Shure SM7B


Das Shure SM7B ist vermutlich das bekannteste dynamische Mikrofon für Podcaster, Streamer und YouTuber, und in meinen Videos taucht es praktisch ständig auf. Ich habe es ausführlich getestet und mit dem Røde Procaster und dem Røde PodMic verglichen. Seitdem musste es an fast jedem Interface, Rekorder und Mixer zeigen, wie viel Gain es wirklich braucht. Hier erfährst du, warum es für mich trotz seines Preises der Gewinner ist und worauf du beim Zubehör achten musst.

Ein Mikrofon mit Geschichte

Das SM7B ist ein dynamisches Großmembranmikrofon und gehört damit in die Klasse der typischen Podcast-Mikrofone. Es hat einen XLR-Anschluss, der etwas unüblich unten sitzt, und braucht keine Phantomspeisung. Dynamische Mikrofone brauchen die nie. Du brauchst also nur ein Gerät zum Aufzeichnen, das ordentlich Gain hat. Prädestiniert ist es für Podcaster, aber auch viele Sänger nutzen es, gerade in Homestudios.

Die Geschichte ist beeindruckend. Mit der Urversion SM7 von 1973 wurden Alben wie Thriller von Michael Jackson aufgenommen. Das SM7A kam 1999 mit besserem Schutz gegen Brummen und einer leicht verbesserten Halterung. Das SM7B gibt es seit 2001, es bringt zusätzlich einen zweiten, dickeren Poppschutz mit. Die Grundstruktur und die Kapsel sind seitdem im Grunde gleich geblieben. Verbaut ist eine Kapsel aus der Unidyne-III-Familie, die es seit etwa 1960 gibt und die auch im SM58 und SM57 steckt.

Ich gebe offen zu: Ein bisschen ist das SM7B auch ein Prestige-Objekt. Ich war nie ein Fan und lasse mich von solchen Dingen eigentlich nicht anstecken. Vor dem SM7B hatte ich das PodMic, davor den Procaster. Das SM7B hat diese Mikrofone bei mir aber abgelöst. Preislich liegt es in der Mittelklasse, etwa doppelt so teuer wie ein komplett ausgestatteter Procaster.

Klang und Richtcharakteristik

Das SM7B überträgt 50 bis 20.000 Hz und hat eine Nierencharakteristik. Spreche ich leicht von der Seite hinein, höre ich mich immer noch sehr gut. Direkt von der Seite oder von hinten wird es drastisch leiser. Ich finde es sehr praktisch, dass ich mich nicht immer exakt vor dem Mikrofon positionieren muss.

Der Klang ist das Besondere an diesem Mikrofon. Er ist relativ sanft, nicht zu spitz und nicht zu hart. Die Tiefen kommen sehr gut rüber, die Höhen sind mittel, die Mitten etwas gedämpft. Zischlaute, für die du sonst in der Nachbearbeitung einen De-Esser brauchst, nimmt es von Natur aus gar nicht so stark auf. Der Klang ist also nicht komplett ausgewogen und linear, und es ist auch nicht das neutralste dynamische Mikrofon. Aber genau diesen historisch gewachsenen Klang finde ich richtig gut.

Im Test habe ich mit dem Zoom F6 aufgenommen und in der Nachbearbeitung nur einen Limiter und einen ganz leichten Kompressor verwendet, keinen Equalizer. So wie du es hörst, klingt das Mikrofon also tatsächlich. Den Raumhall nimmt es als dynamisches Mikrofon nur wenig auf. Außerdem ist es gut gegen Handystrahlung und WLAN abgeschirmt. Selbst mit dem Smartphone direkt daneben habe ich keine Störgeräusche gehört.

Schalter, Poppschutz und Sprechabstand

Hinten sitzen unter einer verschraubten Abdeckung zwei Schalter: ein Mid-Boost, der die oberen Mitten anhebt und die Stimme etwas verständlicher macht, und ein Bass-Roll-off, der Rumpelgeräusche wie Straßenlärm oder Trittschall abschwächt. Ich selbst nutze beide nie, denn gerade der originale Frequenzgang mit den Tiefen ist der Sound, den man an diesem Mikrofon mag. Deshalb habe ich die Abdeckung normalerweise immer drauf.

Den einfachen Poppschutz finde ich völlig ausreichend, der dickere zweite liegt zusätzlich bei. Ohne Poppschutz ist der Klang sogar etwas klarer und deutlicher. Wenn du gut sprechen kannst und seitlich vorbeisprichst, geht das ohne Windgeräusche. Ich lasse ihn trotzdem drauf.

Der einzige Fehler, den du mit dem SM7B machen kannst, ist zu weit wegzugehen. Bei etwa 10 cm klingt es super, bei 20 cm geht es noch, bei 50 cm oder einem Meter solltest du es niemals nutzen. Am besten sprichst du direkt von vorn oder noch besser leicht seitlich, mit etwa 5 cm Abstand. Als Toleranz würde ich dem Mikrofon 3 bis 15 cm geben. Weil man dabei kaum etwas falsch machen kann, ist es für mich auch das beste Anfängermikrofon.

