Kamera-News KW 45/2026: Nikkor Z 120-300, Sigma 16-300 Z, Tamron 16-50

Nikkor Z 120-300mm f/2.8 TC VR S
Bild: Nikon

Nikon bringt das Sport-Tele mit eingebautem Konverter, Sigma liefert das 16-300er für Nikon Z, Tamron startet ein lichtstarkes APS-C-Standardzoom – und Fujifilm aktualisiert die quadratische Sofortbildkamera.

Diese Woche dominieren Objektive. Das Nikkor Z 120-300mm f/2.8 TC VR S war in KW 44 noch ein Gerücht, jetzt gibt es Preis und Liefertermin. Dazu kommen das Viltrox AF 35mm F1.4 Pro, zwei kleine Sirui-Festbrennweiten, das Sigma 16-300mm F3.5-6.7 DC OS Contemporary für Nikon Z, das Tamron 16-50mm F2.8 A und ein 100-mm-Cine-Objektiv von Thypoch. Bei den Kameras: Sony zeigt mit dem Rialto 65 etwas für große Filmsets, Fujifilm bringt die instax SQUARE 2. Spannender dürfte der November weiter werden: Für Fujifilm und Nikon werden noch neue Systemkameras erwartet.

Stand: 06.11.2026

Kurz zusammengefasst

  • Nikkor Z 120-300mm f/2.8 TC VR S: 15.749 €, mit eingebautem 1,4-fach-Konverter bis 420 mm f/4, Versand ab 12.11.2026.
  • Sigma 16-300mm F3.5-6.7 DC OS Contemporary (Nikon Z): 729 €, Lieferstart 05.11.2026, APS-C-Reisezoom ~24–450 mm KB.
  • Tamron 16-50mm F2.8 A (B091): APS-C-Standardzoom ab 469 €, Sony E und Canon RF seit 29.10., Nikon Z ab 19.11., Fujifilm X ab 17.12.
  • Viltrox AF 35mm F1.4 Pro: für Sony E und Nikon Z, UVP 859 €, Auslieferung ab 13.11.2026.
  • Sirui Swift 20mm F2.4 und 40mm F2.2: Vollformat-AF für Sony E, L-Mount und Fujifilm X, je 159 €, angekündigt ab 06.11., Versand voraussichtlich ab 18.11.2026; manche Varianten ausverkauft.
  • Thypoch Simera-C 100mm T1.9: siebte Brennweite der Cine-Serie, ab 799 €.
  • Fujifilm instax SQUARE 2: ab 09.11.2026, UVP 109,99 €, Mood-Filter Cool/Warm.
  • Sony Rialto 65: 65-mm-Sensor als Erweiterung für die VENICE 2, 80.000 $, voraussichtlich erste Jahreshälfte 2027.
  • Gerüchte: Nikon Z70 mit aktualisierten Specs (FCC N2416), Fujifilm X-T6 weiter für November erwartet.

Die Neuheiten der Woche im Überblick

Produkt Preis Marktstart Für wen
Nikkor Z 120-300mm f/2.8 TC VR S 15.749 € 12.11.2026 Sport- und Tierprofis mit Nikon Z
Sigma 16-300mm F3.5-6.7 DC OS C (Z) 729 € 05.11.2026 APS-C-Reise, Allround mit Nikon Z
Tamron 16-50mm F2.8 A (B091) ab 469 € gestaffelt ab 29.10.2026 APS-C-Standardzoom, vier Mounts
Viltrox AF 35mm F1.4 Pro 859 € (UVP) 13.11.2026 Street, Reportage, Porträt
Sirui Swift 20mm F2.4 / 40mm F2.2 je 159 € vorauss. 18.11.2026 Einsteiger, Reise, Vlog
Thypoch Simera-C 100mm T1.9 799 € (E) / 869 € (M) Ende Oktober 2026 Filmer mit kleinem Budget
Fujifilm instax SQUARE 2 109,99 € (UVP) 09.11.2026 Sofortbild, quadratisch
Sony Rialto 65 80.000 $ voraussichtlich 1. Halbjahr 2027 große Filmproduktionen

