Warum Sony ZV-E10 II? Vergleich zur ZV-E10, A6700 und FX30

Lohnt sich die Sony ZV-E10 II gegenüber der ersten ZV-E10 – und warum nicht gleich A6700 oder FX30?

Im Video wird die Sony ZV-E10 II direkt mit ihrer Vorgängerin Sony ZV-E10 verglichen und gegen die Sony A6700 und die Sony FX30 abgegrenzt, die denselben Sensor nutzen. Es geht um Auflösung, 4K-Modi, Autofokus, 10 Bit, Akku, Display und um die Frage, für wen die günstigste der drei Kameras die beste Wahl ist.

Sony ZV-E10 II mit Sigma 30mm F1.4 von oben
Bild: web-done / eigenes Video

Technische Daten: ZV-E10 vs. ZV-E10 II

Merkmal ZV-E10 Sony ZV-E10 IIZV-E10 II
Auflösung 24,2 MP 26 MP
4K ohne Crop bis 25p bis 30p (6K oversampled)
4K 60p / 120p – 60p ab Werk, 120p per Zertifikat (mit Crop)
Autofokus 425 Messfelder, ca. 84 % Abdeckung 759 Messfelder, ca. 94 % Abdeckung
Farbtiefe 8 Bit 4:2:0 10 Bit 4:2:2
Display 921.000 Bildpunkte 1,04 Mio. Bildpunkte, voll touchfähig
USB-Streaming 720p30 4K30
Akku NP-FW50 NP-FZ100
Gewicht 343 g 377 g

Sensor, Prozessor und 4K

Die ZV-E10 II löst mit 26 statt 24,2 Megapixeln auf und hat einen deutlich besseren Prozessor. 4K wird aus 6K oversampled, das sorgt für mehr Schärfe, und der Rolling-Shutter-Effekt fällt geringer aus. Die alte ZV-E10 schafft 4K ohne Crop nur bis 25p, die Mark II bis 30p. 4K 60p ist ab Werk möglich, 4K 120p lässt sich über ein Zertifikat nachrüsten, das du installieren musst – bei 120p gibt es dann einen Crop.

Vergleich der Videofunktionen von ZV-E10 und ZV-E10 II
Bild: web-done / eigenes Video

Autofokus und Clear Image Zoom

Beim Autofokus legt die Mark II deutlich zu: 759 statt 425 Messfelder und eine Abdeckung von rund 94 statt 84 Prozent. Im Video zeigt sich das an der Gesichts- und Augenerkennung, die zuverlässig greift, auch wenn eine Hand ins Bild kommt. Neu ist außerdem, dass der Clear Image Zoom mit Autofokus funktioniert.

Demonstration des Autofokus der Sony ZV-E10 II mit der Hand vor der Kamera
Bild: web-done / eigenes Video

10 Bit, S-Log3 und LUTs

Der größte Unterschied für die Bearbeitung: Die ZV-E10 nimmt in 8 Bit 4:2:0 auf, die ZV-E10 II in 10 Bit 4:2:2. Damit ist S-Log3 sinnvoll nutzbar, Farben lassen sich besser bearbeiten, ohne dass das Bild auseinanderfällt. Wer nicht graden möchte, kann S-Cinetone verwenden. Die Mark II kann LUTs direkt in der Kamera anwenden, sodass das Monitorbild schon dem späteren Look entspricht. Im Video wird in 4K 25p mit S-Log3 und Leeming-LUTs gefilmt, bei ISO 4000 mit dem Sigma 30mm F1.4 bei f/1,6. Laut Video kosten solche LUT-Pakete ungefähr 30 bis 40 €.

Aufnahme mit der Sony ZV-E10 II in S-Log3 und 10 Bit
Bild: web-done / eigenes Video

Display, Streaming und Ton

Das Display der Mark II hat 1,04 Millionen statt 921.000 Bildpunkte und ist voll touchfähig. Per USB kann die neue Kamera in 4K30 streamen, die alte nur in 720p30. Verbaut sind drei Mikrofone. Strom bekommt die ZV-E10 II per USB-C mit Power Delivery, damit ist auch Dauerbetrieb möglich.

