
Der Tascam DR-07XP überzeugt mit verstellbaren Nierenmikrofonen für XY und AB, 32-Bit-Float und langer Laufzeit mit zwei AA-Zellen. Für Proben, Konzerte und Naturaufnahmen ist er ein flexibler Begleiter. XLR-Eingänge und Timecode fehlen.
- Aufnahme32-Bit-Float
- Sampleratebis 96 kHz
- Rauschen (EIN)−126,1 dBu
- Gewicht184 g
Auf einen Blick
Vorteile
- Nierenmikrofone XY/AB verstellbar
- 32-Bit-Float bis 96 kHz
- Bis 17,5 h mit 2 × AA
Nachteile
- Kein XLR
- USB-Interface nur 48 kHz
- Nur 2 Spuren
Technische Daten
| Hersteller | Tascam |
|---|---|
| Preisklasse | mittel |
| XLR-Eingänge | 0 |
| Spuren | 2 |
| Max. Sample-Rate | 96 kHz |
| Auflösung | 32-bit float |
| 32-Bit-Float | ✓ |
| Eingebautes Mikrofon | ✓ |
| EIN (Eigenrauschen) | -126,1 dBu(A) |
| Dynamikumfang | 153 dB(A) |
| Frequenzbereich | 20 Hz – 40 kHz |
| Aufnahmeformat | WAV (BWF), MP3 |
| Batterie / Stromversorgung | 2 × AA, USB oder PS-P520U |
| Gewicht | 184 g |
| Eingänge (Details) | 0 |
| Abmessungen | 68 × 159,6 × 27 mm |
Der Tascam DR-07XP ist ein kompakter Stereo-Recorder mit zwei verstellbaren Kondensatormikrofonen. Du kannst die Kapseln wahlweise in XY- oder AB-Stellung bringen und so zwischen kompaktem und breitem Stereobild wählen. Aufgenommen wird auf Wunsch in 32-Bit-Float, zusätzlich arbeitet der Recorder als USB-Audio-Interface.
Der Tascam DR-07XP (Werbelink) ist bei Thomann seit März 2025 erhältlich. Dieser Testbericht wertet das Datenblatt von Tascam und die Thomann-Produktseite aus.
Verstellbare Mikrofone für XY und AB
Die beiden Kondensatorkapseln mit Nierencharakteristik sitzen auf drehbaren Haltern. Zusammengeklappt stehen sie in XY-Anordnung, die Schallquellen ohne Laufzeitunterschiede abbildet. Aufgeklappt arbeiten sie in AB-Stellung und erzeugen ein räumlicheres Klangbild mit mehr Weite.

Tascam nennt für die eingebauten Mikrofone einen maximalen Schalldruck von 125 dB SPL. Für Sprache, Akustikinstrumente, Vogelstimmen oder Proben reicht das gut aus. Sehr laute Quellen wie eine Rockband aus kurzer Distanz liegen an der Grenze.
Mit geöffneten Mikrofonen wächst das Gerät laut Tascam in der Breite von 68 auf 90,3 Millimeter. Diese Flexibilität fehlt beim kleineren Schwestermodell, dem Tascam DR-05XP (Werbelink) mit fest eingebauten Kugelmikrofonen.
Die Wahl der Stellung hängt von der Aufnahmesituation ab. XY eignet sich für Sprache und Quellen nah am Recorder, AB eher für Ensembles, Orgelmusik oder Atmo, bei denen der Raum mitklingen soll.
Bei AB-Aufnahmen solltest du darauf achten, dass die Schallquelle mittig vor dem Recorder steht. Seitlich platzierte Instrumente wandern sonst im Stereobild stärker nach außen, als es im Raum wirkt.
32-Bit-Float, WAV und MP3
Aufgezeichnet wird als WAV oder BWF mit 44,1, 48 oder 96 kHz. Bei der Wortbreite stehen 16 Bit, 24 Bit und 32-Bit-Float zur Wahl. Wer Speicherplatz sparen will, greift zu MP3: Tascam erlaubt hier Bitraten von 32 bis 320 kbit/s, jeweils bei 44,1 oder 48 kHz.

Mit 32-Bit-Float musst du dich weniger um den Aufnahmepegel kümmern, weil der Dynamikbereich der Datei sehr groß ist. Übersteuerungen im Recorder-Display lassen sich in der Nachbearbeitung zurücknehmen. Für spontane Mitschnitte ist das der wichtigste Komfortgewinn gegenüber älteren DR-Modellen.
Auf eine 32-Gigabyte-Karte passen laut Tascam in 48 kHz und 32-Bit-Float rund 22 Stunden und 40 Minuten Stereoaufnahme. Als Speicher dienen microSD-Karten mit bis zu 512 Gigabyte.
Für Sprache und Vorlesungen reicht oft MP3, weil die Dateien klein bleiben und sich ohne Umwandlung auf jedem Gerät abspielen lassen. Für Musik oder spätere Bearbeitung ist WAV in 24 Bit oder 32-Bit-Float die bessere Wahl.
Pegelhilfen, Filter und Effekte
Laut Thomann bietet der DR-07XP einen Low-Cut-Filter mit 40, 80 oder 120 Hz gegen Trittschall, Wind und Brummen. Für Aufnahmen in 16 oder 24 Bit stehen Peak Reduction, Auto Level und ein Limiter bereit.