Bauweise, Halterung und Kabelführung

Richtig besonders ist die Körperschall-Dämpfung. Klopfe ich auf den Fuß oder auf den Schreibtisch, kommt davon kaum etwas an, weil die Kapsel schwingend gelagert ist. Du brauchst also keine Spinne. Auch wenn ich das Mikrofon während der Aufnahme im Winkel verstelle, taucht das bei vorsichtiger Bewegung nicht mehr auf der Tonspur auf. Da ist die Konkurrenz meiner Meinung nach noch nicht ganz aufgeschlossen.

Die legendäre Bügelhalterung hat sich seit Jahrzehnten kaum verändert. Mit zwei seitlichen Schrauben stellst du ein, wie leicht sich das Mikrofon bewegen lässt, unten gibt es ein normales Stativgewinde. Was Positionierung, Drehen, den XLR-Anschluss unten und die Haptik angeht, kenne ich kein praktischer gestaltetes Mikrofon. Der Körper ist wie ein Griff, und keines meiner anderen Mikrofone hat diese einmalige Haptik. Mit 766 g ist es für seine Größe relativ leicht.

Einen Kritikpunkt habe ich: Das Kabel vom XLR-Anschluss zur Kapsel läuft außen in einem relativ starken Bogen. Weil ich das SM7B am Røde PSA1 seitlich hängen habe, habe ich es immer im Blickfeld. Deshalb habe ich ein Klettband angebracht, das den Bogen etwas auffängt. Das könnte man heute sicher eleganter in der Halterung verlegen.

Wie viel Gain braucht das SM7B?

Das größte Problemchen ist die Empfindlichkeit. Mit −59 dB bzw. 1,12 mV/Pa ist das SM7B sehr leise, du musst das Signal also stark verstärken. Hat dein Interface oder Rekorder wenig Gain und rauscht relativ stark, hast du am Ende auch Rauschen auf der Spur. Inzwischen habe ich das SM7B an vielen Geräten ausprobiert. Mein Erfahrungswert liegt bei etwa 60 dB Gain für eine gute Lautstärke im normalen Sprechabstand.

Am RØDECaster Pro II stellt das Preset 55 dB ein, ich habe auf 60 dB erhöht. Am Mackie DLZ Creator hat der Assistent 58 dB gewählt. Am Mackie MainStream mit maximal 60 dB reicht es dagegen oft nicht. Dort musst du sehr nah herangehen oder einen FetHead dazwischenschalten, und ich würde mir mindestens 65 dB wünschen. Und im Vergleich günstiger Einsteiger-Interfaces liefen Focusrite Scarlett Solo, Audient iD4 und Røde AI-1 alle ohne Vorverstärker, das AI-1 habe ich so sogar für Voice-overs genutzt. Beim Scarlett Solo war allerdings der Kopfhörerverstärker zu schwach, um mich gut selbst zu hören.

Ein Inline-Vorverstärker wie der FetHead oder Cloudlifter verstärkt das Signal um weitere 15 bis 20 dB. Das kann bei einem schwächeren Rekorder oder Interface sinnvoll sein, mit einem guten Gerät brauchst du ihn meist nicht. Im Interface-Vergleich habe ich mit und ohne FetHead kaum Unterschiede gehört, und der FetHead hat bei manchen Kombinationen sogar ein leises Brummen verursacht. Er braucht außerdem Phantomspeisung.

Im Vergleich mit Procaster und PodMic

Der Røde Procaster ist ebenfalls ein dynamisches Großmembranmikrofon und kostet komplett mit Spinne und Windschutz etwa die Hälfte. Er ist noch unempfindlicher gegenüber Umgebungsgeräuschen, braucht dafür aber eine Spinne, weil er Klopfgeräusche relativ stark überträgt. Seinen Klang finde ich hammer: sehr linear, mit enorm hoher Deutlichkeit, manchmal fast zu deutlich. Er braucht weniger Gain als das SM7B. Preis-leistungsmäßig ist er mein Sieger, Schmatzgeräusche hört man bei ihm aber wesentlich deutlicher.

Das Røde PodMic ist das günstigste der drei. Es ist ähnlich gebaut, das XLR-Kabel kommt aber direkt von außen. Es ist auf Sprache optimiert, mit einer Art eingebautem Mid-Boost, filtert Umgebungsgeräusche nicht so gut heraus, nimmt mehr Raumhall auf und überträgt Klopfgeräusche deutlich stärker. Ich finde es gar nicht so schlecht und einfach zu besprechen, bei meiner Stimme gefällt mir der Klang aber nicht so sehr.

Das SM7B ist das teuerste der drei. Wegen der Natürlichkeit und Tiefe der Stimme, diesem Broadcast- und Radio-Sound und wegen des Gesamtpakets, das man gerne anfasst und in das man gerne hineinspricht, ist es für mich persönlich trotzdem der Gewinner. Die anderen beiden haben aber absolut ihre Berechtigung und ihre Fans.

Verarbeitung

Robust, mit legendärer Bügelhalterung und einmaliger Haptik. Das außen geführte Kabel läuft in einem unschönen Bogen.

Bedienung

Sehr gutmütig zu besprechen, Körperschall wird ohne Spinne gedämpft, und Schalter für Bass-Roll-off und Mid-Boost sind vorhanden.

Klang

Warmer, sanfter Broadcast-Klang mit kräftigen Tiefen und wenig Zischlauten. Er ist nicht neutral, aber sehr angenehm.