Akku, Gehäuse und Wärme

Statt des kleinen NP-FW50 nutzt die ZV-E10 II den NP-FZ100. Die Laufzeit steigt dadurch laut Video um rund 70 bis 80 Prozent. Der SD-Kartenslot sitzt jetzt seitlich, du musst also nicht mehr ans Akkufach. Das Gehäuse wiegt 377 statt 343 g, der Griff ist größer, besteht aber weiterhin aus Kunststoff. In 4K 25p und bei etwa 25 °C Raumtemperatur gibt es keine Überhitzung, bei 60p und 120p wird die Kamera dagegen warm.

Akkufach der Sony ZV-E10 II für den NP-FZ100
Bild: web-done / eigenes Video

Was der ZV-E10 II fehlt

Es gibt keinen Bildstabilisator im Gehäuse (IBIS), keinen Sucher und keinen mechanischen Verschluss. Für Aufnahmen vom Stativ oder am Schreibtisch spielt das kaum eine Rolle, aus der Hand musst du auf stabilisierte Objektive oder einen Gimbal setzen.

Gehäuse und Griff der Sony ZV-E10 II in der Hand
Bild: web-done / eigenes Video

Vergleich mit A6700 und FX30

Die Sony A6700 und die Sony FX30 nutzen denselben Sensor wie die ZV-E10 II. Die A6700 kostet laut Video etwa das 1,6- bis 1,7-Fache, die FX30 mehr als das Doppelte bis fast das Dreifache. Dafür bieten beide einen 5-Achsen-Bildstabilisator und einen KI-gestützten Autofokus. Die FX30 hat zusätzlich einen Lüfter, Gewinde für Zubehör und mehr Tasten. Wer vor allem vom Stativ filmt, bekommt mit der ZV-E10 II die gleiche Bildqualität deutlich günstiger. Da es sich um APS-C handelt, gibt es lichtstarke Festbrennweiten mit f/1,4 schon ab etwa 150 bis 200 €.

So entsteht das Video

Gefilmt wird das Video selbst mit der ZV-E10 II in 4K 25p und S-Log3. Die Overhead-Perspektive kommt in diesem Video noch von einer älteren Sony A6500, die laut Video gut über zehn Jahre alt ist und ebenfalls in 4K 25p aufnimmt. Über ihr Micro-HDMI-Kabel läuft das Bild auf einen zweiten Monitor, damit sich Objekte, die in die Kamera gehalten werden, kontrollieren lassen. Die beiden alten ZV-E10 wurden durch zwei ZV-E10 II ersetzt. Das Video ist also auch ein Erfahrungsbericht aus einem statischen YouTube-Setup mit Stativ und Schreibtisch.

4K 120p und die Sache mit den Speicherkarten

Ab Werk wird die ZV-E10 II mit 4K 60p ausgeliefert, 4K 120p lässt sich per Zertifikat nachrüsten. Das ist laut Video vor allem für B-Roll sehr gut zu gebrauchen. Zwei Haken werden aber genannt: Bei 120p gibt es einen Crop, und die nötigen schnellen Speicherkarten sind sehr teuer geworden. Flash- und Arbeitsspeicher sind im Moment unglaublich teuer, deshalb wurde für die hohen Bildraten nur eine kleine 44-GB-Karte von Kingston gekauft. Für längere Aufzeichnungen wie das Video selbst in 4K 25p steckt eine 512-GB-Karte von Samsung in der Kamera.

Bildlook in der Praxis: S-Log3, LUT und Preset

Für den Alltag zeigt das Video einen einfachen Workflow: Die LUT liegt in der Kamera, sodass das Bild schon beim Filmen dem fertigen Look entspricht. In Final Cut ist die Farbkorrektur als Preset gespeichert und auf eine Tastenkombination gelegt – zwei Tasten, und der Look sitzt auf jedem Clip. Die Hauttöne gefallen im Video mit der Mark II noch etwas besser.

