockel. Beim PSA1+ passt das Kabel gleich mit durch dasselbe Loch.
Kabel: Dicke und Führung
Klettbänder (PSA1) sind hässlich, aber flexibel. Clips und Klemmen sehen ordentlicher aus, haben aber Grenzen: Beim Roadworx ist bei 8 mm Schluss, beim PSA1+ kriegst du dicke Kabel nur mit Gewalt rein. Komplett aufgeräumt wird es mit innen geführten Kabeln wie beim K&M 23860 oder dem Yellowtec m!ka.
Geräusche: Wichtiger als du denkst
Wenn du während einer Aufnahme den Arm verschiebst, landet jedes Federknarzen im Mikro. Offene Federn wie beim PSA1 oder K&M 23850 hört man eher. Gedämpfte Mechanik wie beim PSA1+, Roadworx oder m!ka ist hier klar im Vorteil.
Kamera im Bild?
Für Streams und Videos sind die Low-Profile-Arme die bessere Wahl. Mein Tipp ist hier der Roadworx Swivel, beim schweren Mikro der Elgato.

Passendes Zubehör
Für ein Podcast-Setup lohnen auch meine Tests zum Mikro und zum Rekorder: Rode PodMic, Rode Procaster, der Vergleich PodMic vs. Procaster, das Shure MV6 und der Zoom PodTrak P4. Passende Mikros findest du im Mikrofon-Vergleich, und wer unterwegs aufnimmt, schaut in meinen Vergleich der Zoom H-Serie.
FAQ
Hält der PSA1+ ein Shure SM7B?
Ja. Das SM7B wiegt rund 850 g, der PSA1+ trägt 94 g bis 1,2 kg. In meinem Video hält der Arm das SM7B sogar mit Shure-A26X-Verlängerung und waagerecht ausgefahren. Eng wird es nur zwischen Kontermutter und XLR-Stecker, das Mikro lässt sich nicht beliebig drehen.
Welche Tischdicke passt?
Beim PSA1+ bis 70 mm mit der Klemme. Für die feste Montage gibt es einen Gewindeeinsatz für Tischplatten bis 55 mm Stärke. Bei den meisten Alternativen ist bei 55 mm Schluss, beim Roadworx Swivel erst bei 73 mm.
Weiß oder schwarz?
Technisch gibt es keinen Unterschied. Der weiße PSA1+ kostet 103 Euro, also 4 Euro mehr als der schwarze. Nimm die Farbe, die zu deinem Schreibtisch passt. Beim schwarzen fällt das weiße Logo allerdings deutlich auf.
Ist der alte PSA1 noch eine Option?
Nur wenn du ihn sehr günstig bekommst und ein Mikro zwischen 0,7 und 1,1 kg hast. Für 26 Euro mehr ist der PSA1+ die bessere Wahl.
Welcher Arm ist der beste günstige?
Der Roadworx Microphone Arm für 69 Euro, als B-Stock oft noch günstiger. Wer nur 39 Euro ausgeben will, schaut sich den Millenium DS150 an.
Fazit
Der Rode PSA1+ bleibt für mich der Maßstab: leise, große Reichweite, trägt fast jedes Mikro und kostet aktuell nur 99 Euro. Perfekt ist er nicht, die Kabelklemmen sind für dicke Kabel zu eng.
Sparen kannst du mit dem Roadworx Microphone Arm, der für leichte Mikros völlig reicht. Willst du das Mikro aus dem Bild haben, nimm den Roadworx Swivel. Der Shure-Arm lohnt sich vor allem, wenn du ohnehin im Shure-Kosmos unterwegs bist, und der Yellowtec m!ka ist etwas für echte Studios mit Budget. Den alten PSA1 würde ich 2026 nicht mehr neu kaufen.
Mehr zum Thema: Im Low-Profile-Mikrofonarm-Vergleich stehen alle flachen Arme für Streamer, im Audio-Interface-Vergleich das passende Interface für dein Mikro.