Ausstattung

Zwei Poppschutze und die Halterung sind dabei. Interface oder Rekorder müssen viel Gain liefern.

Vielseitigkeit

Ideal für Podcast, Stream, Voice-over und Gesang im Homestudio, auch in nicht perfekten Räumen. Für größere Sprechabstände ist es ungeeignet.

Preis-Leistung

Etwa doppelt so teuer wie ein Procaster, bietet dafür aber Klang, Haptik und ein langlebiges Gesamtpaket.

Das Shure SM7B ist ein legendäres Broadcast- und Gesangsmikrofon mit warmem, sanftem Klang, hervorragender Unterdrückung von Körperschall und Umgebungsgeräuschen und einer Haptik, die ich bei keinem anderen Mikrofon kenne. Man kann beim Besprechen kaum etwas falsch machen, solange man nah genug dran bleibt. Der Haken ist der hohe Gain-Bedarf: Plane ein Interface oder einen Rekorder mit reichlich sauberem Gain ein, eher mehr als 60 dB, oder einen FetHead. Wenn du ein Mikrofon für Podcast, Stream oder Voice-over suchst, das dich jahrelang begleitet, ist es eine sehr gute Wahl.

du einen warmen Broadcast-Sound für Podcast, Stream oder Voice-over suchst

du in einem nicht optimal behandelten Raum aufnimmst

du ein Interface oder einen Rekorder mit reichlich sauberem Gain hast

du ein unkompliziertes Mikrofon willst, bei dem du kaum etwas falsch machen kannst

du etwa die Hälfte ausgeben willst und einen sehr linearen, deutlichen Klang bevorzugst

dein Budget noch kleiner ist und dir ein einfaches Podcast-Mikrofon reicht

Dynamisches Großmembranmikrofon für etwa die Hälfte, noch unempfindlicher gegenüber Umgebungsgeräuschen und mit weniger Gain-Bedarf. Es braucht aber eine Spinne, und Schmatzgeräusche sind deutlicher zu hören. Preis-leistungsmäßig mein Sieger im Vergleich.

Günstigstes Mikrofon im Vergleich, ähnlich gebaut und auf Sprache abgestimmt. Es nimmt mehr Raum und Klopfgeräusche auf und gefiel mir klanglich bei meiner Stimme nicht so sehr.

Der Bühnenklassiker mit derselben Kapsel-Familie zu einem Bruchteil des Preises. Er ist unverwüstlich und auch für Sprache gut, etwas empfindlicher beim Abstand und ohne die SM7B-Halterung.

Braucht das SM7B Phantomspeisung?

Nein, es ist ein dynamisches Mikrofon. Nur ein Inline-Vorverstärker wie der FetHead braucht Phantomspeisung.

Brauche ich einen FetHead oder Cloudlifter?

Mit einem guten Interface oder Rekorder mit genug sauberem Gain meist nicht. Bei Geräten, die bei 60 dB Schluss machen, wie dem Mackie MainStream, plane ich ihn ein. Er bringt etwa 15 bis 20 dB mehr.

Welcher Sprechabstand ist ideal?

Etwa 5 cm, am besten leicht seitlich. Als Toleranz würde ich 3 bis 15 cm geben. Weiter weg solltest du nicht gehen.

Brauche ich eine Spinne?

Nein. Die Kapsel ist schwingend gelagert, Klopf- und Tischgeräusche kommen kaum auf der Spur an.

Sollte ich Mid-Boost und Bass-Roll-off nutzen?

Ich selbst nutze beide nie, weil mir der originale Frequenzgang am besten gefällt. Bei Rumpelgeräuschen kann der Bass-Roll-off aber helfen.

Welchen Arm nutzt du für das SM7B?

Ich habe es am Røde PSA1 seitlich hängen. Das funktioniert sehr gut, die meisten nutzen das Mikrofon mit einem solchen Arm.

Shure MV6


Das Shure MV6 ist ein kompaktes dynamisches USB-C-Mikrofon, das sich vor allem an Gamer und Streamer richtet. Mich hat interessiert, ob es wirklich so etwas wie ein kleiner Bruder des SM7B ist. Ich habe es am iPhone und am Mac mit der MOTIV-Mix-App getestet, die DSP-Funktionen ausprobiert und es mit dem SM7B und dem SM58 verglichen. Hier erfährst du, was das MV6 gut macht, wo es schwächelt und warum du beim Zubehör nicht sparen solltest.

Anschlüsse und Bedienung

Das MV6 ist ein dynamisches USB-C-Mikrofon. Preislich liegt es im Mittelfeld der USB-Mikrofone, nicht besonders günstig, aber auch nicht extrem teuer. Im Test hing der USB-C-Ausgang über einen Adapter direkt an meinem iPhone, und die App hat dort auch aufgenommen. Sonst nutze ich ja meist XLR-Mikrofone mit einem separaten Rekorder.

Neben USB-C gibt es einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss. Mit den Beyerdynamic DT 770 Pro in der 80-Ohm-Variante konnte ich mich sehr laut hören, ich musste sogar leiser drehen. Die 250-Ohm-Variante wird langsam etwas leise. Die meisten anderen Kopfhörer sollten aber sehr gut funktionieren.