Objektive

Nikkor Z 120-300mm f/2.8 TC VR S: das Sport-Tele ist offiziell

Nikon hat das Objektiv am 29.10.2026 vorgestellt. Es kostet 15.749 € und wird ab dem 12.11.2026 verschickt. In den USA liegt der Preis bei 13.999,95 $. Der Clou ist der eingebaute 1,4-fach-Telekonverter: Ein Hebel macht daraus ein 168–420 mm f/4. An einer DX-Kamera entspricht das langen Ende 630 mm Kleinbild. Nikon nennt es das weltweit erste Zoom mit durchgehend f/2.8 und eingebautem 1,4-fach-Konverter.

Nikkor Z 120-300mm f/2.8 TC VR S in der Seitenansicht mit Stativschelle
Mit Stativschelle und Konverterhebel. Bild: Nikon
Beispielfoto mit dem Nikkor Z 120-300mm: Tennisspieler beim Schlag vor dunklem Hintergrund
Beispielfoto von Nikon (Foto: David Ramos/Nikon)

Was ist neu gegenüber dem Vorgänger?

Der direkte Vorgänger ist das AF-S Nikkor 120-300mm f/2.8E FL ED SR VR für das F-Bajonett von 2020. Das neue Z-Objektiv wiegt mit rund 2.735 g 515 g weniger und bringt den Konverter gleich mit. Das klingt nach wenig, macht über einen ganzen Spieltag am Spielfeldrand aber einen Unterschied. Der Zoom arbeitet intern, die Länge bleibt also bei 353,5 mm, der Durchmesser liegt bei 128 mm. Der Bildstabilisator schafft bis zu 6,5 Stufen (ohne Konverter) im Synchro-VR an der Z6III.

Der Konverter steckt mit 8 Linsen in 5 Gruppen im Gehäuse. Insgesamt sind es 30 Linsen in 24 Gruppen, darunter eine Fluorit- und eine SR-Linse. Die Frontlinse ist fluorbeschichtet, gegen Reflexe arbeiten Meso Amorphous Coat und ARNEO. Das Gehäuse besteht aus Magnesiumlegierung und ist abgedichtet. Die Bajonett-Gegenlichtblende HB-120 liegt bei, die Stativschelle hat eine gummierte Auflage.

Nikkor Z 120-300mm f/2.8 TC VR S: Daten

Brennweite 120–300 mm, mit Konverter 168–420 mm
Lichtstärke f/2.8, mit Konverter f/4; kleinste Blende f/22 (f/32)
Aufbau 30 Linsen in 24 Gruppen, 9 Blendenlamellen
Naheinstellgrenze 0,98 m (120 mm) bis 2 m (300 mm)
Max. Abbildungsmaßstab 0,18× bei 150 mm, 0,25× (1:4) bei 210 mm mit Konverter
Autofokus Silky-Swift-VCM
Filter Front 112 mm, Einsteckfilter hinten 46 mm
Maße / Gewicht 128 × 353,5 mm / ca. 2.735 g
Stativschelle Arca-Swiss-Profil
Externer Konverter kompatibel mit Z TC-1.4x und TC-2.0x
Preis / Start 15.749 € / ab 12.11.2026

Pro

  • eingebauter 1,4-fach-Konverter, kein Objektivwechsel am Spielfeldrand
  • 515 g leichter als der F-Vorgänger
  • interner Zoom, Länge bleibt konstant

Contra

  • 15.749 € sind eine Profi-Investition
  • mit 2,7 kg kein Objektiv für lange Wanderungen

Unser Urteil: Für Sport- und Tierfotografen mit Nikon Z ist das das interessanteste Objektiv des Jahres. Wer nicht beruflich am Spielfeldrand steht, bekommt für das Geld allerdings mehrere sehr gute Teles.