Eine Vorab-Aufnahme von zwei Sekunden sorgt dafür, dass der Anfang eines Ereignisses nicht verloren geht. Drückst du auf Aufnahme, sind die zwei Sekunden davor schon in der Datei. Für Interviews und Naturaufnahmen ist das eine sinnvolle Absicherung.
Zusätzlich listet Thomann eine Overdub-Funktion, einen Hall mit sechs Presets, ein Stimmgerät, einen Slate-Ton und einen Diktiermodus. Ein Stativgewinde mit 1/4 Zoll ist eingebaut.
Wichtig zu wissen: Die automatischen Pegelhilfen gelten laut Thomann nur bei 16 und 24 Bit. Nimmst du in 32-Bit-Float auf, brauchst du sie aber auch kaum, weil die Pegelreserve ohnehin sehr groß ist.
Der Diktiermodus richtet sich an alle, die den Recorder für Sprachnotizen, Besprechungen oder Vorlesungen nutzen. Zusammen mit MP3-Aufnahme und dem eingebauten Lautsprecher wird der DR-07XP so auch zum Ersatz für ein einfaches Diktiergerät. Der Slate-Ton wiederum hilft beim Film: Er setzt eine hörbare Markierung, an der du Ton und Bild später ausrichten kannst, falls keine Klappe zur Hand ist.
Anschlüsse und USB-Interface
Für externe Quellen gibt es einen kombinierten Mikrofon- und Line-Eingang mit 3,5-Millimeter-Klinke. Tascam nennt 18 Kiloohm Impedanz, mit eingeschalteter Plug-in-Power für Lavaliermikrofone 2 Kiloohm. Der maximale Eingangspegel liegt bei −4 dBV.

Der kombinierte Kopfhörer- und Line-Ausgang liefert laut Tascam 20 Milliwatt pro Kanal an 32 Ohm. Ein eingebauter Lautsprecher mit 0,3 Watt dient dem schnellen Kontrollhören.
Über USB-C meldet sich der DR-07XP am Rechner als Stereo-Interface (2x2) und überträgt 24 Bit mit 44,1 oder 48 kHz. Für Windows stellt Tascam einen ASIO-Treiber bereit. XLR-Eingänge gibt es nicht, für Mikrofone wie das Shure SM58 (Werbelink) brauchst du einen Recorder wie den Zoom H4essential (Werbelink).
Im Interface-Betrieb kannst du den Recorder als Stereo-Mikrofon für Videocalls, Streams oder Sprachaufnahmen direkt in die DAW nutzen. Die verstellbaren Kapseln machen ihn dabei flexibler als ein einfaches USB-Mikrofon.
Ein Lavaliermikrofon mit Plug-in-Power lässt sich direkt anstecken, etwa für Interviews oder Vorträge. Weil der Recorder laut Datenblatt zwei Spuren aufnimmt, steht für das Ansteckmikrofon allerdings keine zusätzliche Spur neben dem Stereopaar der eingebauten Kapseln bereit.
Batterielaufzeit und Stromversorgung
Der DR-07XP läuft mit zwei AA-Zellen, alternativ über USB mit 5 Volt und 0,5 Ampere oder das optionale Netzteil PS-P520U. Die Leistungsaufnahme beträgt laut Tascam 1,7 Watt.
Mit Alkaline-Batterien gibt Tascam rund 17,5 Stunden Aufnahme in 44,1 kHz und 16 Bit an, in 96 kHz und 32-Bit-Float sind es etwa 14,5 Stunden. Mit NiMH-Akkus nennt das Datenblatt 11,5 Stunden.
Für Vorlesungen, Konzerte oder eine ganze Tagestour reicht das bequem. Weil nur zwei AA-Zellen nötig sind, ist auch Ersatz leicht zu beschaffen.
Die angegebenen Laufzeiten beziehen sich auf die eingebauten Mikrofone. Speist du ein Lavaliermikrofon über Plug-in-Power oder nutzt den Lautsprecher häufig, sinkt die Laufzeit entsprechend.
Ein eingebauter Akku fehlt. Das ist kein Nachteil, solange du ausreichend AA-Zellen dabeihast: Ein leerer Recorder ist nach wenigen Sekunden wieder einsatzbereit, statt stundenlang an der Steckdose zu hängen.
Gewicht, Maße und Vergleich
Ohne Batterien wiegt der DR-07XP laut Tascam 136 Gramm, mit Batterien 184 Gramm. Die Abmessungen betragen 68 × 159,6 × 27 Millimeter bei geschlossenen Mikrofonen.