Oben sitzt eine Tap-to-Mute-Taste als Touchfeld. Sie ist lautlos, wenn du vorsichtig drückst, aber beim Verstellen des Mikrofons kommst du sehr leicht aus Versehen darauf. Drückst du etwas fester, hört man das Berühren auch auf der Spur. Dafür gibt es eine Tastensperre, bei der die Anzeige orange blinkt, wenn du die Taste trotzdem berührst. Die werden wahrscheinlich viele nutzen, die nicht ständig muten müssen.

Technische Daten und DSP

Das MV6 nimmt mit bis zu 24 Bit und 48 kHz auf, und das ist im Großen und Ganzen alles, was man benötigt. Die Richtcharakteristik ist eine Niere: Es nimmt hauptsächlich von vorn auf, schräg von vorn noch einigermaßen stark, seitlich und von hinten wird es deutlich leiser. Der Frequenzgang wird mit 50 bis 15.000 Hz angegeben. Im Diagramm sieht man aber, dass Frequenzen unter 50 Hz und über 15.000 Hz nur leiser aufgezeichnet werden und leicht noch vorhanden sind. Ab etwa einem Kilohertz bis zu einem Peak um 6.000 bis 7.000 Hz sind die Höhen angehoben, was der Klarheit zuträglich ist. Ansonsten ist er einigermaßen neutral.

Die Gain-Range beträgt 0 bis +36 dB und ist regelbar. Dazu gibt es einen Onboard-DSP: einen Auto-Level-Modus, der die Lautstärke automatisch einstellt, einen digitalen Popper Stopper gegen Plosivlaute, einen Echtzeit-Denoiser gegen Hintergrundrauschen und einen Klangregler zwischen dunkel und hell. Da die Signale im Mikrofon selbst verarbeitet werden, belastet das deinen Computer oder dein Smartphone während der Aufnahme nicht, etwa beim Spielen.

Als Software gibt es für den Desktop die MOTIV-Mix-App und für Mobilgeräte die Apps ShurePlus MOTIV Audio und MOTIV Video. Mitgeliefert werden ein kleines Tischstativ mit 1,3 kg und ein 1 m langes USB-C-auf-USB-C-Kabel.

Die MOTIV-Mix-App am Mac

Am Mac habe ich MOTIV Mix in einer frühen Beta-Version getestet. Du kannst direkt in der App aufnehmen, kannst während der Aufnahme dann aber keine Einstellungen mehr verändern. Den Gain kannst du manuell regeln oder auf Auto-Pegel stellen. Mit Auto-Pegel gehe ich auf 2 cm heran und dann auf 15 cm zurück, und die Lautstärke passt sich an. Komme ich näher, wird es erst lauter, dann regelt die Automatik wieder herunter. Das klappt eigentlich ganz gut.

Beim Klang wird es mit dunkler Einstellung bassiger, mit heller Einstellung werden vor allem die Höhen angehoben. Das wird klarer, kann aber schnell harsch werden. Bei meiner Stimme und etwas größerem Abstand von 15 bis 20 cm würde ich leicht ins Dunkle gehen.

Den Denoiser habe ich mit meinem Luftfilter auf Stufe 4 getestet. Er funktioniert wirklich hervorragend, das Rauschen ist weg. Meine Stimme klingt dann aber zum Teil mit Artefakten belegt, also leicht künstlich. Sind kaum Hintergrundgeräusche da, verschwinden auch die Artefakte. Den Denoiser würde ich deshalb nur bei Bedarf einschalten. Der Popper Stopper hört sich dagegen gut an. Ohne ihn hört man Plosivlaute leicht, mit ihm kaum noch, nur noch richtiges Hineinpusten. Den kannst du dauerhaft aktiviert lassen. Dazu kommt ein Hochpassfilter bei 75 oder 150 Hz, wobei 150 Hz schon etwas Bass aus der Stimme nimmt. Die Funktionen sind in der App gut erklärt. Im Mixer kannst du mehrere Audioquellen pegeln, deinen Kopfhörermix festlegen und alle Quellen einzeln als WAV mit bis zu 48 kHz aufnehmen.

Windschutz, Sprechabstand und Plosivlaute

Für die Audiotests habe ich das MV6 aus 10 bis 15 cm von vorn besprochen und im Kreis gedreht. Ohne den aufgesetzten Windschutz, aber mit aktiviertem Popper Stopper, sind die ganz tiefen Anteile der Plosivlaute wirklich weg, den Wind hörst du aber. Setze ich den Windschutz wieder auf den massiven Metallkorb, nehmen die Windgeräusche deutlich ab. Selbst ganz nah dran ist von den Plosivlauten quasi alles weg, nur noch ein bisschen Wind kommt an.

Der Sprechabstand sollte optimalerweise zwischen 5 und 20 cm liegen, 30 cm gehen auch noch. Als Sweet Spot würde ich 15 bis 20 cm bezeichnen, vielleicht sogar etwas näher. Ich habe außerdem 50 cm und einen Meter ausprobiert, wobei die Auto-Gain-Funktion die Lautstärke jeweils nachregelt.