Viltrox AF 35mm F1.4 Pro: lichtstarkes 35er für Sony und Nikon

Kamera mit Viltrox AF 35mm F1.4 Pro in der Hand eines Fotografen
Bild: Viltrox

Viltrox ergänzt die Pro-Serie nach dem 50er und dem 85er um ein 35 mm f/1.4. Die UVP liegt bei 859 €, die Auslieferung startet am 13.11.2026. Bei Amazon kosteten am 06.11.2026 beide Versionen (Sony E und Nikon Z) 687,20 €.

Was steckt drin?

Optisch setzt Viltrox auf 16 Linsen in 11 Gruppen, darunter 3 ED-, 4 HR- und 2 asphärische Elemente. Die beiden hochpräzisen Asphären sollen Zwiebelring-Bokeh unterdrücken. Scharfgestellt wird mit einem Dual-HyperVCM-Motor, der mit der Augen- und Gesichtserkennung der Kameras zusammenarbeitet. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,3 m. Für Video ist wichtig, dass das Focus Breathing gering ausfällt, der Bildausschnitt beim Fokussieren also kaum pumpt.

Die Sony-Version wiegt etwa 760 g und misst 84,5 × 111 mm, die Z-Version wiegt 780 g bei 84,5 × 112,5 mm. Leicht ist das nicht. Dafür ist das Metallgehäuse abgedichtet, dazu kommt eine wasser- und schmutzabweisende Beschichtung.

Viltrox AF 35mm F1.4 Pro an der Sony α7C
Das 35er an einer Sony-Kamera. Bild: Viltrox
Viltrox AF 35mm F1.4 Pro
Das 35er von vorn. Bild: Viltrox
Detailansicht der Schalter am Viltrox AF 35mm F1.4 Pro
Klick-Umschaltung und AF/MF-Schalter. Bild: Viltrox

Viltrox AF 35mm F1.4 Pro: Daten

Anschlüsse Sony E, Nikon Z (Vollformat)
Aufbau 16 Linsen in 11 Gruppen (3 ED, 4 HR, 2 asphärisch)
Blende f/1.4, 11 Lamellen
Autofokus Dual-HyperVCM
Naheinstellgrenze 0,3 m
Filtergewinde 77 mm
Gewicht ca. 760 g (E) / 780 g (Z)
Bedienung Blendenring mit Klick-Umschaltung, AF/MF-Schalter, Fn-Taste, USB-C
Preis / Start UVP 859 € / ab 13.11.2026

Pro

  • f/1.4 mit Ausstattung auf Profi-Niveau
  • abgedichtet, mit Blendenring und Fn-Taste
  • geringes Focus Breathing für Video

Contra

  • um 770 g schwer für ein 35er

Unser Urteil: Bei Amazon derzeit für knapp 700 € (UVP 859 €) bekommst du ein f/1.4 mit Ausstattung auf Profi-Niveau. Wer ein kompaktes 35er für die Reise sucht, ist hier falsch.

Sirui Swift 20mm F2.4 und 40mm F2.2: Vollformat-Autofokus für 159 €

Sirui Swift 20mm F2.4
Bild: Sirui

Sirui bringt zwei kleine Autofokus-Festbrennweiten für Sony E, L-Mount und Fujifilm X. Beide kosten 159 €. Angekündigt war Versand ab dem 06.11.2026; laut Shop gilt aktuell voraussichtlich ab dem 18.11.2026, manche Varianten sind ausverkauft. Für Vollformat mit Autofokus ist das ein sehr niedriger Preis. An APS-C entsprechen die beiden etwa 30 bzw. 60 mm Kleinbild.

Klein, leicht, gut ausgestattet

Das 20er hat 11 Linsen in 9 Gruppen, stellt ab 0,2 m scharf und wiegt in der E-Version 207 g. Der diagonale Bildwinkel liegt bei 91,5°. Das 40er hat 11 Linsen in 8 Gruppen, 0,4 m Naheinstellgrenze und 210 g, der Bildwinkel beträgt 55,9°. Beide sind in der E-Version 62,3 mm lang und knapp 70 mm dick.

Beide nutzen einen STM-Motor, 58-mm-Filter und 9 Blendenlamellen. Dazu kommen ein gerasteter Blendenring, eine Fn-Taste, ein AF/MF-Schalter und Wetterschutz. Der Fokusring dreht 360°, das hilft beim manuellen Scharfstellen im Video. Die Gegenlichtblende liegt bei, Sirui gibt 3 Jahre Austauschgarantie.

