Welche Objektive lohnen sich für Sony-APS-C-Kameras mit E-Mount wirklich?
Im Video werden acht Objektive für Sony E-Mount vorgestellt: fünf Festbrennweiten von Sigma 16mm F1.4 über Viltrox AF 23mm F1.4, Sigma 30mm F1.4 und Sony E 35mm F1.8 OSS bis zum Sony E 30mm F3.5 Makro sowie drei Zooms – Sony E 10–18 mm F4 OSS, Sony Zeiss Vario-Tessar E 16–70 mm F4 OSS und Sony E 55–210 mm F4.5–6.3 OSS. Zu jedem gibt es Daten, Preise (laut Video, Stand September 2026), Stärken, Schwächen und Alternativen.

Technische Daten im Überblick
| Objektiv | KB-Äquivalent | Naheinstellgrenze | Gewicht | Filter | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|---|
Sigma 16mm F1.4 |
24 mm | 25 cm | 405 g | 67 mm | 385 € |
Viltrox 23mm F1.4 |
35 mm | 30 cm | 260 g | 52 mm | 260 € |
| Sigma 30mm F1.4 | 45 mm | 30 cm | 265 g | 52 mm | 340 € |
Sony 35mm F1.8 OSS |
52,5 mm | 30 cm | 155 g | 49 mm | 360 € |
Sony 30mm F3.5 Makro |
45 mm | ca. 2,4 cm Arbeitsabstand | 138 g | 49 mm | 210 € |
| Sony 10–18mm F4 OSS | 15–27 mm | 25 cm | 225 g | 62 mm | 600–750 € neu, 300–400 € gebraucht |
Sony Zeiss 16–70mm F4 OSS |
24–105 mm | 35 cm | 308 g | 55 mm | 750 € |
Sony 55–210mm F4.5–6.3 OSS |
82,5–315 mm | 1 m | 345 g | 49 mm | 250 € |
Die Brennweiten werden bei APS-C mit dem Faktor 1,5 umgerechnet. Alle APS-C-Objektive funktionieren auch an Vollformatkameras wie der A7 oder FX3, dann allerdings im Crop-Modus.
Sigma 16mm F1.4 – Weitwinkel mit viel Licht
Das Sigma 16mm F1.4 entspricht 24 mm Kleinbild. Es wiegt 405 g, hat ein 67-mm-Filtergewinde, neun Blendenlamellen und eine Abdichtung gegen Staub und Spritzwasser. Einen Bildstabilisator gibt es nicht, der Autofokus arbeitet mit Schrittmotor. Preis: rund 385 €. Alternativen sind das Sigma 12mm F1.4 und das Sony E 15mm F1.4 G für etwa 640 €.

Im Video fühlt sich das Sigma aus Metall sehr massiv an, der Bajonettbereich ist mit einem kleinen Gummiring gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Es ist das lichtstärkste Weitwinkelobjektiv der Sammlung, sehr scharf und zum Filmen wie zum Fotografieren gut geeignet. Für 24 mm äquivalent hat es ein starkes Bokeh und passt durch die Lichtstärke zu Low Light, Innenräumen und Landschaften. Der Schrittmotor ist gut und leise, aber nicht der allerschnellste. Kritikpunkte: Das Objektiv wirkt etwas klobig, und die große Streulichtblende lässt sich nur etwas hakelig aufsetzen. Die große Frontlinse sorgt laut Video häufig für weniger Verzeichnung und weniger chromatische Aberration. Preis-Leistung wird als sehr gut bewertet – ein „Brot-und-Butter-Objektiv“, das es auch für andere Bajonette gibt.
Viltrox AF 23mm F1.4 – günstige 35-mm-Optik
Das Viltrox AF 23mm F1.4 kommt auf 35 mm Kleinbild, wiegt 260 g und nutzt 52-mm-Filter. Es hat einen STM-Autofokus, einen Blendenring, neun Lamellen und einen USB-C-Anschluss für Firmware-Updates. Mit etwa 260 € ist es die günstigste Festbrennweite mit f/1,4 in diesem Vergleich. Als Alternative wird das Sigma 23mm F1.4 für 450 bis 500 € genannt.
Trotz der kompakten Bauweise wirkt das Viltrox schwer, weil es samt Streulichtblende aus Metall ist. Die Blende wird elektronisch angesteuert: Der Blendenring lässt sich auf Automatik stellen oder zum Einstellen nutzen, ohne Strom bewegt sich nichts. Im Video ist es das günstigste lichtstarke Street- und Reportageobjektiv – mobil und als Immer-drauf-Objektiv geeignet. Autofokus und Eckenqualität liegen laut Video leicht hinter dem Sigma, was für den Preis aber in Ordnung ist. Ein Firmware-Update war bisher noch nicht nötig. Die Streulichtblende lässt sich wie bei den meisten Objektiven umgedreht aufsetzen, um auf Reisen Platz zu sparen.
Sigma 30mm F1.4 – der Klassiker
Das Sigma 30mm F1.4 entspricht 45 mm und damit fast einer Normalbrennweite. Es wiegt 265 g, hat 52 mm Filtergewinde, neun Blendenlamellen und kostet rund 340 €.