Direkte Windstöße solltest du grundsätzlich vermeiden. Am besten positionierst du das Mikrofon seitlich, etwa im 45-Grad-Winkel zu deinem Mund, und sprichst leicht daran vorbei statt direkt von vorn hinein. Dann kommt überhaupt kein Wind mehr an. Wichtig ist außerdem, dass du dich mit Kopfhörern selbst abhörst. Gerade wenn du sonst keine Mikrofone benutzt, hörst du so, ob es Störgeräusche gibt oder das Mikrofon falsch steht.

Körperschall und richtige Aufstellung

Ein ganz wichtiges Thema beim MV6 ist die Entkopplung. Die Kapsel ist kaum entkoppelt. Klopfe ich darauf oder mache irgendetwas auf dem Schreibtisch oder dem Bücherstapel, auf dem das Mikrofon steht, wird das sehr laut übertragen. Für Handling-Geräusche und überhaupt Geräusche auf dem Schreibtisch ist das Mikrofon verhältnismäßig empfindlich. Du solltest es also möglichst entkoppelt nutzen.

Lärmquellen wie eine Tastatur oder einen lauten Lüfter solltest du möglichst hinter dem Mikrofon positionieren, denn dort sind sie am leisesten. Liegt die Tastatur direkt davor, hörst du das deutlich. Du kannst das Mikrofon auch etwas höher stellen, sodass die Tastatur aus dem vorderen Aufnahmewinkel herauskommt.

Ansonsten blendet das MV6 Hintergrundgeräusche sehr gut aus, nicht nur durch die Software, sondern auch durch die Bauweise. Was auf der Rückseite passiert, wird kaum noch aufgenommen. Auch Raumhall taucht je nach Sprechabstand nicht so laut auf der Spur auf. Je näher du dran bist, desto weniger Raum ist zu hören. Rauschen von Klimaanlagen, Luftfiltern oder Computerlüftern filtert der DSP sehr gut heraus.

Zubehör, Vergleich und Verarbeitung

Das mitgelieferte Tischstativ ist gut verarbeitet und unten leicht gummiert. Es ist besser, als gar nichts mitzuliefern, aber für die meisten viel zu kurz. Ich musste ein paar Bücher unterlegen. Deshalb ist Zubehör gerade bei diesem Mikrofon relativ wichtig. Ein höhenverstellbares Tischstativ wie das K&M 23325 mit 2,5 kg und einer Höhe von knapp 22 bis knapp 35 cm passt meiner Meinung nach sehr gut. Noch lieber nutze ich Mikrofonarme wie den Røde PSA1 oder den neueren PSA1+, der etwas besser entkoppelt, was gerade beim MV6 wichtig sein kann. Ein günstiges Mikrofon an einem guten Arm ist im Alltag oft praktischer als ein teures Mikrofon an einem billigen Tischstativ.

Für den Vergleich habe ich alle Filter deaktiviert und das MV6 seitlich aus etwa 10 cm komplett unverändert gegen die anderen Mikrofone gestellt, damit du den Rohklang hörst. Das SM7B ist technisch ähnlich, aber ein XLR-Mikrofon, wesentlich teurer, sehr leise, und die Kapsel ist besser, also schwingender gelagert. Das SM58 ist ein günstiges dynamisches Handmikrofon mit XLR-Anschluss und ein weltberühmtes Bühnenmikrofon. Für beide brauchst du ein Audio-Interface, für das MV6 nicht.

Preis und Leistung passen. Das MV6 fühlt sich hochwertig an, das ganze Gehäuse und auch der Korb sind aus massivem Metall. Die Aufhängung ist gut und lockert sich nicht, selbst wenn du sie immer wieder bewegst. Die äußere Bauweise ist sehr simpel, und die grünen Akzente in Shure-Farbe gefallen mir gar nicht schlecht.

Verarbeitung

Gehäuse und Korb aus massivem Metall, die Aufhängung bleibt fest. Die Kapsel ist kaum entkoppelt.

Bedienung

Lautlose Touch-Mute-Taste mit Tastensperre und Kopfhöreranschluss. Man kommt leicht aus Versehen auf die Taste, und das Stativ ist zu kurz.

Klang

Ordentlicher, klarer Klang mit leichter Höhenanhebung. Der Denoiser erzeugt teils Artefakte.

Ausstattung

Starker DSP mit Auto-Level, Popper Stopper, Denoiser und Klangregler, dazu umfangreiche App. Das mitgelieferte Stativ ist zu klein.

Vielseitigkeit

Ideal für Gaming und Streaming direkt an Computer oder Smartphone. Ohne XLR lässt es sich nicht an Interfaces oder Rekordern nutzen.

Preis-Leistung

Solide Leistung mit gutem DSP und Metallgehäuse, aber ohne XLR-Ausgang und mittlere Preisklasse für ein USB-Mikrofon.