Auch das Standardprofil wird gelobt: Die ZV-E10 hat laut Video bessere Standardprofile als die alte A6500, die bei Hauttönen aber auch nicht schlecht war. Wer nicht graden möchte, kann also auch ohne S-Log3 gute Ergebnisse bekommen. Das Rauschen bei ISO 4000 wird nicht als Nachteil gesehen: Es wirkt wie Filmkorn, stört nicht und lässt das Bild laut Video eher etwas hochwertiger wirken.

Bedienung und Menü

Dank voller Touchfunktion lässt sich bei der Mark II auch das Menü komplett per Fingertipp bedienen. Gelobt wird das Einstellungsmenü mit zwei Seiten, auf denen alle wichtigen Einstellungen, Funktionen und Voreinstellungen zu finden sind – etwa die Bildrate, im Video 25p. Am Gehäuse sitzen drei Mikrofone, die in unterschiedliche Richtungen zeigen. Oben gibt es ein Rändelrad, das sich wahlweise mit ISO, Blende oder Belichtungszeit belegen lässt, am Griff kann man den Daumen etwas einhaken.

Weniger gut gelöst ist der SD-Kartenslot: Er sitzt zwar in einem separaten Fach an der Seite, ist aber nicht besonders gut erreichbar – vor allem, wenn Kabel an der Kamera hängen. Außerdem ist der größere Akku teurer, was sich bemerkbar macht, wenn du Ersatzakkus nachkaufen musst.

Dauerbetrieb am Strom

Im Studio hängt die Kamera während der Aufnahme am Strom. Per USB-C kann sie über Stunden betrieben werden, im Video war der Akku nicht ganz voll und lud gleichzeitig. Vier Stunden Aufnahme sind laut Video kein Problem, solange die Speicherkarte reicht. Dauerbetrieb über USB-C ist mit beiden Generationen möglich.

APS-C, Unschärfe und Objektive

Eine APS-C-Kamera mit einem lichtstarken f/1,4-Objektiv ist laut Video für solche Aufnahmen in etwa mit einer Vollformatkamera wie der FX3 vergleichbar. Viel mehr Hintergrundunschärfe will man bei Talking-Head-Aufnahmen gar nicht haben, sie sieht dann eher nicht mehr gut aus. Durch den Crop-Faktor von 1,5 ist der Unterschied zum Vollformat nicht mehr so groß. Dazu kommt: Für Sony E-Mount gibt es inzwischen extrem viele gute und günstige f/1,4-Objektive in den meisten Brennweiten.

Überhitzung im Detail

Grundsätzlich überhitzen laut Video weder die erste noch die zweite Generation bei 25p und etwa 25 °C Umgebungstemperatur – ohne Wind, aber auch ohne direkte Sonne. Ab 60p kann es dagegen zur Überhitzung kommen. Das wird im Video relativiert: Solche Aufnahmen laufen keine Ewigkeit, B-Roll-Clips von etwa zwei Minuten schaffen die Kameras ohne Probleme. Die alte A6500 überhitzt dagegen gelegentlich.

Warum zwei Kameras und welche Alternative für wen?

Die zweite ZV-E10 II wurde geholt, um den Look zwischen den Perspektiven einheitlich zu halten. Bei den Alternativen zieht das Video eine klare Linie: Die A6700 ist eher für Fotografen geeignet, denn sie hat einen Sucher und einen mechanischen Verschluss – beides fehlt der ZV-E10 II, die im Gegensatz zur Mark I auch keinen mechanischen Shutter mehr hat. Die FX30 richtet sich eher an Handfilmer und an alle, die die Kamera als Arbeitspferd für endlose 4K-Aufnahmen einsetzen, da sie eine aktive Lüftung besitzt.