Sirui Swift 40mm F2.2 Objektiv schräg von vorn
Das Swift 40mm F2.2. Bild: Sirui
Nahaufnahme des Sirui Swift 20mm F2.4 mit Fn-Taste und Blendenring
Fn-Taste und Blendenring am 20er. Bild: Sirui
Daten Swift 20mm F2.4 Swift 40mm F2.2
Aufbau 11 Linsen in 9 Gruppen 11 Linsen in 8 Gruppen
Naheinstellgrenze 0,2 m 0,4 m
Abbildungsmaßstab 0,136× 0,14×
Bildwinkel (diagonal) 91,5° 55,9°
Gewicht (E / L) 207 g / 212 g 210 g / 215 g
Filter / Lamellen 58 mm / 9 58 mm / 9
Preis 159 € 159 €

Pro

  • Vollformat-Autofokus für 159 €
  • Blendenring, Fn-Taste und Wetterschutz
  • rund 210 g leicht

Contra

  • f/2.4 und f/2.2 sind keine Lichtriesen
  • STM-Motor statt VCM

Unser Urteil: Lichtriesen sind beide nicht. Als leichtes Duo für die Reise oder als erster Schritt weg vom Kit-Zoom sind sie aber ein starkes Angebot.

Sigma 16-300mm F3.5-6.7 DC OS Contemporary: Reisezoom jetzt für Nikon Z

Das APS-C-Universalzoom von Sigma ist seit dem 05.11.2026 auch mit Nikon-Z-Anschluss erhältlich. Der Preis liegt bei 729 €. Der 18,8-fache Zoom entspricht etwa 24–450 mm Kleinbild und deckt damit Weitwinkel bis Supertele ab. Bei 70 mm erreicht das Objektiv einen Abbildungsmaßstab von 1:2.

Scharfgestellt wird mit einem HLA-Linearmotor. Der optische Stabilisator leistet 6 Stufen am kurzen und 4,5 Stufen am langen Ende. Optisch sind 20 Linsen in 14 Gruppen verbaut, darunter 1 FLD-, 4 SLD- und 4 asphärische Elemente. Das Gehäuse ist staub- und spritzwassergeschützt, die Frontlinse wasser- und ölabweisend beschichtet. Maße und Gewicht der Z-Version: 73,8 × 125,4 mm bei 630 g, Filtergewinde 67 mm.

Sigma 16-300mm F3.5-6.7 DC OS Contemporary (Nikon Z): Daten

Brennweite 16–300 mm (APS-C, ~24–450 mm KB)
Lichtstärke f/3.5–6.7, kleinste Blende f/22–45
Aufbau 20 Linsen in 14 Gruppen (1 FLD, 4 SLD, 4 asphärisch)
Autofokus / OS HLA; OS 6 / 4,5 Stufen
Max. Abbildungsmaßstab 1:2 bei 70 mm
Filter 67 mm
Maße / Gewicht 73,8 × 125,4 mm / 630 g
Preis / Start 729 € / ab 05.11.2026

Pro

  • 18,8× Zoom von Weitwinkel bis Supertele
  • 1:2 bei 70 mm für Nahaufnahmen
  • HLA und OS, wettergeschützt, 630 g

Contra

  • f/6.7 am langen Ende bleibt ein Kompromiss
  • Universalzoom: optische Kompromisse gegenüber Festbrennweiten

Unser Urteil: Für Nikon-Z-DX-Nutzer, die ein Objektiv für alles mitnehmen wollen, ist das 16-300er die praktische Antwort. Wer maximale Schärfe oder Lichtstärke braucht, greift besser zu kürzeren Zooms.