Das Shure MV6 ist ein kompaktes dynamisches USB-C-Mikrofon mit sehr guter, praktischer DSP-Verarbeitung und solider Metallverarbeitung. Hintergrundgeräusche blendet es durch Bauweise und Software sehr gut aus, und der Popper Stopper kann dauerhaft an bleiben. Den Denoiser würde ich nur bei Bedarf nutzen, weil er die Stimme teils künstlich klingen lässt. Die größten Schwächen sind die kaum entkoppelte Kapsel und das viel zu kurze Tischstativ. Plane deshalb ein höhenverstellbares Stativ oder besser einen Mikrofonarm ein. Für Gaming und Streaming direkt am Computer oder Smartphone ist das MV6 eine gute Wahl.

du ein USB-C-Mikrofon ohne Interface für Gaming oder Streaming suchst

du DSP-Funktionen wie Auto-Level und Popper Stopper direkt im Mikrofon willst

du einen Mikrofonarm oder ein höhenverstellbares Stativ nutzt

du dich direkt am Mikrofon über Kopfhörer hören möchtest

du mehr XLR-Flexibilität und den Klang eines Studio-Klassikers willst und ein Interface hast

du ebenfalls USB-C willst, aber eine Spinne und einen Poppfilter direkt im Lieferumfang haben möchtest

Dynamisches USB-C-Mikrofon mit Kopfhörerausgang, internem DSP, Spinne und Poppfilter im Lieferumfang. Die Unify-Software war zum Testzeitpunkt nur für Windows verfügbar, und die LED blendet.

Der große Studio-Klassiker mit XLR, schwingend gelagerter Kapsel und warmem Klang. Er ist wesentlich teurer, sehr leise und braucht ein Interface mit viel Gain.

Günstiges, unverwüstliches dynamisches XLR-Mikrofon, auch als Handmikrofon nutzbar. Es braucht ein Audio-Interface und hat keinen DSP.

Brauche ich ein Audio-Interface?

Nein, das MV6 läuft per USB-C direkt am Computer oder Smartphone. Einen XLR-Ausgang gibt es nicht.

Kann ich mich selbst hören?

Ja, über den 3,5-mm-Kopfhöreranschluss. Kopfhörer mit 80 Ohm konnte ich sehr laut betreiben, bei 250 Ohm wird es langsam leise.

Lohnt sich der Denoiser?

Er filtert Rauschen hervorragend, kann die Stimme aber leicht künstlich klingen lassen. Ich würde ihn nur bei Bedarf einschalten.

Welcher Sprechabstand ist ideal?

5 bis 20 cm, 30 cm gehen noch. Am besten seitlich im 45-Grad-Winkel aufstellen und leicht vorbeisprechen.

Reicht das mitgelieferte Stativ?

Für die meisten ist es zu kurz. Besser ist ein höhenverstellbares Tischstativ oder ein Mikrofonarm wie der Røde PSA1 oder PSA1+.

Ist das MV6 ein kleines SM7B?

Technisch ist es ähnlich dynamisch, aber per USB-C, deutlich günstiger und mit kaum entkoppelter Kapsel. Das SM7B ist besser gelagert und braucht ein Interface.

Shure SM58


Das Shure SM58 ist die Bühnenlegende schlechthin. Seit Jahrzehnten steht es auf Bühnen in aller Welt, und kaum ein Mikrofon hat eine solche Geschichte. Ich habe es ausführlich getestet und mit dem Shure Beta 58A, dem SM57, dem SM7B und dem Røde PodMic verglichen. Mich hat vor allem interessiert, ob das SM58 auch abseits der Bühne für Sprache, Podcasts und Videos taugt. Hier erfährst du, wie es klingt, welches Zubehör sich lohnt und für wen es eher nichts ist.

Varianten und Geschichte

Ich nutze das SM58 LC, wobei LC für Less Cable steht, also ohne Kabel. Genau genommen ist es die LCE-Version, Less Cable Europe. Daneben gibt es das SM58 S mit einem Ein-/Aus-Schalter und ein SM58 Quality Bundle, das Shure selbst mit Kabel und einem Stativ von K&M als Sonderedition herausgebracht hat. Ein Unboxing-Video zum SM58 habe ich übrigens auch gemacht.

Das SM58 ist eigentlich ein dynamisches Gesangsmikrofon, eignet sich aber auch extrem gut für andere Sprachanwendungen wie Podcasts oder Videos. Auf dem Markt ist es seit 1966. SM steht für Studio-Mikrofon, gedacht war es ursprünglich vor allem für Fernsehstudios. Erst nach einer schwierigen Anfangszeit wurde es richtig erfolgreich, und heute ist es wahrscheinlich eines der bekanntesten und erfolgreichsten Mikrofone überhaupt.

Wie das SM7B und das SM57 basiert es auf der Unidyne-III-Kapsel, die sich seitdem kaum verändert hat. Das interne Design geht noch weiter zurück, auf die Unidyne-Modelle der 1930er-Jahre und das Modell 55, das viele als Elvis-Mikrofon kennen. Benutzt haben das SM58 neben Hunderten anderen etwa Paul McCartney, Alice Cooper und Bono, und auch in Woodstock war es im Einsatz.

Unverwüstlich und mit technischen Daten

Das SM58 gilt als eines der robustesten Mikrofone überhaupt. Es wurde auf der ISS im Weltall verwendet, und man liest immer wieder von Stürzen aus einem Hubschrauber, gegrillten oder als Eishockey-Puck missbrauchten SM58, die danach in der Regel noch funktionierten. Ein Video dazu habe ich in meiner Videobeschreibung verlinkt. Für mich ist das ein riesiger Vorteil: Dieses eine Mikrofon kann wirklich den Rest deines Lebens halten, egal wie alt du gerade bist. Die Dinger halten eine Ewigkeit, und genau das macht das SM58 auch für Einsteiger so interessant.