Kapitel im Video

  • 00:00 – Warum zwei ZV-E10 II
  • 01:24 – Sensor, 4K und Rolling Shutter
  • 04:03 – Autofokus und Clear Image Zoom
  • 05:21 – 10 Bit, S-Log3 und Bildlook
  • 10:45 – Streaming, Akku und Gehäuse
  • 15:03 – Überhitzung und Dauerbetrieb
  • 16:40 – Kein IBIS, kein Sucher
  • 17:30 – Gleicher Sensor wie A6700 und FX30
  • 20:00 – Objektive und APS-C vs. Vollformat
  • 21:50 – Fazit

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • 26 MP, 4K aus 6K oversampled, weniger Rolling Shutter
  • 10 Bit 4:2:2 mit S-Log3, S-Cinetone und LUTs in der Kamera
  • Deutlich besserer Autofokus mit 759 Messfeldern
  • NP-FZ100-Akku mit rund 70–80 % mehr Laufzeit
  • 4K30-Streaming per USB, Stromversorgung per USB-C PD

Nachteile:

  • Kein IBIS, kein Sucher, kein mechanischer Verschluss
  • 4K 120p nur per Zertifikat und mit Crop
  • Griff aus Kunststoff, Wärmeentwicklung bei 60p/120p

Für wen ist die ZV-E10 II?

Die Kamera richtet sich an YouTuber und Content Creator, die vom Stativ filmen, Wert auf 10 Bit und guten Autofokus legen und nicht den Aufpreis für A6700 oder FX30 zahlen möchten. Wer viel aus der Hand dreht oder einen Sucher braucht, ist bei der A6700 besser aufgehoben, für längere Aufnahmen mit hohen Bildraten bei der FX30.

Fazit

Die Sony ZV-E10 II ist gegenüber der Sony ZV-E10 ein großer Schritt: 10 Bit, besserer Autofokus, größerer Akku und 4K ohne Crop bis 30p. Gegenüber A6700 und FX30 fehlen IBIS und einige Komfortfunktionen, die Bildqualität ist bei gleichem Sensor aber vergleichbar – zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Häufige Fragen zur Sony ZV-E10 II

Lohnt sich der Umstieg von der ZV-E10?

Für statische Setups laut Video ja: 10 Bit 4:2:2, deutlich besserer Autofokus, 4K ohne Crop bis 30p und ein Akku mit rund 70 bis 80 Prozent mehr Laufzeit.

Überhitzt die ZV-E10 II?

In 4K 25p bei etwa 25 °C gab es im Video keine Überhitzung. Bei 60p und 120p kann es dagegen passieren – für ein paar Minuten B-Roll reicht es laut Video aber ohne Probleme.

Brauche ich S-Log3?

Nein. Die Standardprofile und S-Cinetone sehen laut Video bereits gut aus. S-Log3 lohnt sich, wenn du mit LUTs arbeiten und Farben nachbearbeiten willst.

Warum nicht gleich die A6700?

Die A6700 bietet IBIS, einen Sucher und KI-Autofokus, kostet aber etwa das 1,6- bis 1,7-Fache. Vom Stativ liefert die ZV-E10 II mit demselben Sensor eine vergleichbare Bildqualität.

Kann ich die Kamera als Webcam nutzen?

Ja, per USB streamt die ZV-E10 II in 4K30, die alte ZV-E10 nur in 720p30.

Affiliate-Hinweis: Die mit * markierten Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Der Preis für dich bleibt gleich. Danke für die Unterstützung!

Wenn dir der Artikel "Warum Sony ZV-E10 II? Vergleich zur ZV-E10, A6700 und FX30" gefallen hat und du mich und meine Unabhängigkeit etwas unterstützen möchtest, würde ich mich über deinen Kommentar freuen und wenn du eine Kamera, ein Objektiv oder auch ein beliebiges anderes Produkt bei Amazon kaufen möchtest, kannst du dies zum unveränderten Kaufpreis HIER bestellen. Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.