Tamron 16-50mm F2.8 A (B091): lichtstarkes APS-C-Standardzoom

Tamron hat am 14.10.2026 das 16-50mm F2.8 A vorgestellt. Es richtet sich an spiegellose APS-C-Kameras und erscheint für Sony E, Canon RF, Nikon Z und Fujifilm X. Sony E und Canon RF sind seit dem 29.10.2026 erhältlich (469 € bzw. 499 €). Die Nikon-Z-Version folgt am 19.11.2026 für 499 €, Fujifilm X am 17.12.2026 für 469 €.

Die Sony-E-Version misst 79,6 mm in der Länge und wiegt 305 g. Der VXD-Linearmotor stellt scharf, die Naheinstellgrenze liegt im Weitwinkel bei 0,15 m. Filtergewinde 55 mm. Das Gehäuse ist feuchtigkeitsgeschützt, die Frontlinse fluorvergütet. Kleinbildäquivalent entspricht der Brennweite etwa 24–75 mm (an Canon RF etwas enger).

Anschluss Preis Marktstart
Sony E 469 € 29.10.2026
Canon RF 499 € 29.10.2026
Nikon Z 499 € 19.11.2026
Fujifilm X 469 € 17.12.2026

Tamron 16-50mm F2.8 A (B091): Daten

Brennweite 16–50 mm (APS-C, ~24–75 mm KB)
Lichtstärke durchgehend f/2.8
Autofokus VXD-Linearmotor
Naheinstellgrenze 0,15 m (Weitwinkel)
Filter 55 mm
Maße / Gewicht (Sony E) Länge 79,6 mm / 305 g
Besonderheiten feuchtigkeitsgeschützt, Fluor-Vergütung

Pro

  • durchgehend f/2.8 bei nur 305 g (Sony E)
  • VXD und 0,15 m Naheinstellung
  • vier Mounts, Preise ab 469 €

Contra

  • Nikon Z und Fujifilm X erst später
  • Canon-RF- und Nikon-Z-Version je 30 € teurer

Unser Urteil: Als kompaktes Kit-Ersatz-Zoom mit f/2.8 trifft das Tamron den Nerv der APS-C-Systeme. Wer auf Nikon Z oder Fujifilm X setzt, muss sich noch ein paar Wochen gedulden.

Thypoch Simera-C 100mm T1.9: siebte Brennweite für die Cine-Serie

Mehrere Thypoch Simera-C Cine-Objektive nebeneinander
Die Simera-C-Serie. Bild: Thypoch

Thypoch hat das 100er am 23.10.2026 vorgestellt. Es kostet 799 € mit Sony-E-Bajonett und 869 € mit Leica-M-Bajonett, der Versand startet Ende Oktober. Damit umfasst die Simera-C-Reihe 16, 21, 28, 35, 50, 75 und 100 mm. Bisher war das 75er die längste Brennweite. Der horizontale Bildwinkel liegt an Vollformat bei 21,4°.

16 Blendenlamellen sorgen für ein rundes Bokeh, der Fokusweg beträgt 210°. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,85 m. Optisch arbeiten 11 Linsen in 8 Gruppen. Die E-Version wiegt 477 g, die M-Version 451 g. Dazu kommen Zahnkränze im 0.8-MOD-Standard, 72 mm Frontdurchmesser und ein M67-Filtergewinde. Für ein Tele mit T1.9 ist das Objektiv erfreulich kompakt: Die E-Version misst 86,4 mm in der Länge, die M-Version 76,6 mm.

T1.9 teilt sich das 100er mit dem 16er, die übrigen fünf Brennweiten schaffen T1.5. Die M-Version lässt sich mit den M-TO-ALL-Adaptern von Thypoch an andere Systeme bringen. Im Karton liegen Deckel, ein Satz Unterlegscheiben und Werkzeug für den Bajonettwechsel.

Thypoch Simera-C Objektiv an einer Cine-Kamera
Simera-C im Einsatz an einer Cine-Kamera. Bild: Thypoch

Thypoch Simera-C 100mm T1.9: Daten

Anschlüsse Sony E, Leica M
Lichtstärke T1.9
Aufbau 11 Linsen in 8 Gruppen, 16 Blendenlamellen
Naheinstellgrenze 0,85 m
Fokusweg 210°, Zahnkranz 0.8 MOD
Front / Filter 72 mm / M67
Länge / Gewicht 86,4 mm, 477 g (E) / 76,6 mm, 451 g (M)
Preis 799 € (E) / 869 € (M)

Unser Urteil: Für Filmer, die einen bezahlbaren Satz mit einheitlichen Zahnkränzen aufbauen, ist das 100er der logische Abschluss nach oben.