Die Nierencharakteristik nimmt hauptsächlich von vorn auf, von den Seiten kaum und von hinten gar nicht mehr. Aufgezeichnet werden 50 bis 15.000 Hz. Den maximalen Schalldruckpegel habe ich mit etwa 150 bis 180 dB SPL angegeben. Das ist praktisch nahezu unbegrenzt. Innen gibt es einen Schockabsorber, der okay ist, aber nicht der weltbeste. Unter dem Grill und auf der Kapsel sitzt jeweils dünner Schaumstoff.

Mit 298 g fühlt sich das SM58 beim ersten In-die-Hand-Nehmen relativ schwer, aber auch wertig an. Geliefert wird es mit Mikrofontasche, Mikrofonklemme und einem 3/8-Zoll-Reduziergewinde. Achte beim Auspacken darauf: Bei mir war das Reduziergewinde in der Tasche an die Seite gerutscht, und ich hatte es beim Unboxing erst übersehen.

Zubehör: Windschutz, Ersatzkorb und Halterung

Zum SM58 gibt es enorm viel Zubehör. Der Standard-Windschutz Shure A58WS wird einfach oben aufgesetzt und kostet sehr wenig. Es gibt ihn auch in weiteren Farben. Etwas teurer ist der Shure A2WS, der eigentlich für das SM57 gebaut ist, aber auch auf das SM58 passt.

Verbogene Körbe sieht man beim SM58 unzählige. Dafür gibt es den Ersatzkorb RK143G in Silber, und von einem Dritthersteller kannst du einen schwarzen Korb nachkaufen. Den habe ich aber noch nicht ausprobiert. Die gummigelagerte Halterung Shure A55M sieht man ebenfalls sehr häufig, auch zusammen mit dem SM57.

All dieses Zubehör gibt es nicht von jedem Hersteller und nicht für jedes Mikrofon. Weil es so viele SM58 gibt, wirst du es vermutlich auch in 20 oder 30 Jahren noch bekommen können.

Griffgeräusche, Plosivlaute und Windschutz im Test

Aufgenommen habe ich mit dem Zoom F6, mein Sprechabstand lag bei etwa 5 bis 9 cm. Halte ich das SM58 ruhig in der Hand, hört man keine Griffgeräusche. Fasse ich um, hört man sie definitiv, sie sind aber noch relativ zurückhaltend. Klopfe ich auf das Mikrofon, das Kabel, den Stativfuß oder den Tisch, wird das schon deutlich übertragen. In der A55M nehmen einige Stör- und Vibrationsgeräusche durchaus ab.

Gehe ich mit dem Mund direkt an den Grill, werden Windgeräusche aufgenommen, und Plosivlaute kommen auf jeden Fall durch. Spreche ich schräg seitlich vorbei, sind sie kaum noch zu hören. Mit dem einfachen A58WS sind die meisten Plosivlaute weg. Den Windschutz ein Stück vom Grill wegzuziehen, bringt dagegen nicht wirklich viel.

Für den A2WS musst du den Grill abschrauben. Ganz wichtig: Nutze unbedingt die mitgelieferte Kunststoffeinlage, schiebe ihn vorsichtig auf und zieh die Schraube nur ganz leicht an, damit das Gewinde nicht kaputtgeht. Dann hält er wirklich gut. Durch den großen Abstand zwischen Windschutz und Kapsel finde ich ihn für Sprache im Studio gar nicht so uninteressant. Auf der Bühne würde ich ihn nicht nutzen, weil die Kapsel darunter nicht mehr so gut geschützt ist.

Frequenzgang, Sprechabstand und Klang

Im Frequenzgang gibt es ab etwas über 100 Hz einen Bass-Roll-off bis hinunter zu 50 Hz, ganz tiefe Geräusche werden also kaum noch aufgenommen. Um 150 bis 200 Hz gibt es eine minimale Anhebung, die Mitten sind relativ linear mit einer kleinen Absenkung. Danach folgt eine Höhenanhebung, die deutlich geringer ist als beim SM57 und eher der Verständlichkeit dient. Ab etwa 10.000 Hz nehmen die Höhen generell ab.

Den Sprechabstand habe ich von 1 cm über 5 bis 6, 20 und 50 cm bis zu einem Meter getestet. Das Einzige, worauf du achten musst: Gerade beim Abstand ist das SM58 schon ein wenig empfindlicher. Gehst du näher heran, weiter weg oder zur Seite, geht das noch einigermaßen, aber der Klang verändert sich hörbar.

Für meine Stimme finde ich das SM58 gar nicht so schlecht. Für sehr tiefe Stimmen mit wenig Höhen halte ich es aber eher für ungeeignet. Je nach Sprechabstand hast du dann eher ein Brummen auf der Spur, und die Tiefen sind nicht mehr so deutlich. Da würde ich tatsächlich ein anderes Mikrofon nehmen. Gut nutzbar ist es dafür auch in komplett unbehandelten Räumen: Durch die Niere und die dynamische Bauweise bekommst du vom Raum umso weniger mit, je näher du dran bist.

Im Vergleich mit Beta 58A, SM57, SM7B und PodMic

Das Shure Beta 58A ist ebenfalls ein dynamisches Gesangsmikrofon, etwas teurer und eher ein Parallelmodell als ein direkter Nachfolger. Mit seiner Superniere fällt der Ton schneller ab, wenn du aus der Front herauskommst, dafür ist es auf der Rückseite empfindlicher. Außerdem hat es eine komplett andere Farbgebung.