Im Vergleich zum Zoom H1essential (Werbelink) bietet der Tascam die Wahl zwischen XY und AB, ein Stimmgerät und eine Overdub-Funktion. Der Zoom H2essential (Werbelink) nimmt mit drei Kapseln auch Surround- und Mid-Side-Formate auf.
Wer externe XLR-Mikrofone anschließen will, ist mit dem Zoom H4essential oder dem Tascam DR-40XP (Werbelink) besser bedient. Beide sind größer, bieten aber Kombibuchsen mit Phantomspeisung.
Mit 184 Gramm passt der Recorder in jede Jackentasche. Für längere Aufnahmen auf einem Stativ ist das geringe Gewicht ebenfalls praktisch, weil schon ein kleines Tischstativ genügt.
Gegenüber dem DR-05XP ist der DR-07XP etwas größer und rund 10 Gramm schwerer. Diesen Unterschied wirst du in der Praxis kaum bemerken, die verstellbaren Mikrofone dagegen schon.
Für wen lohnt sich der Tascam DR-07XP?
Der DR-07XP passt zu Musikern, die Proben und Konzerte mitschneiden wollen, sowie zu Naturaufnehmern und Studierenden. Die verstellbaren Mikrofone sind der zentrale Vorteil: Mit wenigen Handgriffen wechselst du zwischen kompaktem Stereobild und weitem Raumklang.
Thomann-Kunden bewerten den Recorder mit 4,2 von 5 Sternen bei fünf Bewertungen (Stand 24.10.2026). Die Datenbasis ist damit noch klein.
Für Podcasts mit zwei Sprechern oder Filmton mit Ansteckmikrofonen eignet sich der Recorder nur eingeschränkt. Hier bieten der Zoom F3 (Werbelink) mit zwei XLR-Eingängen oder der Tascam FR-AV2 (Werbelink) mit Timecode mehr Möglichkeiten.
Du bekommst einen vielseitigen Stereo-Recorder mit 32-Bit-Float. Bist du mit festen Mikrofonen zufrieden, sparst du beim günstigeren DR-05XP etwas Geld.
Für Gitarristen und Bands ist das eingebaute Stimmgerät ein netter Zusatz, der ein separates Gerät in der Probe ersetzen kann. Die Overdub-Funktion erlaubt einfache Übungsaufnahmen, bei denen du über eine vorhandene Spur spielst.
Fazit: Tascam DR-07XP
GutDer Tascam DR-07XP überzeugt mit verstellbaren Nierenmikrofonen für XY und AB, 32-Bit-Float und langer Laufzeit mit zwei AA-Zellen. Für Proben, Konzerte und Naturaufnahmen ist er ein flexibler Begleiter. XLR-Eingänge und Timecode fehlen.
Kaufen, wenn …
- du zwischen XY und AB wählen willst
- du Proben oder Konzerte in Stereo mitschneidest
- du eine lange Batterielaufzeit brauchst
- du den Recorder auch als USB-Mikrofon nutzen willst
Lieber eine Alternative, wenn …
- du einen besonders günstigen Stereo-Recorder suchst
- du XLR-Mikrofone anschließen willst
- du Mid-Side oder Surround aufnehmen willst
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Alternativen zum Tascam DR-07XP
Zoom R4 MultiTrak
Note 7,5 von 10
Der Zoom R4 MultiTrak bringt das Vierspur-Prinzip mit Bounce-Spur, Fadern und Effekten in ein 287 Gramm leichtes Gehäuse und nimmt dank 32-Bit-Float ohne Einpegeln auf. Für Songwriter ist er ein unkompliziertes Skizzenbuch. Für Filmton und hochauflösende Feldaufnahmen fehlen Timecode, Stereo-Dateien und höhere Abtastraten.
OM System LS-P5
Note 7,3 von 10
Der OM System LS-P5 ist ein ausdauernder Taschenrekorder mit drei Mikrofonen, internem Speicher, Bluetooth-App und vielen Komfortfunktionen. Für Vorlesungen, Interviews und Proben ist er sehr praktisch. Rauschabstand, fehlendes 32-Bit-Float und Micro-USB begrenzen ihn bei anspruchsvollen Aufnahmen.
Häufige Fragen zum Tascam DR-07XP
Lässt sich beim DR-07XP zwischen XY und AB wechseln?
Ja, die beiden Nierenmikrofone sind drehbar gelagert und lassen sich in beide Stellungen bringen.
Nimmt der DR-07XP in 32-Bit-Float auf?
Ja, als WAV oder BWF mit 44,1, 48 oder 96 kHz.
Wie lange halten die Batterien?
Laut Tascam bis etwa 17,5 Stunden mit Alkaline in 44,1 kHz/16 Bit und bei 96 kHz mit 32-Bit-Float noch etwa 14,5 Stunden.
Hat der Recorder XLR-Eingänge?
Nein, nur einen 3,5-Millimeter-Eingang für Mikrofon oder Line mit Plug-in-Power.
Funktioniert er als USB-Mikrofon?
Ja, als 2x2-Interface mit 44,1 oder 48 kHz in 24 Bit, unter Windows mit ASIO-Treiber.
Was unterscheidet ihn vom DR-05XP?
Der DR-07XP hat verstellbare Nierenmikrofone für XY und AB, der DR-05XP feste Kugelmikrofone und ist kleiner und günstiger.
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