Kameras

Fujifilm instax SQUARE 2: Sofortbild im Quadrat mit Mood-Filtern

Fujifilm liefert die instax SQUARE 2 ab dem 09.11.2026 aus. Die UVP liegt bei 109,99 €. Es gibt drei Farben: Misty White, Slate Blue und Brick Red. Das Bildformat bleibt 62 × 62 mm.

Über den Objektivring wählst du drei Fokusbereiche: Close-up 0,3–0,5 m, Standard 0,5–3 m und Landscape ab 3 m. Neu sind die Mood-Filter Cool (kühler, bläulicher Ton) und Warm (goldene Wärme); ausgeschaltet bleibt der klassische instax-Look. Belichtung läuft automatisch, ein Selfie-Spiegel sitzt vorne. Passende Taschen und ein Acrylrahmen kosten je 19,99 € UVP.

Fujifilm instax SQUARE 2: Daten

Bildformat 62 × 62 mm (instax SQUARE)
Fokus Close-up 0,3–0,5 m / Standard 0,5–3 m / Landscape ab 3 m
Mood-Filter Cool, Warm, aus
Farben Misty White, Slate Blue, Brick Red
Preis / Start UVP 109,99 € / ab 09.11.2026

Unser Urteil: Wer quadratische Sofortbilder mag und den Look per Schalter anpassen will, bekommt mit der SQUARE 2 ein einfaches Update. Für anspruchsvolle Systemkamera-Käufer bleibt das ein Nebenprodukt.

Sony Rialto 65: 65-mm-Sensor für die VENICE 2

Sony hat am 29.10.2026 den Rialto 65 (CBK-6510XS) vorgestellt. Das ist keine eigene Kamera, sondern ein abgesetzter Kamerakopf für die VENICE 2. Der Sensor misst 53,75 × 35,83 mm und ist damit etwa 2,2-mal so groß wie Kleinbild. Er liefert 9.6K Open Gate im Seitenverhältnis 1,5:1 und zeichnet in 16-bit X-OCN auf. Ein zweiter Modus liest 9.6K im Format 2,20:1 aus und passt damit zu mehr Objektiven.

Sony Rialto 65 im Extension Mode: Kamerakopf per Kabel von der Venice 2 getrennt
Extension Mode: Kopf per Kabel abgesetzt. Bild: Sony
Sony Rialto 65 im Studio Mode: Kamerakopf direkt an der Venice 2
Studio Mode: Kopf direkt am Body. Bild: Sony

Der Kopf misst etwa 115 × 154 × 63 mm, wiegt etwa 1,5 kg und hängt per Kabel an der Kamera oder sitzt direkt am Body. Ein Bajonett gibt es nicht, du brauchst einen Adapter eines Drittherstellers. Die Basis-ISO liegen bei 2500 und 10000, bei ISO 2500 nennt Sony mehr als 15 Blendenstufen Belichtungsspielraum. Elf ND-Filter zum Einschieben liegen bei, die Kamera erkennt ihre Stärke automatisch.

Der Preis: 80.000 $, Marktstart voraussichtlich in der ersten Hälfte 2027. Ein Euro-Preis steht noch nicht fest. Weitere Komponenten kosten extra: ein zusätzlicher ND-Filtersatz 8.000 $, das optionale 12-m-Kabel 9.000 $. Es ersetzt das serienmäßig beiliegende 4,5-m-Kabel.