Das SM57 ist der ältere Bruder, ungefähr gleich teuer, mit ganz leichtem Schaumstoff unter dem Gitter. Es eignet sich gut zum Abnehmen von Instrumenten, und man kann etwas näher heran. Bis auf den Korb und einen etwas anderen Frequenzgang ist es dem SM58 sehr ähnlich. Bei meiner Stimme würde ich das SM58 vorziehen. Beim SM57 sind mir die Höhen ein wenig zu harsch, und der für meine Stimme ganz wichtige Bereich um 120 bis 130 Hz ist dort bereits abgesenkt. Beim SM58 ist er noch komplett drauf, und das gefällt mir wesentlich besser.

Das SM7B ist ein Studio-Klassiker, deutlich teurer und komplett anders aufgebaut, nutzt aber dieselbe Kapsel-Familie. Das Røde PodMic liegt preislich ähnlich wie das SM58, ist wesentlich schwerer und hat eine andere Optik. Technisch ist es ähnlich, aber für Sprecher und Aufnahmen gedacht, nicht als Bühnen- oder Handmikrofon, und vom Frequenzgang auf Sprache optimiert.

Verarbeitung

Wahrscheinlich eines der robustesten Mikrofone überhaupt. Es fühlt sich wertig an und hält ein Leben lang.

Bedienung

Unkompliziert, ohne Phantomspeisung und mit zurückhaltenden Griffgeräuschen. Beim Sprechabstand ist es etwas empfindlich.

Klang

Verständlicher Klang mit dezenter Höhenanhebung, gut in unbehandelten Räumen. Für sehr tiefe Stimmen ist es weniger geeignet.

Ausstattung

Tasche, Klemme und Reduziergewinde sind dabei. Es gibt riesiges, langfristig verfügbares Zubehör wie Windschutz, Ersatzkorb und Halterung.

Vielseitigkeit

Für Gesang, Voice-over, Podcast und Videos, auf der Bühne wie im Homestudio. Das Allround-Mikrofon schlechthin.

Preis-Leistung

Niedrige Preisklasse mit einer Qualität und Langlebigkeit, die absolut top ist.

Das Shure SM58 ist der unverwüstliche Klassiker für Gesang und Sprache und für mich wirklich ein Mikrofon für fast alle. Für Gesang, Voice-overs, Podcasts und Videos ist es bestens geeignet, auch in komplett unbehandelten Räumen. Es ist unglaublich robust, es gibt Zubehör ohne Ende, und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut top. Achten musst du auf einen gleichmäßigen Sprechabstand, denn da ist es etwas empfindlich. Und wenn du eine sehr tiefe Stimme mit wenig Höhen hast, würde ich dir eher ein anderes Mikrofon empfehlen.

du ein günstiges, unverwüstliches Mikrofon für Gesang und Sprache suchst

du in einem unbehandelten Raum aufnimmst

du ein Mikrofon für die Hand und die Bühne brauchst

du Wert auf langfristig verfügbares Zubehör legst

du vor allem Podcasts sprichst und einen wärmeren Broadcast-Klang mit kräftigen Tiefen willst

du ein Kondensator-Gesangsmikrofon mit noch transparenterem Klang und weniger Griffgeräuschen suchst

Das Studio-Gegenstück mit derselben Kapsel-Familie, deutlich teurer, mit schwingend gelagerter Kapsel und warmem Broadcast-Klang. Es braucht viel Gain und ist für den Arm gedacht.

Dynamisches Sprechermikrofon in ähnlicher Preisklasse, auf Sprache abgestimmt und wesentlich schwerer. Es ist nicht für die Hand oder die Bühne gedacht.

Kondensator-Gesangsmikrofon mit Superniere in deutlich höherer Preisklasse. Es klingt sehr transparent, überträgt weniger Griffgeräusche und braucht Phantomspeisung.

Braucht das SM58 Phantomspeisung?

Nein, es ist ein dynamisches Mikrofon. Du brauchst nur einen XLR-Eingang mit ausreichend Gain.

Was bedeutet LC bzw. LCE?

Less Cable bzw. Less Cable Europe, also ohne mitgeliefertes Kabel. Die S-Version hat zusätzlich einen Schalter.

Taugt das SM58 für Podcasts?

Ja, für Sprache, Voice-over und Podcasts ist es meiner Meinung nach bestens geeignet, auch in unbehandelten Räumen. Halte den Abstand möglichst gleich.

Welcher Windschutz lohnt sich?

Der einfache A58WS nimmt die meisten Plosivlaute weg. Der größere A2WS passt auch und eignet sich eher für Sprache im Studio als für die Bühne.

SM58 oder SM57?

Das SM57 eignet sich gut für Instrumente. Für meine Stimme würde ich das SM58 vorziehen, weil mir die Höhen beim SM57 zu harsch sind und es tiefer liegende Stimmanteile stärker absenkt.

Was ist im Lieferumfang?

Mikrofontasche, Mikrofonklemme und ein 3/8-Zoll-Reduziergewinde. Das kann in der Tasche leicht übersehen werden.