Das 30er ist deutlich leichter und kompakter als das 16er aus derselben Contemporary-Serie, bei gleicher Bauqualität. Im Video steht es auf f/1,6, also leicht abgeblendet, an der ZV-E10 II. Der Autofokus mit Schrittmotor greift zuverlässig, etwa wenn eine Hand vor das Gesicht gehalten wird – was laut Video natürlich auch an der Sony-Kamera liegt. Es ist das Alltags-Prime: natürlicher Blickwinkel, ähnlich dem der eigenen Augen. Zur Freistellung gibt das Video eine Orientierung: rund 1,50 m vor der Kamera, der Hintergrund etwa 2,50 bis 3 m entfernt, bei f/1,4 ergibt sich bereits eine starke Unschärfe. Einziger Nachteil beim Filmen ist der fehlende Bildstabilisator. Auf dem Stativ wird es als genial beschrieben und bleibt im Setup.
Sony E 35mm F1.8 OSS – klein und stabilisiert
Das Sony E 35mm F1.8 OSS ist mit 155 g sehr kompakt, die Frontlinse ist klein. Umgerechnet ergibt sich eine Brennweite von 52,5 mm. Es hat einen optischen Bildstabilisator, sieben Blendenlamellen und 49-mm-Filter, ist aber nicht abgedichtet. Preis: etwa 360 €.
Das 35er war im alten Setup das Hauptobjektiv und wurde dort offenblendig bei f/1,8 ohne Probleme genutzt. Es ist eines von drei stabilisierten Objektiven der Sammlung, der Stabilisator ist für Gehäuse ohne IBIS ein Vorteil. Eine Erfahrung wird offen erwähnt: Kurz nach dem Kauf im Angebot funktionierte der Autofokus nicht mehr richtig, das Objektiv wurde von Sony innerhalb von ein bis zwei Wochen repariert und läuft seitdem – laut Video vor rund vier Jahren, vielleicht ein „Montagsexemplar“. Optisch ist es nicht ganz so knackig wie das Sigma 30mm. Weil das Bajonett keine Gummidichtung hat, ist bei Staub und Regen Vorsicht geboten. Kompakt und gut zum Reisen.
Sony E 30mm F3.5 Makro – für Overhead und Details
Das Sony E 30mm F3.5 Makro wird im Video in der Overhead-Kamera eingesetzt. Es bildet im Maßstab 1:1 ab, der Arbeitsabstand zur Frontlinse beträgt nur rund 2,4 cm. Mit 138 g, 49-mm-Filter und sieben Lamellen ist es leicht, der Preis liegt bei etwa 210 €.

Der Fokus arbeitet laut Video so leise, dass er im Mikrofon direkt daneben nicht zu hören ist. Bei wenig Licht und sehr naher Distanz pumpt der Autofokus an der ZV-E10 II etwas, an kontrastreichen Motiven funktioniert er deutlich besser. Zusätzlich lässt sich der Clear Image Zoom nutzen, um weiter zu vergrößern. Mit f/3,5 ist es nicht besonders lichtstark und als Talking-Head-Objektiv nicht gedacht, sondern ein Spezialist für Blumen, Details und Produkte. Im Setup deckt es von oben den ganzen Tisch ab und kann trotzdem Kleinteile wie eine Fernbedienung aus der Nähe zeigen.
Sony E 10–18mm F4 OSS – Ultraweitwinkel-Zoom
Das Sony E 10–18 mm F4 OSS deckt 15–27 mm Kleinbild ab, wiegt 225 g und hat 62-mm-Filter. Es stammt aus dem Jahr 2012 und ist nicht abgedichtet. Neu kostet es 600 bis 750 €, gebraucht 300 bis 400 €. Alternativen: Tamron 11–20mm F2.8 (ca. 650 €), Sigma 10–18mm F2.8 (ca. 680 €) und Sony PZ 10–20mm F4 G (ca. 600 €).
Das 10–18 mm gehört zu den Objektiven, die schon sehr lange in Gebrauch sind. Neu ist es selten geworden und wird laut Video wohl ausverkauft. Der Autofokus ist gut, schnell und leise, die konstante Blende f/4 reicht bei Weitwinkel meist, wenn genug Licht da ist. Die Streulichtblende hat einen größeren Durchmesser und braucht im Rucksack mehr Platz. Spannend ist der Vergleich zum Sony PZ 10–20 mm: Das neuere G-Objektiv mit Power Zoom ist gut für Video und optisch vielleicht etwas besser, hat aber keinen Stabilisator. Wer sich selbst filmt oder vloggt, fährt mit dem alten 10–18 mm gerade in Kombination mit der elektronischen Stabilisierung der ZV-E10 II mitunter besser.
Sony Zeiss 16–70mm F4 OSS – Standardzoom mit Streuung
Das Sony Zeiss Vario-Tessar E 16–70 mm F4 OSS entspricht 24–105 mm, wiegt 308 g und nutzt 55-mm-Filter. Es kostet rund 750 € bei einer UVP von 1099 €. Laut Video gibt es eine große Serienstreuung, das gezeigte Exemplar ist bei etwa 60 mm in den Ecken weich. Abgedichtet ist es nicht. Alternativen sind das Sigma 18–50mm F2.8 (ca. 500 €), das Tamron 17–70mm F2.8 (ca. 600 €) und das Sony 16–55mm F2.8 G (ca. 850 €).