Sony Rialto 65: Daten

Sensor 65 mm, 53,75 × 35,83 mm, Seitenverhältnis 1,5:1
Auflösung 9.6K Open Gate, 9.6K 2,20:1
Aufnahme 16-bit X-OCN über die VENICE 2
Basis-ISO 2500 / 10000
Kamerakopf ca. 115 × 154 × 63 mm, ca. 1,5 kg
Bajonett keins, Adapter von Drittherstellern
Preis / Start 80.000 $ / voraussichtlich 1. Halbjahr 2027

Unser Urteil: Für dich relevant ist das nur, wenn du große Filmproduktionen betreust. Für den Markt zeigt es, dass Sony das 65-mm-Format nicht mehr ARRI allein überlässt.

Gerüchte

Achtung, Gerücht: Die folgenden Punkte sind nicht offiziell. Weder Nikon noch Fujifilm haben die Kameras bestätigt.

Nikon Z70 im November

Nikon Z50 II mit Kit-Objektiv in der Vorderansicht
Die aktuelle Nikon Z50 II (APS-C). Bild: Nikon

Laut Nikon Rumors ist in einem Werbematerial zum neuen 120-300mm der Name Z70 aufgetaucht. Die Seite erwartet die APS-C-Kamera im November. Ursprünglich war sie wohl für August oder September geplant und sollte zusammen mit dem Tele erscheinen. Im August tauchte die Z70 kurz in Apples Liste der für ProRes und ProRes RAW autorisierten Produkte auf und wurde danach wieder entfernt.

Am 04. und 05.11.2026 meldete Nikon Rumors neue Details: Die FCC-Zeichnungen zum Funk-Remote N2416 zeigen die Z70; das Modell sei damit bestätigt (weiterhin unbestätigt durch Nikon). Die aktuellen Gerücht-Specs: 41 Megapixel (kein gestapelter Sensor), 8K60-Video, Expeed 7, EVF wie die Z6III mit 5,76 Millionen Bildpunkten, Preis in der Größenordnung der Z6III (rund unter 2.000 $). Eine Ankündigung wird in den nächsten zwei Wochen erwartet. Alles unbestätigt.

Frühere Juli-Gerüchte nannten für eine neue schnelle DX-Kamera, damals noch ohne Modellnamen, einen gestapelten Sensor mit 45 Megapixeln und verglichen die Kamera mit der D500. Auch das bleibt unbestätigt und widerspricht den neueren 41-MP-Angaben.

Fujifilm X-T6 weiter für November erwartet

Fujifilm X-T5 von oben mit Einstellrädern für Zeit, ISO und Belichtungskorrektur
Der Vorgänger Fujifilm X-T5. Bild: Fujifilm

Fuji Rumors hält weiter am November-Termin für die X-T6 fest. Die Vorstellung war für den 4. September geplant und wurde wegen fehlender Bauteile verschoben. An dem Termin kam dann nur das XF 400mmF4.5. Fujifilm hat noch nichts bestätigt. Die X-T5 wurde am 2. November 2022 vorgestellt, der Nachfolger käme also rund vier Jahre später.

Für wen lohnen sich die Neuheiten?

  • Sport- und Tierfotografen mit Nikon Z: Das 120-300mm ersetzt zwei Objektive und einen Konverter. Teuer, aber mit dem eingebauten Konverter deckt es 120 bis 420 mm ab.
  • APS-C-Reisende mit Nikon Z: Das Sigma 16-300er deckt ~24–450 mm KB ab und ist mit 729 € sowie 630 g eine Allround-Lösung.
  • APS-C-Alltagsfotografen: Das Tamron 16-50mm F2.8 A ersetzt Kit-Zooms durch durchgehende Lichtstärke, ab 469 €.
  • Street- und Reportagefotografen: Das Viltrox 35mm F1.4 Pro bietet viel Objektiv, bei Amazon derzeit für knapp 700 € (UVP 859 €), wenn das Gewicht nicht stört.
  • Einsteiger und Reisende: Die Sirui-Swift-Objektive für Sony E, L-Mount und Fujifilm X bringen für 159 € Autofokus und Wetterschutz.
  • Sofortbild-Fans: Die instax SQUARE 2 liefert ab 09.11.2026 quadratische Prints mit Mood-Filtern für 109,99 € UVP.
  • Filmer mit kleinem Budget: Thypoch baut die Simera-C-Serie zu einem vollständigen Satz aus.

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