Das 16–70 mm war das erste E-Mount-Objektiv im Video. Wegen der Serienstreuung wurden damals drei Exemplare bestellt, zwei zurückgeschickt und das optisch beste behalten. Die Verarbeitung ist metallisch und hochwertig, der Zoom fühlt sich laut Video noch heute wie neu an, die Streulichtblende aus Kunststoff wird innen eingesetzt. Für ein Reisezoom ist es sehr kompakt – ein vergleichbar kleines Objektiv mit dieser Range gibt es im Vollformat praktisch nicht. Schwächen sind Low Light und Freistellung wegen f/4. Heute würde es laut Video nicht noch einmal gekauft, damals gab es keine Alternativen. Behalten wird es trotzdem. Das Sony 16–55 mm F2.8 G wird als eines der schärfsten Zooms genannt, hat aber weniger Range.
Sony E 55–210mm F4.5–6.3 OSS – günstiges Tele
Das Sony E 55–210 mm F4.5–6.3 OSS reicht umgerechnet von 82,5 bis 315 mm. Es wiegt 345 g, nutzt 49-mm-Filter, hat sieben Lamellen und eine Naheinstellgrenze von 1 m. Für rund 250 € ist es ein günstiger Einstieg, gut nutzbar ist es abgeblendet auf f/8. Als Alternative wird das Sony 70–350mm G für 700 bis 750 € genannt.

Das Tele wirkt mit viel Kunststoff und mattem Bajonett günstiger und ist nicht abgedichtet, die Verarbeitung des Zooms ist aber besser als bei günstigen Teles von Drittherstellern. Der Zoomfaktor beträgt 3,8, der Autofokus ist okay, aber etwas langsam, der Stabilisator ist bei dieser Brennweite ein großer Vorteil. Offenblendig ist das Bild weich, bei Blättern und Spitzlichtern sollte man auf chromatische Aberration achten. Im Video wurden damit Vögel aus dem Fenster fotografiert, für ernsthafte Wildlife-Fotografie taugt es eher nicht. Es lässt sich kompakt mitnehmen, falls man die Brennweite braucht.
APS-C-Objektive an Vollformat und warum E-Mount
Jedes gezeigte Objektiv funktioniert auch an Vollformatkameras wie Alpha 7 oder FX3. Der Bildwinkel ist dann kleiner, gecroppt wird am Computer oder direkt per Modus in der Kamera. Dieser Vorteil war laut Video ein Grund für den Umstieg auf APS-C. Canon hat einen Crop-Faktor von 1,6, Nikon und Sony von 1,5. An einer A6500 mit dem 35 mm F1.8 zeigt sich, wie kompakt und leicht das System ist. Viele Hersteller wie Viltrox konzentrieren sich auf E-Mount, weil die Kameras sehr gut für Video geeignet sind. Kein Objektiv der Sammlung ist vierstellig, während lichtstarke Vollformat-Zooms schnell sehr teuer werden.
Kapitel im Video
- 00:00 – Intro
- 01:08 – Sigma 16mm F1.4
- 04:43 – Viltrox 23mm F1.4
- 07:17 – Sigma 30mm F1.4
- 09:18 – Sony 35mm F1.8 OSS
- 12:09 – Sony 30mm Makro
- 15:22 – Sony 10–18mm F4 OSS
- 18:50 – Sony Zeiss 16–70mm F4
- 23:21 – Sony 55–210mm OSS
- 27:07 – Fazit
- 27:57 – APS-C-Objektive an Vollformat
Vor- und Nachteile der Auswahl
Vorteile:
- Lichtstarke f/1,4-Festbrennweiten ab ca. 260 €
- Viltrox mit Blendenring und USB-C für Firmware
- Makro mit 1:1 und sehr kurzem Arbeitsabstand
- APS-C-Objektive auch an Vollformat im Crop-Modus nutzbar
Nachteile:
- Sigma 16mm ohne Bildstabilisator und vergleichsweise schwer
- Sony-Zooms nicht abgedichtet, 10–18 mm bereits von 2012
- 16–70 mm mit großer Serienstreuung
- 55–210 mm erst abgeblendet auf f/8 richtig gut
Für wen eignen sich die Objektive?
Für Videos am Schreibtisch und Vlogs bieten sich die lichtstarken Festbrennweiten von Sigma und Viltrox an, für Overhead-Aufnahmen und Produktdetails das Makro. Wer flexibel bleiben möchte, greift zu einem der Zooms oder zu den genannten Alternativen mit f/2,8.
Fazit
Für Sony-APS-C gibt es viele gute und bezahlbare Objektive. Besonders die f/1,4-Festbrennweiten von Sigma und Viltrox bieten viel Licht für wenig Geld. Bei den Sony-Zooms lohnt ein Blick auf die moderneren Alternativen mit f/2,8.
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